Himmel, laß es Verstand regnen...

Von: , Frage gestellt am So, 5. Mär 2006

Hallo,

unglaublich aber wahr:

Ein Bediensterter transportierte bisher immer die Post zwischen einer Landesbhörde und einer Stadtverwaltung mit dem Pkw hin und her, um Porto zu sparen.

Nun hatte der arme Mensch einen leichter Verkehrsunfall. Die Versicherung zahlte natürlich nicht, da es sich ja um eine dienstliche Angelegenheit handelte.

Vom Amt wurde dem Manne aber mitgeteilt, dass die Pkw-Benutzung sein Privatvergnügen war, er sei nie dazu aufgefordert worden, die Post mit seinem eingenen Pkw zu transportieren. Es gibt auch tatsächlich nichts Schriftliches und keine Vereinbarung darüber.

Der Arme musste also ca. 300 Euro aus eigener Tasche zahlen. Endergebnis ? Es fährt heute keiner mehr die Post zur Stadtverwaltung, jeder Brief wird normal frankiert und von der Post befördert, und wir alle zahlen die Portokosten über unsere Steuern mit.

Die 300 Euro für die Reparatur hätten sich schon nach einem Monat amortisiert, denke ich. Denn auch die Stadtverwaltung muss jetzt alle Briefe, die vorher per Bote transportiert wurden, frankieren.

Wem Gott ein Amt gibt, dem nimmt er den Verstand. Trifft hier zumindest zu.

Gruß

Andreas

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
    Re: Himmel, laß es Verstand regnen...

    Hallo,

    Du wirst die Briefe ja nicht in der Poststelle gestohlen haben, um sie der anderen Behörde zuzustellen. Also hattest Du ja wohl einen Auftrag dazu.

    Wenn Dein Vorgesetzter das nicht schriftlich fixiert hat, könnte ein Dienstvergehen vorliegen. (Jedenfalls kann man sowas daraus machen)

    Ich würde mal schauen, was mein Betriebsrat - als Angestellter - oder die Entsprechung für Beamte dazu sagt. Wenn Du in einem Verband (Beamte) oder Gewerkschaft (ver.di, die sind im Moment eh gut auf die Arbeitgeber zu sprechen) bist, kann es sein, dass du eine Rechtschutzversicherung hast.

    Gruß

    Peter [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  2. Antwort von nach 9 Stunden 4 hilfreich
    Re: Himmel, laß es Verstand regnen...

    Hallo,
    wer benutzt denn freiwillig ohne dazu aufgefordert zu sein, seinen Privat-PKW für dienstliche Zwecke?
    War das bekannt? Gab es keinen Kostenersatz für Sprit etc.? Wenn ja, lag hier mE eine konkludente Anerkennung als "Privateigenes Kfz" vor und Ersatzpflicht besteht.

    Warum lässt sich keiner seinen Privat-PKW als privateigenes Kfz. anerkennen?

    Gruß
    HaWeThie

    • Antwort von nach 12 Stunden 2 hilfreich
      Re^2: Himmel, laß es Verstand regnen...

      hallo. wer benutzt denn freiwillig ohne dazu aufgefordert zu sein,
      seinen Privat-PKW für dienstliche Zwecke?
      regelmäßig würd ich's nicht machen, aber in dringenden fällen ist das die deutlich schnellere alternative, wenn ich mir die bürokratie bei der beantragung eines dienstfahrzeugs anschau.

      gruß

      michael

      • Antwort von nach 16 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Himmel, laß es Verstand regnen...

        Selbst dann würd ichs nicht machen.
        Entweder, ich bekomme etwas, dass Schaden übernommen wird, oder der Arbeitgeber soll sehen, wie der klar kommt.
        (bei uns dauert ein "innerstädtischer" Dienstwagen ca. 10 Minuten, wenn einer da ist)
        Sogar der Verein, bei dem ich als Übungsleiter tätig bin, hat eine Versicheung für solche Fälle abgeschlossen.

        Gruß
        HaWeThie

      • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
        Himmel, laß es Verstand regnen...das hülft nix

        Hallo Leute,

        so dringend kann ein Fall garnicht sein, daß ich meinen privaten PKW dienstlich nutze - da nehm ich lieber ein Taxi oder laß es ganz sein.

        Der öffentliche Dienst hat nunmal in dieser Hinsicht "keinen Verstand abbekommen" und damit müssen wir leben. Sollte es tatsächlich mal "Verstand regnen", werden ganz sicher Regenschirme verteilt ;-}}

        Grüße
        Gordie.s [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 10 Stunden 2 hilfreich
    Re: Himmel, laß es Verstand regnen...

    Der Arme musste also ca. 300 Euro aus eigener Tasche zahlen.
    Endergebnis ? Es fährt heute keiner mehr die Post zur
    Stadtverwaltung, jeder Brief wird normal frankiert und von der
    Post befördert, und wir alle zahlen die Portokosten über
    unsere Steuern mit.
    Und erhalten damit die letzten Arbeitsplätze bei der Post.
    Die 300 Euro für die Reparatur hätten sich schon nach einem
    Monat amortisiert, denke ich. Denn auch die Stadtverwaltung
    muss jetzt alle Briefe, die vorher per Bote transportiert
    wurden, frankieren.
    Muß nicht!Sie könnte auch private Zusteller nehmen, die sehr viel billiger, als die Post sind.
    Wem Gott ein Amt gibt, dem nimmt er den Verstand. Trifft hier
    zumindest zu.
    Genau, es ist der einzig richtige Weg, dass deutsche Behörden sich gegenseitig Arbeit geben.

    Die Post kauft jetzt auch wieder bei VW ihre Autos. Vorher waren es auch Citroen. Was findest du besser?




    mfgConrad

    • Antwort von nach 12 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Privater Anbieter in Berlin

      Der Arme musste also ca. 300 Euro aus eigener Tasche zahlen.
      Endergebnis ? Es fährt heute keiner mehr die Post zur
      Stadtverwaltung, jeder Brief wird normal frankiert und von der
      Post befördert, und wir alle zahlen die Portokosten über
      unsere Steuern mit.



      Und erhalten damit die letzten Arbeitsplätze bei der Post.
      Die 300 Euro für die Reparatur hätten sich schon nach einem
      Monat amortisiert, denke ich. Denn auch die Stadtverwaltung
      muss jetzt alle Briefe, die vorher per Bote transportiert
      wurden, frankieren.



      Muß nicht!Sie könnte auch private Zusteller nehmen, die sehr
      viel billiger, als die Post sind.
      Der macht das in Berlin so billig, dass ein Familienvater mit 2 Kindern noch 500€ Zuschlag vom Arbeitsamt bekommt, weil er unter dem Hartz IV Satz liegt, kam letzte Woche bei Frontal 21, ist doch cool??
      Wem Gott ein Amt gibt, dem nimmt er den Verstand. Trifft hier
      zumindest zu.



      Genau, es ist der einzig richtige Weg, dass deutsche Behörden
      sich gegenseitig Arbeit geben.

      Die Post kauft jetzt auch wieder bei VW ihre Autos. Vorher
      waren es auch Citroen. Was findest du besser?




      mfgConrad
      LG
      Mikesch

  4. Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
    Re: Himmel, laß es Verstand regnen...

    Hi,

    dann mach doch mal einen Verbesserungsvorschlag, gibt es sogar bei Behörden.

    Vielleicht bekommst du sogar Geld dafür.

    der petz

    • Antwort von nach 22 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Himmel, laß es Verstand regnen...

      Hallo,

      eigentlich eine gute Idee. Und dann machen wir hier für Alle gleich noch eine Wette daraus: Ich wette, dass ich auf den Verbesserungsvorschlag bereits heute die Antwort kenne (es sei denn, ich umgehe den Dienstweg und schreibe direkt an unseren Ministerpräsidenten. Vielleicht landet es ja auf einem Schreibtisch, dessen Be-sitzer bzw. Davorsitzer doch noch Verstand hat).

      Ich setzte 10 Euro. Den Text der von mir vermuteten Antwort kann ja der MOD bekommen und nach Eingang der Antwort aus dem Ministerium vergleichen.

      Wer hält mit :-)) ?

      Gruss

      Andreas



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