Wlan-richtantenne

hallo!
also ich möchte gern ne w-lan verbindung zu meiner uni herstellen. jedoch hab ich keinen blassen schimmer was wireless angeht. kann mir jemand sagen was ich dazu so brauche.
also entfernung ca. 1 km, und nix im weg.
gruß michi

hallo,

also ich möchte gern ne w-lan verbindung zu meiner uni
herstellen. jedoch hab ich keinen blassen schimmer was
wireless angeht. kann mir jemand sagen was ich dazu so
brauche.
also entfernung ca. 1 km, und nix im weg.

Brauchen würde man zwei äusserst hohe Sende/Empfangsmasten an denen eine WLAN Antenne angebracht würde. Es gilt auch hier wie überall: Es muss eine freie Sichtverbindung bestehen was bei einem Km schon eng werden wird! Es dürften keine Bäume, Sendemasten, Häuser, etc. dazwischen sein!
Dann geht man zur RegTP und meldet diese Anlage an, weil diese Grundstücksüberschreitend ist. Dann noch genau ausrichten und dann funzt das :wink:

Gruß
h.

danke soweit, aber wie gesagt, sichtverbindung steht einwandfrei (uni ist auf nem berg). aber was brauch ich so für komponenten. pci-karte? wenn ja welche?
kann man da auch andere antennen einstecken ausser diese stummelantennen die im normalfall immer gleich drann sind? ist ein langes kabel zwischen pc und antenne schlecht (verlust)? gibt es andere externe möglichkeiten?
grüssle michi

Hallo,

danke soweit, aber wie gesagt, sichtverbindung steht
einwandfrei (uni ist auf nem berg). aber was brauch ich so für
komponenten. pci-karte? wenn ja welche?

eine PCI WLAN Netzwerkkarte mit Antennenanschluss aussen eben. Meist SMC oder Reverse SMA Anschlüsse.

http://shop.meconet.de
WCP-PCI - Buffalo WLI-PCI-G54 802.11b/g
WCP-PCI - Allnet ALL0191 802.11b

http://www.freebirdshop.de
Netgear WG311 802.11g PCI
D-Link DWL-520+ PCI-Karte
Linksys WMP54G
etc.

kann man da auch andere antennen einstecken ausser diese
stummelantennen die im normalfall immer gleich drann sind?

Ja, das ist der Sinn der externen Antennen.

ein langes kabel zwischen pc und antenne schlecht (verlust)?

Es gilt die Faustregel, das es nicht länger alc ca. 3m sein sollen,
weil ab ca. dieser Länge die verluste eine Rolle spielen.
Projekte wie z.b. Freifunk.de machen das halt so, das der Accesspoint samt Antenne direkt unter das Dach gebaut wird und dann das Ethernetkabel zum Switch oder eben Verteiler gelegt wird.

Unter http://tv.seattlewireless.net/ sollte man sich hierzu den aktuellen bericht von Gerry Curry (der heisst wirklich so :wink: ) mal anschauen. Der hat eine nette Verbindung zwischen einem Kirchturm und seiner Wohnung in einem Leuchtturm vor der Küste gebastelt.

gibt es andere externe möglichkeiten?

Klar. Laserverbindungen, Richtfunk, über Drahtgebundene Internet(Stand)leitungen, etc.

Gruß
h.

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Hi,

danke soweit, aber wie gesagt, sichtverbindung steht
einwandfrei (uni ist auf nem berg).

Das ist schon mal sehr gut.

aber was brauch ich so für komponenten. pci-karte? wenn ja welche?

Das haengt davon ab, was Du genau einsetzen willst. Die wichtigsten Daten solcher aktiven Komponenten sind die Ausgangsleistung und Eingangsempfindlichkeit. Nun ist es leider ein Greul, diese Daten dem gemeinen Mediamarkt-Verkaeufer aus der Nase zu ziehen. Da hilft dann oft nur google, ein professioneller WLAN-shop oder ggf. auch dieses Brett.

kann man da auch andere antennen einstecken ausser diese
stummelantennen die im normalfall immer gleich drann sind? ist
ein langes kabel zwischen pc und antenne schlecht (verlust)?

Ich schreib einfach mal Grundlagen zusammen, damit Du etwa abschaetzen kannst, womit Du dem Haendler nerven kannst. Eine Funkstrecke sieht ganz Allgemein so aus:

Sender -- pigtail -- Kabel -- Antenne ~~Luft[1]~~ Antenne -- Kabel -- pigtail -- Empfaenger

Natuerlich funktioniert das symmetrisch in beide Richtungen, die Sendeantenne wird selbstautomatisch zur Empfangsantenne, wenn sie jemand anfunkt. Jede dieser Komponenten hat eine Verstaerkung (die unter Umstaenden auch negativ sein kann, so dass sie landlaeufig gern Daempfung genannt wird). Bei der Auslegung einer Funkstrecke geht es um die Abschaetzung dieser Verstaerkungen. Wichtig ist noch, dass bei sowas ganz gern mit dB gerechnet wird, weil man die super einfach addieren kann. Die Umrechnung einer Leistung P in dBmW Verstaerkung V ist dabei ziemlich einfach:

V:=10\*lg(P/1mW)

Ein aktives Element, was (say) 100mW Leistung abgibt geht also mit

10\*lg(100mW/1mW)=10\*lg(100)=10\*2=20dBmW

ein. Der Unterschied zwischen dB, dBmW und den auch hin und wieder verwendeten dBi ist hier vernachlaessigbar. Gelegentlich trifft man noch dBD, wobei gilt dbD=dBi+2.25dB. Um die Gesamtverstaerkung einer Strecke zu erhalten werden die Einzelverstaerkungen in dB einfach addiert.

Und wie erhaelt man die Einzelverstaerkungen? Fuer Kabel gibt es da recht unterschiedliche Qualitaeten. Die am haeufigst verwendeten mit ihrer Daempfung pro 100m Kabellaenge:

Ecoflex15 17dB
Aircom Plus 22dB
Ecoflex10 24dB
Aircell7 38dB
RG213 45dB
RG58 103dB

Die Daempfung korelliert ganz gut mit dem Preis: wenig Daempfung == viel teuer. Ebenso gilt: wenig Daempfung == viel dickes Kabel. Fuer das Verlegen um Ecken ist das Ecoflex15 sehr(!) ungeeignet (die 15 meint den Kabeldurchmesser in mm), da

Kabelbiegeradius \> 10\*Kabelradius

gelten sollte. Daher wird RG58 auch nur fuer pigtails verwendet. Ein pigtail ist eine kurze, duenne und flexible Kabelverbindung ( vernachlaessigbar) zwischen aktive Einheiten und eigentlichem Kabel zur Antenne. Weiterhin ist fuer jede Steckverbindung, Blitzschutz etc. etwa 1dB Daempfung einzurechnen (gute Stecker auch mal 0.5dB).

Das sind alles Daempfungen, die man durch kurze und gute Kabel und wenig Steckern beeinflussen kann. Meist unbeeindruckt von saemtlichen Versuchen ist die Freiluftdaempfung, die maszgeblich von der Distanz der Antennen abhaengt. Fuer einen Ueberschlag bei trockenem Wetter und freier Sicht gilt dabei etwa:

D\_frei:=20\*lg(4\*pi\*dist/lambda)

mit

lambda:=c/f

c ist die Geschwindigkeit der Welle (Lichtgeschwindigkeit, ~3.0E+008m/s) und f die Frequenz (ueblicherweise 2.4GHz, bei 5GHz gibt es noch ein Band, hab ich aber noch nie gesehen). Fuer eine Distanz von 1km ergeben sich damit ungefaehr 100dB Freiluftdaempfung.

Ebenso unbeeindruckt von technischen Spielereien ist der Gesetzgeber, der die zulaessige Hoechstemission (an der Antenne!) auf 100mW (==20dBmW) begrenzt hat. Wenn an der Antenne 20dBmW rauskommen und die Luft schon 100dB wegfrisst, weisst Du also schon mal, dass an der gegenueberliegenden Antenne nur noch -80dBmW ankommen.

Das gute: all dieser Daempfung kann man mit guten Antennen entgegenwirken. Eine gute Antenne (Yagi Richtfunkantenne) hat eine Verstaerkung von 15 bis 18dB (oder mehr, was dann aber schnell illegal wird). Die darfst Du jetzt zu den -80dBmW dazuaddieren, macht etwa

-80dBmW+15dB=-65dBmW

Ungluecklicherweise musst Du jetzt die Kabeldaempfung bis zum aktiven Empfaenger wieder abziehen. Sagen wir 10m Aircell7, klauen Dir wieder 3.8dB, ergibt -68.8dBmW, noch ein paar Stecker und Du bist bei -70…-71dBmW. Jetzt kommt die Empfangsempfindlichkeit. Die muss kleiner sein als diese Leistung, sonst sieht es der Empfaenger als Rauschen an.

Okay, auf der Senderseite sieht es genauso aus. Man ist natuerlich bestrebt, dass die max. erlaubten 20dBmW auch die Antenne verlassen, danach legt man diese Seite aus. Von den 20dBmW ziehen wir daher die 15dB einer guten Yagi ab, ergibt 5dBmW, die ueberhaupt aus dem Kabel rauskommen duerfen. Dazu addieren wir die Daempfung, die Kabel und Stecker verursachen, sagen wir wieder 10m Aircell und zwei Stecker, macht ca 10 bis 11dBmW. Mehr darf der Sender nicht abgeben. Ggf. muss er gedrosselt werden.

Was Du jetzt als Sender/Empfaenger nimmst bleibt ganz Dir ueberlassen. Ich bevorzuge da einen AP, die kann man dann evtl. direkt unters Dach neben die Antenne bauen und minimiert dadurch Verluste durch Antennenkabel (10m Cat5 ist billiger und hat keine Verluste, Strom kann man mit ins Cat5 legen). Achte darauf, dass er einen der von H. beschriebenen standardisierten Anschluesse hat. Es gibt da auch proprietaeres Zeug, was aber dann nur Aerger macht. Standard fuer die ‚dicke‘ Verkabelung und Antennen sind N-Norm-Stecker/Buchsen. Das pigtail richtet sich auf der einen Seite nach dem Anschluss am AP, auf der anderen Seite ist meist ein N-Stecker/Buchse. Lasse Dir Kabel/pigtail moeglichst vom Haender konfektionieren, da Bastelleien bei 2.4GHz nicht so toll sind. Einen N-Stecker/Buchse kann man notfalls selber anbasteln. Messe die Laengen der Kabel sorgfaeltig aus. Nachtraeglich etwas dazwischen basteln ist nicht und neu kaufen geht schnell ins Geld.

Bei weitern Fragen kannst Du Dich nochmal melden,
Gruss vom Frank.
===footnotes===
[1] Aka. WLAN-Kabel, gibt’s bei ebay.

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danke leute!
ihr habt mir schon viel, viel weiter geholfen!
werd mir mal das nötige equipment zulegen (mein armes konto), und mal schaun ob das irgendwie hinhaut.
falls nicht, werdet ihr wieder von mir hören! :wink:
nochmal ndickes lob das es in diesem forum so angagierte leute wie euch gibt, die sich mal richtig mühe mit der beantwortung der fragen geben!
viele grüsse michi