Also zugegeben, hellsehen kann ich noch nicht.
Um nur einige deiner Formulierungen aufzugreifen:
"Student" ... selbständig als "Piercer" ....
Warum verwendest Du nicht die weibliche Form? So entstand das
beim Lesen das Bild: männlicher Student, Freundin schwanger,
ab März arbeitslos, schmeißt sein Studium weg für ungewisse Zukunft usw. usw.
So, wie Du es in deinem letzten Beitrag aufgeklärt hast, sieht die
Sache anders aus.
Du schreibst: "Existenz gründen"
Unter einer Existenz wird allgemein verstanden, dass man davon Leben
kann und es sich nicht um einen Geringverdiener-Job oder eine Aushilfstätigkeit handelt, wie das, was Du jetzt anstrebst.
Momentaner Verdienst im Tattoostudio wäre erstmal nichts
bis 300 Euro monatlich, je nach Anlaufzeit.
Verdienst, Gewinn oder Umsatz? Netto oder brutto?
nur 1-2 mal die Woche ausgeübt
In der restlichen Zeit ist der Laden geschlossen?
Oder gibt es Personal?
Wenn nicht, wer vertritt Dich im Krankheitsfall?
Wenn Du mit 1-2 mal in der Woche die Arbeit "am Kunden" meinst,
wer kümmert sich um die restlichen Arbeiten?
während der Schwangerschaft, sowie auch im ersten
Erziehungsjahr die Tätigkeit
Und danach? Was geschieht dann mit dem Geschäft?
Der Besitzer des Tattoo Studios möchte nicht anstellen,
sondern dass es auf selbständiger Basis läuft.
Kann ich aus seiner Sicht verstehen.
"auf selbständiger Basis" heißt das, er will dir den Laden verkaufen? Wenn ja, was genau erhälst Du für den Preis?
Hat er trotzdem noch irgendwie "die Finger" mit drin?
Irgendein Mitspracherecht? Würdest Du auf selbständiger Basis
für ihn arbeiten?
Beim letzteren gäbe es Ärger wegen Scheinselbständigkeit.
Bleibt der jetzige Inhaber in der Branche?
Ist das zu übernehmende Geschäft am gleichen Ort wie das Geschäft
des jetzigen Inhabers?
Dann wird es schwer, die Stammkunden zu halten.
Obwohl Du versucht hast, mich zu beleidigen, habe ich Dir geantwortet. Ich muss wohl neben meiner helfenden auch noch
eine masochistische Ader haben ;-) / ;-(
Ich habe in beinahe 25 Jahren viele Gründungswillige wie Dich
beraten und während ihres ersten Geschäftsjahres begleitet.
Ebenso vielen habe ich angesichts ihrer Geschäftsidee und
geringen finanziellen, fachlichem und unernehmerischen Hintergrundes
dringend abgeraten und statt dessen einen 400 Euro-Job empfohlen,
wenn die Zeit für eine Vollbeschäftigung nicht vorhanden war.
Gerne lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen. Leider führte bei
denen, die es trotzdem versuchten, es in finanzielle wie auch menschliche Katastrophen.
Trotzdem: Alles Gute. Vielleicht (und hoffentlich) bist Du die
Ausnahme.