bei meinem verstaerker rauscht und kracht es ordentlich. ich hab - als laie - auf den lautstaerkeregler getippt, kontaktspray gekauft, den knopf abgezogen, bin mit dem spruehnueschel in die luecke zwischen gehaeuse und potistift gegangen und hab mal ordentlich ringsrum gesprueht. grosse freude: das knistern war weg.
bloederweise aber nur fuer zwei stunden, dann war es wieder da, schlimmer als vorher. ich hab den vorgang noch ein paar mal wiederholt, es ist immer dasselbe. ist der regler jetzt ganz im eimer? kann man so ein ding einfach ausbauen und ersetzen? kriegt man die ueberhaupt in der richtigen groesse zu kaufen? was soll ich tun?
hi lemmy,
war bei mir auch schon mal, da war staub im poti…
kannst ja mal versuchen das gehäuse zu öffnen (stecker ziehen) und dann den poti anschauen, ob er sich öffnen läßt (ist meist mit metallösen zugebogen). wenn ja mit alkohol (z.b. spiritus) reinigen und wieder alles zusammenbauen. dann sollte es wieder funktionieren.
das alle solltest du aber nur machen, wenn du es dir zutraust und wenn die anlage nicht zu teuer war…
Uli
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kannst ja mal versuchen das gehäuse zu öffnen (stecker ziehen)
und dann den poti anschauen, ob er sich öffnen läßt (ist meist
mit metallösen zugebogen).
… muss man das ding dazu im allgemeinen ausloeten??
Scheint so, als hätte das Poti seine besten Tage hinter sich. Wenn sich so ein Krachen und Kratzen durch Aussprühen mit Kontaktspray oder Druckluft nicht mehr beheben lässt : Tu Dir selbst nen Gefallen und mach ein neues rein.
Ersatzteile bekommst Du am wahrscheinlichsten unter www.av-tv.de
Das ist einer der wenigen Ersatzteilelieferanten, die auch an Privatkunden und nicht nur an Firmen liefern.
Wenn das Teil nicht ZU ausgefallen ist, müsstest Du es dort unter Angabe der Typs und der Marke des Verstärkers bekommen.
Viel Glück,
Jürgen
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in elektronischen Geräten und gerade in Potis (Pegelsteller, Klangsteller usw.) hat Kontaktspray (Schutzöl) NICHTS zu suchen. Hier darf man nur mit sog. Tunerspray oder mit 100% Alkohol rangehen. Das Kontaktspray läßt den Staub noch besser auf der empfindlichen Widerstandsbahn kleben und dann kratzte es noch besser.
Wenn nach 1x Reinigen mit Tunerspray sich keine Besserung einstellt, sind leider die kontaktzungen der Schleifers ausgeleiert. Da hilft leider nur Tauschen.
bei meinem verstaerker rauscht und kracht es ordentlich. ich
hab - als laie - auf den lautstaerkeregler getippt,
kontaktspray gekauft, den knopf abgezogen, bin mit dem
spruehnueschel in die luecke zwischen gehaeuse und potistift
gegangen und hab mal ordentlich ringsrum gesprueht. grosse
freude: das knistern war weg.
bloederweise aber nur fuer zwei stunden, dann war es wieder
da, schlimmer als vorher. ich hab den vorgang noch ein paar
mal wiederholt, es ist immer dasselbe. ist der regler jetzt
ganz im eimer? kann man so ein ding einfach ausbauen und
ersetzen? kriegt man die ueberhaupt in der richtigen groesse
zu kaufen? was soll ich tun?
Kontaktspray hat leider oft chemisch „aggressive“ Bestandteile, deren gute Eigenschaft die Reinigungsfähigkeit ist, die schlechte hingegen, manche Materialien anzugreifen und zu korrodieren.
Möglicherweise hast du das Poti damit mehr beschädigt als repariert. Vielleicht läßt es sich aber noch mit meinem Mittel retten, nämlich dem „Sprühöl 88“ (Hersteller: Kontaktchemie). Habe damit gerade bei krachenden Potis und Schaltern ausgezeichnete Erfahrungen gemacht: einmal gezielt(!) gesprüht, für Jahre Ruhe!
Wenn es in diesem Fall zu spät ist (kann ich schlecht einschätzen), merk Dir das Zeug vielleicht für künftige Probleme.
habe Deine Frage nochmal durchgelesen und bin auf folgendes „Problem“ gestoßen:
bin mit dem
spruehnueschel in die luecke zwischen gehaeuse und potistift
gegangen und hab mal ordentlich ringsrum gesprueht. grosse
freude: das knistern war weg.
Damit ist für mich unklar, ob Du wirklich in das Potigehäuse gesprüht oder nur das Poti in Sprühnebel gebadet hast - irgendwas scheint aber reingekommen zu sein, sonst hätte sich nichts ändern dürfen.
Für das Sprühöl solltest Du auf alle Fälle versuchen, das Poti freizulegen, d.h. Verstärkergehäuse demontieren, bis Du direkt an das Potigehäuse kommst. Das hat meist irgendwelche Öffnungen, und GENAU DA HINEIN solltest Du einen Schuß Sprühöl geben (das Poti kann ruhig im Treibmittelschaum „ersaufen“), das meinte ich mit „gezielt sprühen“. Anschließend das Poti mindestens 10mal betätigen, damit sich die Suppe drinnen auch gut verteilt. Das Öl schwemmt dann den knisternden Dreck weg und konserviert gleichzeitig das Innenleben des Potis.
Bei verschlissenen Widerstandsbahnen bzw. Schleifern hilft natürlich nur ein neues Poti, das merkst Du daran, daß das Sprühöl nix nutzt oder nur kurze Zeit hilft und die Probleme nach und nach immer schlimmer werden.
Neuere Potigenerationen sind teilweise staubdicht gebaut (meist rechteckige Plastikgehäuse ohne irgendwelche Öffbungen), da ist mit Sprühöl natürlich nix drin.
Auch bei krachenden oder aussetzenden Schaltern sollte man versuchen, duch Öffnungen o.ä. möglichst gezielt in das Schaltergehäuse zu sprühen und anschließend mehrmals alle Stellungen durchschalten.
Nur bei äußerlichem Ansprühen ist nicht viel Wirkung zu erwarten, außer daß das Öl irgendwann unten am Gerät rausläuft und die Stellfläche versaut . . .
Damit ist für mich unklar, ob Du wirklich in das Potigehäuse
gesprüht oder nur das Poti in Sprühnebel gebadet hast
wohl letzteres - ich hab das Ding nach Deiner Nachricht grad auseinandergenommen… ich hatte die ganze Zeit munter eine grosse Metallplatte in Öl gebadet. Beim Poti konnte gar nichts angekommen.
irgendwas scheint aber reingekommen zu sein, sonst hätte sich
nichts ändern dürfen.
Ich schätze (mit wenig Sachverstand und viel Spekulationsfreude) die kurzfristige Besserung kam wohl eher daher, dass ich nach dem Sprühen, den Regler zwanzig Mal hin- und hergedreht hatte.
Für das Sprühöl solltest Du auf alle Fälle versuchen, das Poti
freizulegen, d.h. Verstärkergehäuse demontieren, bis Du direkt
an das Potigehäuse kommst. Das hat meist irgendwelche
Öffnungen, und GENAU DA HINEIN solltest Du einen Schuß Sprühöl
geben
Hab ich gefunden… ein winziges Loch, aber mit viel Mühe kam ich ran.
Nur bei äußerlichem Ansprühen ist nicht viel Wirkung zu
erwarten, außer daß das Öl irgendwann unten am Gerät rausläuft
und die Stellfläche versaut . . .
Jau, hab ich gemerkt… Das Öl war aber noch nicht unten angekommen, sonst hätte es mein Klavier, auf dem der Amp steht, ganz schön versaut!
Naja… jedenfalls: Mein Verstärker funktioniert jetzt seit einer Stunde wieder tadellos, ich bin sehr begeistert und deshalb ein ganz dickes Dankeschön!!
Naja… jedenfalls: Mein Verstärker funktioniert jetzt seit
einer Stunde wieder tadellos, ich bin sehr begeistert und
deshalb ein ganz dickes Dankeschön!!
Hi Lemmy,
nett, daß Du Dich nochmal bedankst (nicht um meinen Bauch gepinselt zu bekommen, sondern um wenigstens hier die allgemein aussterbende Freundlichkeit noch etwas hochzuhalten).
Es feut mich, daß ich Dir anscheinend helfen konnte - sofern das Poti nicht nach ein paar Tagen wieder anfängt zu spinnen.
Wenn ich mir vorstelle, daß Du in wohl 80 % aller Werkstätten nach ein paar Wochen Wartezeit den Verstärker mit einem offenbar unnötigen neuen Poti zurückbekommen und dafür vermutlich kaum unter 100 Märker geblecht hättest, macht es mir nochmal zusätzlich Spaß, daß wenigstens in Deinem Fall (erstmal) nichts aus dieser Abzocke geworden ist.
Noch gemeiner wäre es freilich, für den gleichen Preis in 5 Minuten Arbeit das alte Poti mit einem Schuß „scharfem“ Kontaktspray kurzzeitig fit zu machen, damit es nach ein paar Monaten halb zerfressen wieder anfängt zu spinnen und so ein weiterer Reparaturauftrag abfällt . . .
Hoffentlich lesen das möglichst viele dieser Werkstattgeier!
Es feut mich, daß ich Dir anscheinend helfen konnte - sofern
das Poti nicht nach ein paar Tagen wieder anfängt zu spinnen.
ja, klasse - ich hab jetzt extra mal ne Woche gewartet - aber
das Ding läuft immer noch ohne zu murren!
Echt prima… ich hatte schon damit gerechnet, nen neuen
Verstärker kaufen zu müssen!
Wenn es nach den (mutmaßlichen) Planungen der Entwickler ginge, kommt bei älteren Geräten eben irgendwann die erste eingebaute „Strafe“ dafür zum Vorschein, daß man sich nicht schon längst brav ein neues Gerät gekauft und den Umsatz weiter angekurbelt hat.
Oft helfen einfache Tricks, um sich aus diesen Fallen zu retten - aber die nächsten Gemeinheiten werden wahrscheinlich folgen. Vielleicht erst in ein paar Jahren, aber die sind dann manchmal nicht mehr so leicht zu beheben:
Wacklig gewordene Lötstellen durch tausendfaches Warm - und Kaltwerden (= Betrieb und ausgeschaltete Standzeiten) und die damit verbundenen mechanischen Ausdehnungen bzw. Zusammenziehen; ausgetrocknete Elkos; verschlissene Schalter und Potis; defekte IC’s bzw. Transistoren . . .
Aber wenn man ohne richtig teure Reparaturen „nur“ die dreifache Lebensdauer gegenüber der werksmäßig geplanten erreicht, hat man schon eine Menge Geld gespart.
In diesem Sinne weiterhin viel Spaß beim Musikhören.