Moin Moin,
vielleicht kennt sich ja einer von Euch in diesem Sector aus. Ich suche vernünftige Audio-Relais, die möglichst metallisch gekapselt sind, daher geringes Übersprechen haben, dann eine geringe Verzerrung auch nach vielmaligem Schalten bieten und wenns geht noch eine recht geringe Spulenleistung verbraten. Das ganze soll in einem Vorverstärker zur Signalquellenumschaltung eingesetzt werden, wobei die Platzverhältnisse eine untergeordnete Rolle spielen. Halbleiterrelais oder Analogschalter ala 4066etc. scheiden für mich aus.
Bitte helft mir. Ich bin am verzweifeln.
Danke schonmal.
Tino
Hallo,
für Deinen Anwendungsfall empfehle ich Reedrelais.
(1. Wahl bei Anwendungen mit kleinen und kleinsten Signalen).
Bei der Auswahl der Kontaktwerstoffe sollte Gold oder
Ruthenium gut sein (für kleine Spannungen und Ströme).
Reedrelais gib’s sicher auch bei Conrad oder anderen
Elektronikdistributoren. Ich setzen als hochwertige
Meßbereichsumschalter z.B. Relais von Fa. „Meder“ ein.
Schirmung ist möglich, sollte aber bei Audio nicht nötig
sein, weil die Spule um den Reedkontakt auch schirmende
Wirkung hat (wichtig: gute Masse und sauber geblockte Betriebssp…
Der Spulenstrom sollte bei 5V unter 25mA liegen (Typabhängig).
Gruß Uwi
Moin,
Danke erstmal (auch für die ALU-Lackier-Empfehlung - hat aber nix miteinander zu tun). Ich dachte auch schon an Reedrelais, hatte dann aber Bedenken, das der Spulenstrom, der ja immer fließt, solange das Relais anziehen soll, eine „hörbare“ Spannung auf der Signalleitung induziert (Rauschen, Brummen etc), da die max. Pegel ja bei ca. 1V liegen. Oder kann man bei der von Dir angesprochenen „gute Masse und sauber geblockte Betriebssp…“ zum Schalten der Relais davon ausgehen, das das nich’ passiert?
Am liebsten wären mir ja bistabile R., wie ich sie schon als doppelpolige Netzschalter für meine Endstufen benutze. Nur haben die einen recht hohen Kontaktstrom - sind also für den jetzigen Fall ungeeignet. (Soll doch Semi-HighEnd werden!)
Tino
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Tino,
ich bin zwar kein ausgesprochener Relais-Freak, aber warum setzt Du Dich denn überhaupt diesem Streß aus?
Wenn ich eine Vorstufe bauen wollte, würde ich einfach einen soliden Stufenschalter für die Quellenwahl nehmen und fertig.
Oder willst Du Dir etwa mit einem trendigen Digital-Bedienteil eine Klanggift spuckende HF-Quelle ins Gerät bauen? Dann solltest Du die erstmal in eine 100%ig dichte Abschirmung sperren, bevor Du Dir Gedanken über relaisbedingte Klangverluste machst.
Ist nicht besserwisserisch gemeint, aber ich habe speziell bei CD-Playern einige Erfahrung mit klangkillenden HF-Problemen. Am liebsten würde ich alles Digitale aus meinen Playern rausschmeißen, dann klängen sie wohl am besten. Nur leider bliebe dann kein funktionsfähiges Gerät mehr übrig . . .
Ergo mein Tip, haarscharf an Deiner Frage vorbei: Wenn das Konzept der Vorstufe nicht schon absolut feststeht, baue eine altmodische, meinetwegen mit sauber konzipierten Klangreglern, aber mit Drehknopf-Quellenwahl und ohne digitalen Firlefanz. Den Stufenschalter dicht an die Eingänge setzen und mit einer langen Welle von der Front aus betätigen. Das spart eine Menge Konstruktionsaufwand (saubere Steuerspannungen für die Relais usw. wie Uwi schon schrieb) und bietet meines Wissens klanglich allemal die besten Grundlagen.
Gruß Ulf
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Moin,
Danke erstmal (auch für die ALU-Lackier-Empfehlung - hat aber
nix miteinander zu tun). Ich dachte auch schon an Reedrelais,
hatte dann aber Bedenken, das der Spulenstrom, der ja immer
fließt, solange das Relais anziehen soll, eine „hörbare“
Spannung auf der Signalleitung induziert (Rauschen, Brummen
etc), da die max. Pegel ja bei ca. 1V liegen.
1V max. Spannung ist ja wie Kraftwerk zur Versorgung einer
Puppenstube!
Da hab ich mir bei einem Photoverstärker um die Relais Sorgen gemacht, bei dem die Spannungen im Microvoltbereich
und die Ströme im nA-Bereich liegen. Hab aber keine Probleme
mit den Relais bekommen. Habe auch auf die Schirmung der
Relais verzichtet. Die paar pF Koppelkapazität machen sicher
bei HF-Anwendungen was aus, aber kaum bei 50 oder 100Hz.
Ich denke, die Probleme in der Audiotechnik zeigen sich an
ganz anderen Stellen.
Oder kann man
bei der von Dir angesprochenen „gute Masse und sauber
geblockte Betriebssp…“ zum Schalten der Relais davon
ausgehen, das das nich’ passiert?
Wenn überhaupt, kann man höchstens den Ein/Ausschaltstromstoß
der Relais hören. Da hilft evtl. schön langsam einschalten
-> Tiefpas in Steuerleitung
Am liebsten wären mir ja bistabile R., wie ich sie schon als
doppelpolige Netzschalter für meine Endstufen benutze.
Ich nehme lieber Relais mit 12V oder 24V Spulenspannung als
5V. Da braucht man nicht viel Strom (bei 12V ca. 8mA).
Man kann ja auch Relais mit möglichst geringem Leistungs-
verbrauch aussuchen.
Nur
haben die einen recht hohen Kontaktstrom - sind also für den
jetzigen Fall ungeeignet. (Soll doch Semi-HighEnd werden!)
Tino
Na dann, viel Erfolg beim Bastel.
Gruß Uwi
Moin,
1V max. Spannung ist ja wie Kraftwerk zur Versorgung einer
Puppenstube!
Nun ja, die 1V erreiche ich auch nur im Tiefstonbereich. Im Hochtonberreich sind’s auch hier nur Milli-Microvolt
Da hab ich mir bei einem Photoverstärker um die Relais Sorgen
gemacht, bei dem die Spannungen im Microvoltbereich
und die Ströme im nA-Bereich liegen. Hab aber keine Probleme
mit den Relais bekommen. Habe auch auf die Schirmung der
Relais verzichtet. Die paar pF Koppelkapazität machen sicher
bei HF-Anwendungen was aus, aber kaum bei 50 oder 100Hz.Ich denke, die Probleme in der Audiotechnik zeigen sich an
ganz anderen Stellen.
Wo?
Wenn überhaupt, kann man höchstens den Ein/Ausschaltstromstoß
der Relais hören.
Das möchte ich ja auch nicht!
Da hilft evtl. schön langsam einschalten
-> Tiefpas in Steuerleitung
Ich nehme lieber Relais mit 12V oder 24V Spulenspannung als
5V. Da braucht man nicht viel Strom (bei 12V ca. 8mA).
Man kann ja auch Relais mit möglichst geringem Leistungs-
verbrauch aussuchen.Na dann, viel Erfolg beim Bastel.
Gruß Uwi
Ich habe mal bei Meder auf der HP gesucht und bistabile und auch Kleinstsignalrelais gefunden. Werde mich mal an einen Distributor wenden (Bürklin).
Danke
Hallo Tino,
ich bin zwar kein ausgesprochener Relais-Freak, aber warum
setzt Du Dich denn überhaupt diesem Streß aus?
nun ja…
Wenn ich eine Vorstufe bauen wollte, würde ich einfach einen
soliden Stufenschalter für die Quellenwahl nehmen und fertig.
Oder willst Du Dir etwa mit einem trendigen Digital-Bedienteil
eine Klanggift spuckende HF-Quelle ins Gerät bauen?
Ja. Allerdings selbst entworfen, mit FB.
Dann solltest Du die erstmal in eine 100%ig dichte Abschirmung
sperren, bevor Du Dir Gedanken über relaisbedingte
Klangverluste machst.
Eine 100%ige HF-Schirmung gibt’s nicht, nur eine starke Dämpfung. Außerdem wirken schon allein die Speaker als sehr effektiver Filter - was nicht heißen soll, das ich meine Speaker mit HF füttern möchte. Das Prob einer sauberen Schirmung ist nicht so groß. Es ist „nur“ ein erhöhter Gehäuse- und Materialaufwand und eine saubere Trennung der Versorgungsspannungen.
Wie schon, oder vielleicht auch noch nicht, erwähnt, lege ich viel Wert auf Übersprechdämpfung LR und zw. den Kanälen. Dazu kommt noch der Wunsch einer geringen Signalbeeinflussung, bzw deren Änderung, im Laufe des Vorverstärkerlebens. Das ist mit offenen Kontakten nicht zu erreichen.
Ist nicht besserwisserisch gemeint, aber ich habe speziell bei
CD-Playern einige Erfahrung mit klangkillenden HF-Problemen.
Welcher Art?
Am liebsten würde ich alles Digitale aus meinen Playern
rausschmeißen, dann klängen sie wohl am besten. Nur leider
bliebe dann kein funktionsfähiges Gerät mehr übrig . . .
Plattenspieler!
Ergo mein Tip, haarscharf an Deiner Frage vorbei: Wenn das
Konzept der Vorstufe nicht schon absolut feststeht, baue eine
altmodische, meinetwegen mit sauber konzipierten Klangreglern,
… na toll…
aber mit Drehknopf-Quellenwahl und ohne digitalen Firlefanz.
Den Stufenschalter dicht an die Eingänge setzen
das ist ok!
und mit einer
langen Welle von der Front aus betätigen. Das spart eine Menge
Konstruktionsaufwand (saubere Steuerspannungen für die Relais
usw. wie Uwi schon schrieb) und bietet meines Wissens
klanglich allemal die besten Grundlagen.Gruß Ulf
Tino
Hallo Tino,
ich bin zwar kein ausgesprochener Relais-Freak, aber warum
setzt Du Dich denn überhaupt diesem Streß aus?nun ja…
Wenn ich eine Vorstufe bauen wollte, würde ich einfach einen
soliden Stufenschalter für die Quellenwahl nehmen und fertig.
Oder willst Du Dir etwa mit einem trendigen Digital-Bedienteil
eine Klanggift spuckende HF-Quelle ins Gerät bauen?Ja. Allerdings selbst entworfen, mit FB.
Dann solltest Du die erstmal in eine 100%ig dichte Abschirmung
sperren, bevor Du Dir Gedanken über relaisbedingte
Klangverluste machst.Eine 100%ige HF-Schirmung gibt’s nicht, nur eine starke
Dämpfung.
Jau, recht haste. Ich meinte damit, daß da praktisch kein Aufwand zuviel ist.
Außerdem wirken schon allein die Speaker als sehr
effektiver Filter - was nicht heißen soll, das ich meine
Speaker mit HF füttern möchte.
Das nutzt nach meiner Erfahrung mit CD-Playern nicht viel.
Das Prob einer sauberen
Schirmung ist nicht so groß. Es ist „nur“ ein erhöhter
Gehäuse- und Materialaufwand und eine saubere Trennung der
Versorgungsspannungen.
Wie schon, oder vielleicht auch noch nicht, erwähnt, lege ich
viel Wert auf Übersprechdämpfung LR und zw. den
Kanälen. Dazu kommt noch der Wunsch einer geringen
Signalbeeinflussung, bzw deren Änderung, im Laufe des
Vorverstärkerlebens. Das ist mit offenen Kontakten nicht zu
erreichen.
„Ah, ein Meßwertemensch“ würde vielleicht der Milka-Opa sagen.
Hast Du schon mal eine wirklich gute Vinylwiedergabe erlebt(!) und dann über die gleiche Kette möglichst das gleiche Stück auf CD „abstürzen“ gehört? Und Dich anschließend gefragt, wie sowas möglich sein kann, wo doch die Meßwerte von Vinyl (Kanaltrennung, Störabstand, Amplitudenfrequenzgang), gegenüber Digital wie Steinzeit aussehen? Für mich sind Meßwerte seitdem nur noch ein relativ unwichtiges Randthema.
Wenn offene Kontakte mit der Zeit verdrecken, hier auch für Dich mein „Geheimtip“: die Schalter mit Sprühöl 88 (oder ähnlichem) ersäufen und mindestens 20 mal durchschalten. Klingt wie neu - für mich jedenfalls.
Ist nicht besserwisserisch gemeint, aber ich habe speziell bei
CD-Playern einige Erfahrung mit klangkillenden HF-Problemen.Welcher Art?
Offenbares Einsickern von HF-Müll aus dem Digitalteil in den Laufwerksbereich und in die Analogstufen. Nachdem ich die „klassischen“ Wege (=Einstreuung und Versorgungsleitungen) durch Abschirmhauben und fast eimerweise Drosseln bzw. LC-Filter in den Versorgungsadern „abgedichtet“ hatte, waren die Player klanglich fast nicht wiederzuerkennen.
Da es aber wie Du richtig sagst keine 100%ige Ausblendung gibt, kommt immer noch HF-Müll dahin, wo er nicht hin soll. Am besten wäre daher, auf alles entbehrliche Digitale zu verzichten --> Problem vermeiden statt sich damit rumplagen!
Am liebsten würde ich alles Digitale aus meinen Playern
rausschmeißen, dann klängen sie wohl am besten. Nur leider
bliebe dann kein funktionsfähiges Gerät mehr übrig . . .Plattenspieler!
Jau, den nehme ich immer noch als Referenz in Sachen Lebendigkeit.
Ergo mein Tip, haarscharf an Deiner Frage vorbei: Wenn das
Konzept der Vorstufe nicht schon absolut feststeht, baue eine
altmodische, meinetwegen mit sauber konzipierten Klangreglern,… na toll…
Klangregler müssen ja nicht sein, aber die machen für mich musikalisch oft weniger kaputt als der Digitalismus.
aber mit Drehknopf-Quellenwahl und ohne digitalen Firlefanz.
Den Stufenschalter dicht an die Eingänge setzendas ist ok!
und mit einer
langen Welle von der Front aus betätigen. Das spart eine Menge
Konstruktionsaufwand (saubere Steuerspannungen für die Relais
usw. wie Uwi schon schrieb) und bietet meines Wissens
klanglich allemal die besten Grundlagen.
Gruß Ulf