Hallo Marco,
WARNUNG !
Es gibt eine sogenannte Repeaterregel. Für normale Ethernet-Hubs (10BaseT) besagt diese Regel, daß maximal 4 Hubs hintereinander liegen dürfen.
Dabei gilt eine maximale Länge von 100 m pro Verbindung mit einem UTP-Kabel, 185 m mit dünnen Koax-Kabel oder 2000 m mit einem LWL-Kabel.
Die Gesamtlänge darf aber 3000 m nicht überschreiten
Bei Fast-Ethernet verkürzen sich diese Abstände dramatisch.
Es gilt immernoch eine maximale Länge von 100 m pro Verbindung mit einem UTP-Kabel, aber nur noch ca. 165 m mit einem LWL-Kabel.
Wenn man einen Fast-Ethernet-Hub der Klasse 1 verwendet darf man in einem Segment NUR EINEN HUB verwenden.
Man darf zwar 2 Fast-Ethernet-Hubs der Klasse 2 in einem Segment verwenden, aber die Gesamtlänge des Segmentes darf 205 m nicht überschreiten. Im Vergleich zum Class 1-Hub sind das gerade mal 5 m mehr.
Die Repeaterregel ist kein Strafgesetz, aber sobald diese Regel gebrochen wird, kann niemand mehr dafür garantieren, daß das Netzwerk jederzeit funktioniert.
Dies wirkt sich so aus;
bei wenig Rechnern und gelegentlichen Datenverbindungen funktioniert das meiste, wenn mehr Rechner oder Datenverkehr dazukommt wird das Netzwerk langsam bis nichts mehr geht. Manche Verbindungen laufen vom Anfang an nicht.
Lösung:
1.) Manche Hubs sind stackbar, d.h. sie haben einen besonderen herstellereigenen Anschluß mit speziellen Kabeln.
Hubs die so miteinander verbunden werden bilden einen logischen Repeater und werden wie ein einzelner Hub gezählt.
2.) Der Hub hat eine Uplinkport mit Switchingfunktion (z.B. 3Com Dual Speed Hub 500). Hinter diesem Port liegt ein neues Segment. Ein normaler Port eines Hubs wird mit einem solchen Uplinkport verbunden.
3.) Die Hubs werden sternförmig mit einem Switch verbunden. Eine Standardlösung für mittelgroße Netze, die 100Mbit zu einen günstigen Preis haben wollen.
4.) Falls die Hubs keine reinen 100Mbit-Hubs sind, sondern 10/100-Hubs wird die Sache noch eine Spur komplizierter.
Eine sichere Möglichkeit wäre hier zentral einen 10Mbit aufzustellen und die 10/100-Hubs sternförmig anzuschließen.
Damit gilt die Repeater-Regel für 10Mbit. Die Problem und der Performancevorteil, den die 100Mbit bringen sollen, sind damit beseitigt.
- Wenn es sich bei dem Uplinkport um einen Port handelt, den man von gekreuzt auf gerade stellen kann, liegt der Verdacht nahe, daß es sich vielleicht doch nur 10Mbit-Hubs handelt.
Dann verbindet man den normalen Port eines beliebigen Hubs mit den Uplink-Port eines anderen Hubs. Wenn kein Uplinkport vorhanden ist, nimmt man einfach ein gkreuztes Kabel oder bastelt sich eines.
Bei der Verbindung von Ethernet-Hubs gibt es abgesehen von der Repeaterregel und den Längenbeschränkungen nichts weiter zu beachten.
Vielleicht könntest du mir einfach mal den Hub-Typ (Hersteller, Modell) nennen. Dann könnte ich genaueres sagen.
Übrigens; wer verkauft 5 Hubs und erzählt seinem Kunden nichts über die Repeater-Regel?
Gruß
Carlos
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