Wie wird man Biobauer?
(Autor: ѕ u n o f s u n 5 8, 10.1.2009 07:25 Uhr)
Guten Tag!
Bekommt man eine finanzielle Unterstuetzung vom Staat, wenn
man im EU Raum Biobauer werden moechte?
Habe keine Erfahrung als Bauer, habe versucht, im Internet Informationen zu sammeln, aber nicht die passenden gefunden.
Koennte vielleicht jemand mir eine gute Homepage empfehlen?
Vielen Dank!
Bekommt man eine finanzielle Unterstuetzung vom Staat, wenn
man im EU Raum Biobauer werden moechte?
Habe keine Erfahrung als Bauer, habe versucht, im Internet Informationen zu sammeln, aber nicht die passenden gefunden.
Koennte vielleicht jemand mir eine gute Homepage empfehlen?
Vielen Dank!
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Re: Wie wird man Biobauer?
(Autor: M а r t і n M a y, 10.1.2009 09:23 Uhr)
Servus,
Um dann später in der Lage zu sein, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen, gibts die Wege "Meister" und "Staatlich Geprüfter Landwirt".
Für Leute, die nicht in der Landwirtschaft zu Hause sind, bringt ein Studium für die praktische Ausübung des Berufes eher wenig.
Und während der beschriebenen Zeit gilt es noch ein ordentliches Finanzpolster anzulegen (obwohl das vom Lohn eines Betriebshelfers kaum geht): Wenn überhaupt ein geeigneter Betrieb zur Pacht gefunden werden kann, wird es sicherlich ein konventionell bewirtschafteter sein. Und am Anfang der Umstellung stehen immer ca. drei Jahre, die bei "Biobauern" das "Tal der Tränen" heißen - das will finanziell überstanden sein.
Fazit: Wie man einen Pflug gradaus den Acker hinunterbringt, steht nicht im Internet. Und wann man das sinnvollerweise tut, lernt man nicht von heut auf morgen.
Schöne Grüße
MM
Bekommt man eine finanzielle Unterstuetzung vom Staat, wenn
man im EU Raum Biobauer werden moechte?
Nein, warum?man im EU Raum Biobauer werden moechte?
Habe keine Erfahrung als Bauer,
An die dreijährige (auf Antrag in bestimmten Fällen verkürzte) Ausbildung zum Landwirtschaftsgehilfen, für Berufsfremde sinnvoll auf mehreren verschiedenen Betrieben, muss man, wenn man selbständig ernsthaft Landwirtschaft betreiben will, einige Jahre Berufspraxis anschließen (z.B. als Betriebshelfer; angestellte LaWi-Gehilfen gibt es allenfalls in MeckPomm, Brandenburg, eventuell Sachsen noch in nennenswerter Zahl - die Jobs dort sind aber alle schon vergeben).Um dann später in der Lage zu sein, einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen, gibts die Wege "Meister" und "Staatlich Geprüfter Landwirt".
Für Leute, die nicht in der Landwirtschaft zu Hause sind, bringt ein Studium für die praktische Ausübung des Berufes eher wenig.
Und während der beschriebenen Zeit gilt es noch ein ordentliches Finanzpolster anzulegen (obwohl das vom Lohn eines Betriebshelfers kaum geht): Wenn überhaupt ein geeigneter Betrieb zur Pacht gefunden werden kann, wird es sicherlich ein konventionell bewirtschafteter sein. Und am Anfang der Umstellung stehen immer ca. drei Jahre, die bei "Biobauern" das "Tal der Tränen" heißen - das will finanziell überstanden sein.
Fazit: Wie man einen Pflug gradaus den Acker hinunterbringt, steht nicht im Internet. Und wann man das sinnvollerweise tut, lernt man nicht von heut auf morgen.
Schöne Grüße
MM
Re^2: Wie wird man Biobauer?
(Autor: ѕ u n ο f ѕ u n 5 8, 10.1.2009 15:53 Uhr)
Herzlichen Dank fuer Ihre Antwort!
Habe vor langer Zeit in Erdkunde von Subventionen gelernt,
daher dachte ich, Bauern wuerden vom Staat unterstuetzt.
Wenn man nich gerade als Sohn bzw. Tochter eines Bauer
gebohren wurde, scheint es ein steiniger Weg zu sein.
Durch Ihre Atwort habe ich eine konkrete
Vorstellung bekommen.
Abermals vielen Dank!
Habe vor langer Zeit in Erdkunde von Subventionen gelernt,
daher dachte ich, Bauern wuerden vom Staat unterstuetzt.
Wenn man nich gerade als Sohn bzw. Tochter eines Bauer
gebohren wurde, scheint es ein steiniger Weg zu sein.
Durch Ihre Atwort habe ich eine konkrete
Vorstellung bekommen.
Abermals vielen Dank!
Re^3: Wie wird man Biobauer?
(Autor: M a r t i n M а y, 10.1.2009 21:27 Uhr)
Servus,
die Agrarsubventionen in der EU sind stark auf dem Rückmarsch (wie z.B. jüngst auf dem Milchmarkt zu erleben war), aber es gibt sie schon noch. Sehr viele Subventionsmaßnahmen wurden zurückgeführt oder eingestellt, derzeit gibt es in der Hauptsache noch sog. Betriebsprämien - je nach Bundesland ca. 250 - 350 €/ha und Jahr. Als Landwirt wird man das subjektiv aber eher als einen "gerechten" Ausgleich für die stark zurückgegangenen Erzeugerpreise wahrnehmen, die sich schrittweise in Richtung Weltmarktniveau bewegen.
Derzeit bewegen sich die Agrarsubventionen in der EU insgesamt bei der Größenordnung von sechs Milliarden €/Jahr.
Für die Gründung eines landwirtschaftlichen Betriebes gibts nix, für die Stillegung allerdings auch nichts mehr.
Schöne Grüße
MM
die Agrarsubventionen in der EU sind stark auf dem Rückmarsch (wie z.B. jüngst auf dem Milchmarkt zu erleben war), aber es gibt sie schon noch. Sehr viele Subventionsmaßnahmen wurden zurückgeführt oder eingestellt, derzeit gibt es in der Hauptsache noch sog. Betriebsprämien - je nach Bundesland ca. 250 - 350 €/ha und Jahr. Als Landwirt wird man das subjektiv aber eher als einen "gerechten" Ausgleich für die stark zurückgegangenen Erzeugerpreise wahrnehmen, die sich schrittweise in Richtung Weltmarktniveau bewegen.
Derzeit bewegen sich die Agrarsubventionen in der EU insgesamt bei der Größenordnung von sechs Milliarden €/Jahr.
Für die Gründung eines landwirtschaftlichen Betriebes gibts nix, für die Stillegung allerdings auch nichts mehr.
Schöne Grüße
MM
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