Existenzgründung ganz klein ;-)

Von: , Frage gestellt am Mi, 26. Jan 2000

Moin Moin

Bitte erzähle mir mal einer, was ich wo als erstes machen muss, damit ich grundsätzlich meine kleine Existenz aufbauen kann.

Infos:

1. Übe Hauptberuf aus,
2. gehe nebenbei zur Schule. (Abi)
3. möchte zusätzlich Auftragsarbeiten (kreativer Bereich) ausführen!

Gewerbeschein?...wo wie wan??...bitte heeeelft ;-)

MfG Peter Merbitz

14 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde hilfreich
    Re: Existenzgründung ganz klein ;-)

    Hi Peter

    vorab: die Infos hier können (und wollen) keine Existenzgründungsberatung ersetzen - also sicherheitshalber zur IHK oder mal ein Seminar "Existenzgründung" bei der VHS oder so besuchen!

    Sofern Du nicht ausschließlich "beratend" tätig bist, sondern tatsächlich ein Gewerbe betreibst, MUSST Du VORHER zu Deiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung und dort das Gewerbe anmelden - kostet ca. DM 50,-. Das wars!

    Dann bekommst Du automatisch Post von Deinem Finanzamt: die wollen Dich als Mitglied in ihrem Verein. Den Fragebogen würde ich nur mit einem absolut Steuerkundigen ausfüllen, sonst kannst Du heftige Überraschungen erleben. Die zuständige Berufsgenossenschaft wird sich ebenso wie die zuständige IHK vertrauensvoll an Dich wenden - richtig, es geht um (Dein) Geld!

    Überlegen solltest Du noch, ob Du Dich gegen Pannen versicherst - U. U. macht Dich ein Auftraggeber haftbar oder Du beschädigst was oder jemand durch Deine Arbeit.

    Ansonsten: alle Belege im Zusammenhang mit Deinem Gewerbe sammeln, aufbewahren und schön Einnahme-/Überschußrechnung machen (das wollen die vom FA so).

    Viel Erfolg


    P. S.: Laß´ Dich nicht von all den Hürden "erschlagen", geh´ Deinen Weg, aber versuch durch vorherige Information das Risiko so gering wie möglich zu halten.

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      DAs ist eben das Problem

      Hallo, vorab: die Infos hier können (und wollen)
      keine Existenzgründungsberatung ersetzen
      - also sicherheitshalber zur IHK oder mal
      ein Seminar "Existenzgründung" bei der
      VHS oder so besuchen!
      Das ist eben das Problem, das man als kleiner Selbstständiger, Freiberufler, etc. wirklich ganz alleine dasteht. Bei der IHK wie auch bei den Existenzgründerseminaren wird immer von Bankkrediten, Fuhrpark, GMBH's, etc. geredet, also wenn man eben wirklich das ganze groß aufziehen will. Der Steuerberater ist auch unterfordert und das Finanzamt sagt (gehen Sie zum Steuerberater ...".
      In den Existenzgründerbüchern steht auch immer nur ca. eine Seite etwas über Freiberufler oder uns sog. Kleinstgewerbetreibende, also wohin ? Sofern Du nicht ausschließlich "beratend"
      tätig bist, sondern tatsächlich ein
      Gewerbe betreibst, MUSST Du VORHER zu
      Deiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung und
      dort das Gewerbe anmelden - kostet ca. DM
      50,-. Das wars!
      Fast, wenn man das als Freiberufler machen kann, also einen sog. Katalogberuf ausübt, der Beratend, Künstlerisch oder Heilberuflich ist, dann stimmts genau ;-)
      Gestalterische Arbeiten fallen oft darunter. Genaues am besten kurz bei einem Steuerberater nachfragen.

      Gruß
      H.Heigl

      • Antwort von nach 4 Tagen hilfreich
        Re: DAs ist eben das Problem

        Hallo H.,

        ich glaube, dass Du in Bezug auf Informationen für Kleinstgewerbe Recht hast: das können und wollen E-gründungsseminare auch in der Regel nicht vermitteln. Vermutlich wirst Du einen Unternehmensberater odgl. engagieren müssen, der Dich dann individuelle für Deine Plnungen berät.

        • Antwort von nach 9 Tagen hilfreich
          Unternehmensberater?

          Hallo, ich glaube, dass Du in Bezug auf
          Informationen für Kleinstgewerbe Recht
          hast: das können und wollen
          E-gründungsseminare auch in der Regel
          nicht vermitteln. Vermutlich wirst Du
          einen Unternehmensberater odgl.
          engagieren müssen, der Dich dann
          individuelle für Deine Plnungen berät.
          Du willst also sagen, das jemand, der als wie es so schön heißt KLEINSTgewerbetreibender eben auch nur sehr geringe Umsätze macht einen Unternehmensberater für mehrere hundert oder sogar tausend Mark engagieren soll, damit ich einfache Antworten erhalte, die EIGENTLICH das Finanzamt, die IHK oder der Steuerberater aus dem Ärmel schütteln kann aber dies nicht tun, da es anscheinend zu mickrig ist ???


          Gruß
          H.Heigl

          • Antwort von nach 9 Tagen hilfreich
            Re: Unternehmensberater?

            jetzt muß ich mal WErbung für meinen (Neben-) Job machen. Die Unternehmensberatung eines Existenzgründers ist teilweise unumgänglich, denn die Banken spenden nur dann Geld, wenn ein tragfähiges Konzept vorliegt und dies machen idR die Unternehmensberater. Bei mir sind bis zu 90 % aller Kandidaten rausgeflogen, weil der Traum vom Porsche überwältigend war - wo das Geld herkommen soll, war (fast) Nebensache. In den Kursen habe ich teilweise ebenfalls unausgegorene Konzepte und Einstellungen erlebt. Ich rede hier auch nicht dumm daher, denn ich bin selbst mal Angestellter gewesen und habe dann mal den Schritt in die Selbständigkeit genommen. Wenn ich nicht vorher mir selbst einige Kenntnisse erworben hätte, die man auch als Abteilungsleiter in einem Konzern nicht erfährt, ist man aufgeschmissen. Im Übrigen, Existenzgründerberatung wird idR vom Staat bezuschußt, sodaß die finanzielle Belastung nicht so hoch ist. Und noch etwas, wenn man sich selbständig macht, über 3 - 5 TDM mault, die der UB bekommen soll, dann kann man gleich einen Freifahrtsschein zum Konkursrichter buchen. Meine Kollegen und ich haben, wenn sie seriös arbeiten, soviele Tips drauf, die locker mehr wert sind als das Honorar! [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 9 Tagen hilfreich
              Re^2: Unternehmensberater?

              Hallo Klaus,

              prinzipiell hast Du recht, es ist manchmal schon erschreckend, mit wie wenig Wissen Existenzgründer manchmal an den Start gehen.

              Von einem Existenzgründer erwarte ich aber, dass er strukturiert vorgehen kann, denn sonst kann er es gleich bleiben lassen (von der Gründung direkt in die Pleite).

              Daher erwarte ich von einem Existenzgründer auch, dass er sich vorher informiert, was in Zeiten von Internet & Co wohl ziemlich einfach ist. Recht schnell wird man dabei auf Hinweise zu Business-Plänen kommen und jeder, der mitdenkt wird beim Durchlesen sehr schnell merken, welche Info's usw. ihm fehlen.

              Fragen zu Spezialthemen kann man dann entweder an Leute stellen, die bereits eine Existenzgründung (erfolgreich natürlich) hinter sich gebracht hatten und nur bei ganz speziellen Themen würde ich einen Unternehmensberater einschalten. Aber niemals bei einem Kleinstgewerbe, sofern man nicht davon als einzigste Einnnahmequelle leben will (aber dann ist es auch kein Kleinstgewerbe mehr...)

              Natürlich hat ein Unternehmensberater sehr viele Tipps drauf. Aber nur Idealisten (siehe Posting weiter oben) geben die auch (finanziell tragbar) weiter. Den meisten geht's doch nur ums eigene Geld (sprich: Honorar), denn schließlich müssen sie auch davon leben können !

              Grüsse

              Sven

            • Antwort von nach 10 Tagen hilfreich
              geht etwas zu weit ;-)

              Hallo Klaus,
              Hallo Sven,

              es ging aber ursprünglich glaube ich um KLEINSTgewerbetreibende bzw. Freiberufler!
              DAFÜR hilft nach meinen Erfahrungen eben nicht Finazamt, Internet, etc. und Unternehmensberatung, Bankberater, etc. sind nun mal für diese sagen wir mal Zielgruppe wirklich etwas zu viel. Also noch einmal die Frage: wo bekommt man als Freiberufler/Francise/KLEINSTgewerbetreibender (mit oder ohne Gewerbeschein sei mal dahingestellt ...) Informationen? prinzipiell hast Du recht, es ist
              manchmal schon erschreckend, mit wie
              wenig Wissen Existenzgründer manchmal an
              den Start gehen.
              Wir reden glaube ich auch hier eben NICHT vom typischen Existenzgründer, der ein Büro, Auto, Kapital, etc. benötigt!


              Gruß
              H.Heigl

            • Antwort von nach 10 Tagen hilfreich
              Re: geht etwas zu weit ;-)

              Hallo, es ging aber ursprünglich glaube ich um
              KLEINSTgewerbetreibende bzw.
              Freiberufler!
              Ich würde aber sagen, dass auch für Freiberufler bzw. Kleinstgewerbetreibende grundsätzlich das Gleiche gilt wie für andere Einzelunternehmer. Natürlich hält sich die finanzielle Investition eher in Grenzen (dennoch muß evtl. Material vorfinanziert werden ?) und die Existenzbedrohung ist auch nicht so groß (wenn man nicht zufällig davon leben muß !). DAFÜR hilft nach meinen Erfahrungen eben
              nicht Finazamt, Internet, etc. und
              Unternehmensberatung, Bankberater, etc.
              Also, dass man nicht unbedingt einen Unternehmensberater braucht, habe ich weiter oben schon geschrieben. Und Internet ist nun mal eine sehr gute Informationsquelle. sind nun mal für diese sagen wir mal
              Zielgruppe wirklich etwas zu viel. Also
              noch einmal die Frage: wo bekommt man als
              Freiberufler/Francise/KLEINSTgewerbetreibender
              (mit oder ohne Gewerbeschein sei mal
              dahingestellt ...) Informationen?
              Wo klemmt denn der Schuh eigentlich ???
              Übrigens: Patentrezepte gibt's nicht !!

              Da fällt mir noch ein: Bei der Handwerkskammer gibt es eine Broschüre (kostenlos natürlich) mit Namen "Existenzgründung im Nebenberuf". Ist es vielleicht das, was Ihr sucht ? Wir reden glaube ich auch hier eben NICHT
              vom typischen Existenzgründer, der ein
              Büro, Auto, Kapital, etc. benötigt!
              Na, wenn man Büro, Auto und Kapital (wobei ich nicht mal glaube, dass es ganz ohne Kapital geht) mal weglässt, dann gelten für alle anderen Dinge die gleichen Regeln (Ausnahme evtl. MwSt. und Steuerrecht).

              Ich glaube das Problem ist, dass Kleinstgewerbetreibende oftmals meinen: "Hilfe, klingt das aufwendig, ich will aber doch nur ein KLEINSTgewerbe anfangen".

              Genau da ist aber der Haken !!! Denn rein rechtlich z.B. gelten für KLEINST-Unternehmer die gleichen Regeln, sie sind nur steuerlich etwas besser dran, vor allem dann wenn sie unter ca. 14.000 DM (Grenze weiss ich jetzt auch nicht auswendig) Gewinn (inkl. Einkommen als Angestellter) bleiben, denn dann entfällt die Steuer.

              wäre jetzt übrigens mal interessant von Peter zu hören, mit welchen Teilgebieten er Probleme hat.

              Grüsse

              Sven

              P.S.: unter www.focus.de ist 'ne ganze Menge zum Thema gesehen. Ansonsten gibt's noch www.gruenderstadt.de usw.

  2. Antwort von nach 5 Tagen hilfreich
    Re: Existenzgründung ganz klein ;-)

    Einfach:
    1. Rechnen: Soll und Haben
    2. Ziel verfolgen
    3. Andere überzeugen.
    Dir rate ich: mach zuerst einen guten schulischen Abschluß!
    Mfg heinz



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