Mein (kleines) Problem ist, dass mein Autoradio (CD-Wechsler) beim Starten des Motors kurz (ca. 1-2 Sek.) zu wenig Saft bekommt und deshalb ausgeht. Bis der CD-Player die Stelle wiedergefunden hat und weiterspielt, vergeht mir zuviel Zeit und ich werde unglücklich / genervt.
Also dachte ich mir, man könnte einen großen Kondensator oder einen kleinen Akku als Puffer dazwischenschalten. Ich glaube, er müsste so 1 bis 2 Sekunden max. 1 Ampere bei 12 Volt liefern können.
Hat jemand mit sowas Erfahrung? Wieviel Farad müsste so ein Elko haben? Gibt es sowas vielleicht sogar als Komplettpaket, das man einfach dazwischen stecken kann?
Also ich würde mal spontan sagen, dass du durch einfaches Parallelschalten von einen Kondensator bzw. zusätzlichen Akku nicht viel erreichen wirst. Man müsste irgendwie während des Startvorgangs die Verbindung von deinem Pufferakku/Kondensator zum Anlasser unterbrechen, sonst saugt der den einfach leer.
cu
Martin
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Man müsste
irgendwie während des Startvorgangs die
Verbindung von deinem
Pufferakku/Kondensator zum Anlasser
unterbrechen, sonst saugt der den einfach
leer.
Das ist mir klar, das wollte ich nämlich mit Hilfe einer (fetten) Diode tun, die sperrt, sobald die Spannung auf der Pufferseite höher liegt als auf der Seite der Autobatterie.
Die Frage ist, wie groß der Kondensator sein muss, oder ob ein Akku besser wäre.
Elko ist besser als Akku, da ein Akku eine bestimmte Spannung aufzwingt und bei aufgeprägten falschen Spannungen kaputt geht.
Für einen Elko kann man zwar das genau ausrechnen, bin ich aber derzeit zu Faul.
Ich würde gleich auf 22.000µF hochgehen braucht ja nur 16 V -Type zu sein.
Und für die Diode eine sog. Schottky-Diode, da diese nur 0,3 V Verlustspannung hat.
Als Leistung würde ich dennoch mindestens 3A ansetzten, gerade die Beleuchtung im Autoradio frißt locker schon 1A. Die Spitzenströme durch die Aussteuerung werden meist problemlos bis zum 10-fachen verdaut. Moderne Dioden sind sehr überlastfest.
Das mit den 22000mu war ein guter Witz. Nach Faraday reicht das gerade mal f"ur 0,022s/V bei 1A. Also z.B. 0,1s bei Entladung um 4,5V, aber soviel sollte die Batterie allerh"ochstens einbrechen => nix gewonnen.
Cs mit 1F gibt’s zwar, aber nicht f"ur 16V und nicht hochstromfest oder aber im handlichen Ma"skrugformat und f"ur 3stellige DM-Betr"age.
Es gibt auch Leute, die bauen sich eine 2. Batterie nur f"ur die Anlage ein mit Batterietrennrelais, das nur bei laufendem Motor schlie"st (im Campingfachhandel).
Ich denke aber, da"s Dein Problem woanders liegt: entweder Batterie platt oder Kabel. Mi"s mal die Spannung an der Batterie (direkt an den Polen, am Blei) w"ahrend des Startvorgangs): sollte min. 7 oder 8V sein.
Und dann noch die Spannungsabf"alle an den "Ubertragungsstrecken, die gleichzeitig Anlasserstrom und Bordnetzstrom f"uhren. Dazu mi"st Du die Spannungsdifferenz direkt_am_Pol - Bordnetz_zB_am_Radio.
Und zwar einmal jeweils ,+’’ (damit erkennst Du Kontaktprobleme an der +Polklemme) und einmal jeweils ,-’’ (f"ur Schwierigkeiten an der -Polklemme und am Massekabel). Erstere sollte praktisch 0 sein, letztere auf jeden Fall unter 1V.
Mein (kleines) Problem ist, dass mein Autoradio (CD-Wechsler)
beim Starten des Motors kurz (ca. 1-2 Sek.) zu wenig Saft
bekommt und deshalb ausgeht.
Die meisten Zündschlösser trennen die Radioleitung von der Batterie, wenn der Anlasser betätigt wird. Könnte es daran liegen und nicht an der zusammenbrechenden Batteriespannung.
Also dachte ich mir, man könnte einen großen Kondensator oder
Das mit dem Kondensator würde ich mal, wie schon in einer anderen Mail beschrieben, vergessen. Zu groß und zu teuer. Außerdem reicht da ein 16V-Typ auf keinen Fall aus. Der würde nicht lange leben, da im Auto immer wieder höhere Spannungsspitzen auftreten und die Elkos zerstören können.
einen kleinen Akku als Puffer dazwischenschalten. Ich glaube,
er müsste so 1 bis 2 Sekunden max. 1 Ampere bei 12 Volt
liefern können.
Wenns denn sein muß, dann würde ich Dir zum Akku raten. Den mit einer Diode entkoppelt zum Radio und die normale Spannung über eine Diode zum Radio. Den Akku kann man dann noch mit einem Widerstand während des normalen Betriebs laden für den nächsten Start.
Hat jemand mit sowas Erfahrung? Wieviel Farad müsste so ein
Elko haben? Gibt es sowas vielleicht sogar als Komplettpaket,
das man einfach dazwischen stecken kann?
Bin für jeden Tip dankbar!
Sven.
Gruß
Jürgen
*grussvoneinemdervonautoelektronikenleb(en)t(muss)*
solche grossen akkus gibt es fuer den carhifibereich. die werden normalerweise direkt am verstaerker verbaut, um schnell hohe stroeme fuer den verstaerker bei ausgepraegter bass-musik zu liefern.
finde aber vorher heraus, wo der spannungsabfall herkommt. bei den meisten zuendschloessern wird der strom fuer solche verbraucher beim anlassen abgeschaltet. in diesem falle sollte ein kleinerer akku oder besser ein abfallverzuoiegertes relais (das vom zuendstrom gesteuert wird und „permanent“ an „ignition“ schaltet) an „ignition“ vom radio genuegen.
wenn du tatsaechlich einen spannungsabfall hast, und der sich nicht mit einer funktionsfaehigen starterbatterie und perfekten massepunkten beheben laesst, dann koenntest du tatsaechlich so einen grossen kondensator ensetzen, den ich dann aber hinter eine diode schalten wuerde, dmit er nicht rueckwaerts das ganze netz speist. damit hast du dann aber wieder deine .7v spannungsabfall, was aber nicht das problem sein duerfte (13.2 -.7 sind .5v ueber 12v nennspannung)
aber ob der effekt den nicht unbetraechtlichen aufwand lohnt…
aber ob der effekt den nicht unbetraechtlichen aufwand
lohnt…
Ja, das ist natürlich eine berechtigte Frage.
Zum Thema Spannungsabfall: Ich habe die Spannung gemessen, die während des Startvorgangs am Radio anliegt, gemessen. Ich glaube, es waren irgendwas zwischen 5 und 10 Volt. Ist das normal, oder ist die Batterie zu schwach??? Eigentlich ist sie das nicht, denn ich hatte den ganzen Winter über NIE Probleme beim Starten, das hat immer höchstens 1,5 Sek. gedauert.
Das Problem ist, dass das Radio schon bei 10 Volt aufhört zu spielen.
Mal sehen, ob ichs mit einem kleinen Akku hinkriege. Ein grosser Aufwand lohnt sich hier wirklich nicht.
Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben, und alle, denen vielleicht immer noch was schlaues einfällt!
Zum Thema Spannungsabfall: Ich habe die Spannung gemessen, die
während des Startvorgangs am Radio anliegt, gemessen. Ich
glaube, es waren irgendwas zwischen 5 und 10 Volt. Ist das
normal, oder ist die Batterie zu schwach???
Das ist normal. Für Automobilelektroniken gibt es dafür sogar einen Testimpuls, der das Verhalten der Elektronik während der Startphase testen soll. Wenn Du weitere Infos haben willst, dann melde Dich.
Eigentlich ist sie
das nicht, denn ich hatte den ganzen Winter über NIE Probleme
beim Starten, das hat immer höchstens 1,5 Sek. gedauert.
Das Problem ist, dass das Radio schon bei 10 Volt aufhört zu
spielen.
Mal sehen, ob ichs mit einem kleinen Akku hinkriege. Ein
grosser Aufwand lohnt sich hier wirklich nicht.
Vielen Dank an alle, die mir geantwortet haben, und alle,
denen vielleicht immer noch was schlaues einfällt!
Das ist deshalb so, weil genau dann, wenn die Spannung einer realen Spannungsquelle ( Batterie ) durch den entnommenen Laststrom auf die Hälfte der Leerlaufspannung sinkt, die maximale Leistung aus der Quelle entnommen wird. Darauf ist die Leistung des Anlassers des KFZ abgestimmt, da er ja schliesslich eine sehr hohe Leistung aus dem Energiespeicher entnimmt.
Gruss
Jürgen
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Zusätzlich ist noch zu sagen, dass ein CD-Wechsler je nach Typ durchaus ein vielfaches von 1 Ampere Strom „ziehen“ kann. Besonders, wenn die Wechselmechanik gerade aktiv ist. Wenn ich CD-Wechsler in meiner (jetzt nur noch Hobby-)Werkstatt repariere, muss ich zum Betrieb regelmässig einen 14,4 Volt Akku vom Akkuschrauber benutzen, weil mein 1,2 Ampere-Labornetzteil gnadenlos abschaltet.
MfG
Jürgen
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Tja Sven. Hier eine kleine Berechnung zu diesem Thema ( ich hoffe, dass ich mich dabei nicht verhudel ! ) :
Zunächst zu den Ausgangswerten der Berechnung :
Spannung : Klar - 12 Volt
Strom : Meiner Erfahrung nach bei CD-Wechsler zwischen 0,8 bis hin zu 3 Ampere
Zeit : Sagen wir mal ca. 3 Sekunden
Formelzeichen :
Q = Ladung
C = Kapazität
U = Spannung
t = Zeit
Das heisst bei einem Verbrauch von 3 Ampere bei 12 Volt über 3 Sekunden bräuchtest Du einen Pufferkondensator mit einer Kapazität von mindestens 75000 Mikrofarad.
Die sind allerdings recht teuer. Ausserdem ( das wurde von Jemand anderem hier bereits einmal erwähnt ) musst Du zumindest noch eine Diode hinzuschalten, um den Stromfluss „in die verkehrte Richtung“ zu vermeiden, d.h. nur einen Lade- und keinen Entladestrom für den Kondensator von der Bordversorgung her zuzulassen.
Ansonsten sollte das funktionieren.
MfG
Jürgen
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Allerdings eine teure Sache!
Obwohl ich nicht 3, sondern eher 1,5 Sekunden starte und während des Startens nicht die CD Wechseln und gleichzeitig 2 Cassetten umspulen muss, sodass 800mA oder vielleicht max. 1000 wohl reichen.
Trotzdem sinds noch mehr als 10mF.
Wie ist das eigentlich: Wenn ich das genau nach dieser Rechnung auslege, schafft der Kondensator denn dann genau 1,5 s lang 12 Volt, oder fällt die Spannung (bei konstantem Strom 1A) schon nach kurzer Zeit ab?
Was hat so ein Elko für eine Entladekurve?
Ich glaube, das ganze Projekt werde ich wohl eher wieder aufgeben…
Trotzdem danke für alle Antworten!
Sven.
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Also : Ein Kondensator hat eine Entladekurve in Form einer Exponentialfunktion ( d.h. Zuerst sinkt die Spannung sehr schnell und dann immer langsamer ab ). Schon deswegen ist meine Berechnung mehr ein Schätzwert, als die Berechnung eines genauen Wertes. Um genau zu berechnen, müsste man die Exponentialfunktion ansetzen und einen zulässigen Grenzwert für den Spannungsabfall innerhalb dieser 1,5 Sekunden benutzen, womit man dann die Zeit berechnen könnte innerhalb derer die Spannung am Kondensator exponentiell auf diesen Wert absinkt, wenn ein definierter Entladestrom entnommen wird.
Was allerdings den Stromverbrauch eines CD-Wechslers angeht : Ich habe ( vor meinem E-Technik-Studium ) Radio-/Fernsehtechniker gelernt und deswegen öfter die Situation gehabt, dass ein Kumpel zu mir gekommen ist, mit dem Anliegen, dass ich Ihm seinen CD-Wechsler repariere. Speziel in den ersten paar Sekunden nach dem Einschalten verbraucht so ein CD-Wechsler schon einiges mehr als 1 Ampere Strom, weil dann die Wechselmechanik von der Steuerlogik initialisiert wird ( Das habe ich gemerkt, als ich zum ersten Mal ein solches Gerät an einem Labornetzteil mit 1 Ampere Strombegrenzung betreiben wollte : Das hat nämlich gnadenlos abgeschaltet. ) weswegen ich bei Reparaturen einen solchen Wechsler immer über den 12V-Akku eines Akkuschraubers betreiben musste. Ansonsten ( bei Normalbetrieb, wenn die Wechselmechanik gerade nicht läuft ) liegt der Stromverbrauch wohl so ca. bei 800 mA.
Trotzdem ist es eigentlich sinnvoll, den Strom und die Zeit noch höher anzusetzen, da bei der einfachen Überschlagsrechnung, die ich hier aufgestellt habe eigentlich eine völlige Entladung des Kondensators innerhalb dieser 3 Sekunden zugrundeliegt ( mein Fehler - hab nicht richtig nachgedacht ). Deswegen liegt der korrekte Wert, bei dem ein Spannungsabfall von vielleicht 1 Volt innerhalb dieser Zeit auftritt noch um ein vielfaches höher, so dass vermutlich mindestens ein C von einem Farad nötig sein wird, um die Spannung so lange stabil zu halten.
Ich habe jetzt gerade leider keine Zeit, Dir eine exakte Berechnung zu liefern, aber ich werde das heute abend oder morgen nachholen. Aber stell Dich darauf ein, dass Du einen eigentlich noch viel grösseren Kondensator für Dein Vorhaben brauchst.
Gruss
Jürgen
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