Ackerland-Preis

Von: , Frage gestellt am Mo, 16. Sep 2002

Hallo Wissende,
Ich bin mir nicht sicher, ob ich nun das richtige Brett erwischt habe, aber falls es jemanden gibt, der sich in Sachen "Grundstückspreise" auskennt, der möge schreien *g*.
Was ich suche ist eine allgemeine Richtlinie, an der man einen ungefähren Verkaufspreis von Ackerland (bisher Getreide und Kartoffeln auf ca. 5000 qm) in Schleswig-Holstein festmachen kann... gibt es sowas? Irgendeine Zahl pro Quadratmeter o.ä., nach der man sich richten könnte, falls sich der "komplett Unwissende" zum Verkauf an einen Bauern entschließt? Bisher gab es nur eine jährliche klägliche Pacht, deswegen die Anfrage...
Vielen Dank im Voraus,
Caren

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 2 hilfreich
    Re: Ackerland-Preis

    Hallo,
    dies ist nicht so das richtige Brett, aber dafür kenn ich mich auch nicht so sehr gut mit Grundstückspreisen aus :o)) Was ich suche ist eine allgemeine Richtlinie, an der man einen
    ungefähren Verkaufspreis von Ackerland (bisher Getreide und
    Kartoffeln auf ca. 5000 qm) in Schleswig-Holstein festmachen
    kann... gibt es sowas? Irgendeine Zahl pro Quadratmeter o.ä.,
    nach der man sich richten könnte, falls sich der "komplett
    Unwissende" zum Verkauf an einen Bauern entschließt? Bisher
    gab es nur eine jährliche klägliche Pacht, deswegen die
    Anfrage...
    Nein, keine allgemeine Richtlinie. Die Preise, die ich in letzter Zeit gehört habe (auch Schleswig-Holstein), liegen zwischen 1 (das war "wenig") und 1,50 Euro (das war "ganz schön teuer").
    Das richtet sich aber ganz nach der Nachfrage. Kann auch sein, du kriegst nicht mal das, wenn's keiner will.
    Wenn du jetzt schon eine klägliche Pacht kriegst, scheint es ja nicht so das begehrte Stück Land zu sein und für einen halben Hektar kupppeln die Bauern ja kaum noch den Pflug hinter den Traktor.
    Schon mal in die Zeitung geguckt, wie die Preise sind ?

    Wenn du das Geld nicht unbedingt brauchst, behalt das Land. Wenn es jemand wirklich haben will, kommt er schon und macht ein Angebot. Vielleicht ist es irgendwann genau das Stück, das noch jemandem fehlt - dann kannst du vielleicht was draus machen.

    Du kannst es auch, wenn die Pacht ausläuft, öffentlich zur Verpachtung ausschreiben. Dann kriegt es der, der am meisten bietet.

    Grüsse

    Heike

    • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Ackerland-Preis

      Hallo,
      die Antworten von Heike und Winkel scheinen mir die realitätsnächsten.
      Bei den Kreisen und kreisfreien Städten gibt es i.d.R. bei den Katasterämtern sog. "Geschäftsstellen der Gutachterausschüsse" die sich mit Kaufpreisen für bebautes und unbebautes Land auskennen und auch fernmündlich Auskunft geben sollten.

      Gruß Roland

  2. Antwort von nach 3 Stunden 2 hilfreich
    Re: Ackerland-Preis

    Hi Caren,

    da hilft am besten ein Anruf bei der Gemeinde oder beim Kreis.
    Dort gibt es eine Grundstücksstatistik, in der alle Preise, die für Grundstücke bezahlt werden, registriert sind: Bodenrichtwertkarte.

    Insbesondere ist der Preis abhängig davon, ob es sich um ein Landschaftsschutzgebiet handelt (will niemand) oder ob es in der Nähe des Ortes liegt (spekulativ Bauerwartungsland).

    Desweiteren, wenn in der Gegend viel gebaut wird, könnte die Gemeinde ein geeigneter Käufer sein, wenn die Ausgleichsflächen für Straßen oder Wohnbebauung brauchen!


    gruss
    winkel

  3. Antwort von nach einem Tag 3 hilfreich
    Re: Ackerland-Preis - off topic -

    Hallo Caren,

    wenn Du eine landwirtschaftliche Fläche verkaufst, wird der Erlös (1 Euro/m² über den Daumen gepeilt) nicht berauschend sein. Land ist aber nicht vermehrbar. Es ist deshalb die wohl sicherste Wertanlage. Wenn Du dafür sorgst, daß nichts vermüllt, daß dort keine bodenbelastenden Stoffe gelagert oder verbuddelt werden, wird das Land wertstabil sein oder im Wert sogar steigen.

    Natürlich ist das Handeln immer von der Lebenssituation abhängig. Aber ohne Not würde ich keinen Quadratmeter Land verkaufen, ganz gewiß jedenfalls nicht, um irgendwelche Konsumwünsche zu erfüllen. Im Gegenteil: Ist ein angrenzendes Stück zu haben und das nötige Geld ist gerade übrig, würde ich dazukaufen. Wenn ein Landwirt ein paar symbolische Euro Pacht dafür zahlt, ist alles gut. Wenn es Altenteil für vierbeinige Rasenmäher ist, ist's auch gut.

    Sehr oft ist zu beobachten, daß Leute, die nichts besitzen, eine Immobilie erben. Plötzlich sind sie vermögend. Die Immobilie wird verkauft, ein Teil auf Räder gestellt, eine Reise gemacht, etwas Krimskram angeschafft...nach kurzer Zeit ist alles ratzekahl unters Volk gebracht, einfach weg und die Leute sind wieder Habenichtse, wohnen zur Miete und hoffen auf Rente.

    Gruß
    Wolfgang

    • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Ackerland-Preis - off topic -

      Moin Wolfgang,
      Ich kann deine Ansicht genauso teilen. Ich persönlich habe auch gar nicht vor, Land zu verkaufen. Es war nur eine Frage meiner Mutter (die das kleine Stück wiederum von ihrem Vater geerbt hat, der es mal als Kriegszuteilung bekam). Und sie wollte nur wissen, WAS sie da überhaupt auf der Hand hat, denn es wird momentan an einen befreundeten Bauern verpachtet und bewirtschaftet und sie hat keinen blassen Schimmer, ob sie zustimmen sollte, FALLS er sie mal fragt, ob er es ihr abkaufen darf. Deswegen war auch nur die Frage nach einer ganz groben Richtlinie eines Preises, nur um das mal zu wissen. Dieses Stück Land wird allerdings nie Bauland werden oder sowas, deswegen wird wahrscheinlich eh alles so bleiben, wie es ist ;o) Ich fände es auch toll, später mal einfach ein Stück Erde zu besitzen, mit dem kein "Schindluder" betrieben wird...
      Grüße, Caren

    • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Ackerland-Preis - off topic -

      Hallo,

      Und wenn du in die Grube fährst nimmst du das Äckerle einfach mit!

      Gruss, Niels

      • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
        - off off topic -

        Und wenn du in die Grube fährst nimmst du das Äckerle einfach
        mit!
        ====> und wenn man nichts besseres zu sagen hat, kann man sich auch vom selbigen machen ;o)

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Vom Äckerle in die Grube

        Und wenn du in die Grube fährst nimmst du das Äckerle einfach
        mit!
        Hallo Niels,

        ich wollte Dich nicht überzeugen. Es muß ja Leute geben, die bis zum letzten Atemzug immer an irgendwen Miete zahlen, die ihre Groschen in Mobilcom-Aktien (guck mal, da wäre das Äckerle schon mal das bessere Investment gewesen), Modeartikel und möglichst kurzlebiges Zeug stecken. Diese Leute muß es geben, damit die anderen Leute schön unabhängig leben, bis sie in die Grube fahren.

        Gruß
        Wolfgang

        • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
          Re^4: Vom Äckerle in die Grube

          Hallo Wolfgang, ich wollte Dich nicht überzeugen. Es muß ja Leute geben, die
          bis zum letzten Atemzug immer an irgendwen Miete zahlen, die
          ihre Groschen in Mobilcom-Aktien (guck mal, da wäre das
          Äckerle schon mal das bessere Investment gewesen), Modeartikel
          und möglichst kurzlebiges Zeug stecken. Diese Leute muß es
          geben, damit die anderen Leute schön unabhängig leben, bis sie
          in die Grube fahren.
          im Gegensatz zu Caren hast du verstanden, dass es mir durchaus ernst gemeint war. Gut, es war etwas provokant. Aber es sollte eben den Gegensatz darstellen.

          Das Äckerle nutzt dir nichts, wenn du es bei Bedarf nicht weggeben kannst. In der Tat ist es überhaupt nichts wert, wenn du dich nicht von ihm trennen kannst, obwohl du es nicht nutzt.

          Und was die Miete betrifft: Wie unabhängig bist du, wenn du auf der Hypothek sitzt und zB arbeitslos wirst? Wirst mal sehen, wie schnell du bei der Bank die Hosen runterlassen musst. Diese viel propagierte Unabhängigkeit ist ein Konstrukt der Werbung.

          Natürlich sollst du das Äckerle nicht hergeben, um anschließend 4 Wochen von Kaviar und Schampus zu leben. Es sollte die "Notration" bleiben.
          Nur hat mir neulich eine ältere Bekannte, die plötzlich gebrechlich geworden ist gesagt: "Und wir wollten noch so viel unternehmen". Das Ersparte hätte dazu gereicht, die Gesundheit nun nicht mehr.

          Also: Jetzt leben, aber die Zukunft nicht aus den Augen verlieren.

          Eine echte Zukunftssicherheit wird es aber auf keine Art geben.

          Gruss, Niels



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