Verkabelung beim BNC-Netzwerk ?!?!

Hallo Zusammen,

ich stehe vor einem Problem bei einem „gemischten“ Netzwerk - aber ich erzähle der Reihe nach.

Ein Bekannter hat ein Netzwerk, bestehend aus 4 Rechnern und einem alten UNIX-Server. Die Rechner sind über zeitgemäße CAT5 Kabel mit RJ45 Stecker an einem Router dran. Der Router hat auch einen BNC-Anschluss an dem auch der Unix-Server hängt, damit die anderen Rechner an die Daten kommen.

Nun haben wir das Netz abgebaut und nach dem Umzug wieder neu aufgebaut - leider mit folgendem Problem :

Alles läuft, nur der UNIX-Server kann nicht angesprochen werden, kein Ping kein garnichts. Die BNC-Diode am Router leuchtet auch nicht.

Verkabelt ist das Ganze so :

Server mit T-Stück : 1x Abschlusswiderstand, 1x Kabel
Router mit T-Stück : 1x Kabel, 1x Abschlusswiderstand

Eigentlich sollte das doch dann laufen, oder gibt es eine Kleinigkeit, die ich übersehen habe ?!

Vielen Dank für Eure hoffentlich schnelle Hilfe !

bye

Matthes!

Hallo Matthes,

Server mit T-Stück : 1x Abschlusswiderstand, 1x Kabel
Router mit T-Stück : 1x Kabel, 1x Abschlusswiderstand

Eigentlich sollte das doch dann laufen, oder gibt es eine
Kleinigkeit, die ich übersehen habe ?!

Stimmt sollte laufen, als erstes würde ich auf das BNC Kabel welches zum verbinden genutzt wird tippen. Diese Kabel sind extrem Knickempfindlich und dann bricht die geschirmte Seele.

Ansonsten kann ich mich aus unserer frühen Netzwerkzeit errinnern das ich des öfteren mal die Abschlußwiderstände gewechselt hab, bzw. ich hatte einen der Funktionierte nur auf der einen Seite (nicht elektrisch erklärbar aber real nachvollziehbar). Also versuch die beiden Abschlußwiderstände zu tauschen bzw. eventuell ist einer beim Umzug durch Erschütterung hopps gegangen oder beide!?

Weiterse Prob die T-Stücke, die sollten auf Korrosion/Verschmutzung hin geprüft werden. Und ansonsten alle Verbindungen prüfen ob die Pins noch gerade sind.

Viel Erfolg
Andrea

Hallo Andrea,

vielen Dank für die schnelle Unterstützung.

Bei den von Dir beschriebenen Möglichkeiten würde ich mal auf die Kabel oder Endwiderstände tippen. Es lief ja alles und 5 Stunden später, neu verkabelt sicht mehr.

Ist es bei BNC genau wie bei CAT5, dass die Diode am Router auch sofort ein Signal anzeigen müsste, wenn der Server eingeschaltet ist ?!

Gruß
Matthes!

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Alles läuft, nur der UNIX-Server kann nicht angesprochen
werden, kein Ping kein garnichts. Die BNC-Diode am Router
leuchtet auch nicht.

Verkabelt ist das Ganze so :

Server mit T-Stück : 1x Abschlusswiderstand, 1x Kabel
Router mit T-Stück : 1x Kabel, 1x Abschlusswiderstand


Hallo,

  1. ich hätte das Kabel von vornherein durch ein neues ersetzt - wieviele Jahre liegt es schon rum? Die BNC-Stecker sind ohnehin sehr empfindlich (gebrochene Lötstellen, Schirmanschluss), besonders wenn sie nicht maschinell angebracht wurden, und werden mit zunehmendem Alter auch nicht besser, wie wir alle.

  2. Notfalls kann man das Kabel mit einem Multimeter grob durchmessen: jeweils am anderen Ende T-Stück und Abschlusswiderstand montieren, dann sollte man am dieseitigen Ende 50 Ohm messen können (theoretisch könnte der Widerstand über einen Kondensator gleichstrommässig abgekoppelt sein, aber das ist eher selten).

  3. Der Unix-Server hat mit einiger Wahrscheinlichkeit noch einen Transceiver-Anschluss, dann kann man den daranhängenden BNC-Transceiver durch einen RJ45-Transceiver ersetzen - bei weitem die beste Lösung, schon wegen der Diagnose-Leds. Hab ich bei all unseren SUNs so gemacht.

Gruss Reinhard

Guten Morgen,

  1. ich hätte das Kabel von vornherein durch ein neues ersetzt
  • wieviele Jahre liegt es schon rum? Die BNC-Stecker sind
    ohnehin sehr empfindlich (gebrochene Lötstellen,
    Schirmanschluss), besonders wenn sie nicht maschinell
    angebracht wurden, und werden mit zunehmendem Alter auch nicht
    besser, wie wir alle.

Das sind schon Jahre im 2stelligen Bereich … Da sich aber dort niemand großartig für IT interessiert hat und auch fast immer alles glatt lief, sind natürlich keine Ersatzkomponenten vorhanden.

  1. Notfalls kann man das Kabel mit einem Multimeter grob
    durchmessen: jeweils am anderen Ende T-Stück und
    Abschlusswiderstand montieren, dann sollte man am dieseitigen
    Ende 50 Ohm messen können (theoretisch könnte der Widerstand
    über einen Kondensator gleichstrommässig abgekoppelt sein,
    aber das ist eher selten).

Das ist eine gute Idee, Multimeter wird gleich mit eingepackt!

  1. Der Unix-Server hat mit einiger Wahrscheinlichkeit noch
    einen Transceiver-Anschluss, dann kann man den daranhängenden
    BNC-Transceiver durch einen RJ45-Transceiver ersetzen - bei
    weitem die beste Lösung, schon wegen der Diagnose-Leds. Hab
    ich bei all unseren SUNs so gemacht.

Einen Transceiver gibt es dort sogar noch, den man testweise von seinen eigentlichen Komponenten entfernen könnte.

Am Server ist auf dem Blech der Netzwerkkarte ist neben dem BNC-Anschluss eine Buchse, ist das der Transceiver-Abschluss ?! Von der Größe und Bauform kommt es wohl hin.

Mhh, der dortige Transceiver ist ja ein BNC … *arghhh*

Aber ein guter Ansatzpunkt. Transceiver-RJ45 dran, CAT5 auf den Router und die LED müsste leuchten, richtig ?!
Wenn nicht, hat wohl die Netzwerkkarte den Umzug nicht überlebt - wie sieht den so ein alter Unix-Server von Drinnen aus, eigene Hardware, oder u.U. ISA-Karten ?!?!

Vielen Dank schonmal für die bisherige Hilfe!

Gruß
Matthes!

Am Server ist auf dem Blech der Netzwerkkarte ist neben dem
BNC-Anschluss eine Buchse, ist das der Transceiver-Abschluss
?! Von der Größe und Bauform kommt es wohl hin.

Hallo Matthes,

Transceiver = 15 pol DSub (Grösse zwischen VGA und Drucker). Wenn die Netzwerkkarte selbst einen BNC-Anschluss hat, könnte es ein Problem geben: Bei alten PC-Karten musste man zwischen Transceiver, BNC und RJ45 wählen, oder man konnte zumindest die autom. Auswahl abschalten. Ist das so, dann muss man die Konfiguration entsprechend ändern, bei einem alten Unix keine einfache Sache.

Unsere Sun-Workstations hatten NUR Transceiver, und was man da dranhängt, kriegen sie garnicht mit, daher muss man auch an der Software nichts ändern.

Gruss Reinhard

Hallo Reinhard,

Transceiver = 15 pol DSub (Grösse zwischen VGA und Drucker).
Wenn die Netzwerkkarte selbst einen BNC-Anschluss hat, könnte
es ein Problem geben: Bei alten PC-Karten musste man zwischen
Transceiver, BNC und RJ45 wählen, oder man konnte zumindest
die autom. Auswahl abschalten. Ist das so, dann muss man die
Konfiguration entsprechend ändern, bei einem alten Unix keine
einfache Sache.

Ach, wieso kann nicht mal etwas einfach sein, die Karte hat nämlich Beides dran :frowning: Sind das normale ISA-Karten, da hätte ich notfalls noch eine Alte mit RJ45 irgendwo rumzuliegen …

Gruß Matthes!

Hallo,

Ach, wieso kann nicht mal etwas einfach sein, die Karte hat
nämlich Beides dran :frowning: Sind das normale ISA-Karten, da hätte
ich notfalls noch eine Alte mit RJ45 irgendwo rumzuliegen

Wenn Du mal verraten würdest, was da für eine UNIX-Büchse rumsteht (Standard PC Plattform, Sun, Siemens, …) und welche genaue Bezeichnung das Ding hat, dann könnte man auch auf den Kartentyp Rücckschlüsse ziehen. Und wenn Du dann auch noch die genaue Versionsnummer und Bezeichnung des UNIX mitlieferst, dann kann man auch sagen, ob es mehr oder weniger kompliziert wäre die Karte auszutauschen. ISA ist allein übrigens kein ausreichendes Merkmal. Entscheidend wäre der Chipsatz. Z.B. gab es jede Menge Karten damals, die Novell Ne2000 kompatibel waren. Wenn es um eine solche Karte geht und Du eine passende Alternative mit RJ45 hast, dann sollte ein Austausch kein Problem sein, solange der Anschluss und die Adresse sowie der IRQ per Jumper eingestellt werden.

Gruß vom Wiz

Wenn Du mal verraten würdest, was da für eine UNIX-Büchse
rumsteht (Standard PC Plattform, Sun, Siemens, …) und welche
genaue Bezeichnung das Ding hat, dann könnte man auch auf den
Kartentyp Rücckschlüsse ziehen. Und wenn Du dann auch noch die
genaue Versionsnummer und Bezeichnung des UNIX mitlieferst,
dann kann man auch sagen, ob es mehr oder weniger kompliziert
wäre die Karte auszutauschen. ISA ist allein übrigens kein
ausreichendes Merkmal. Entscheidend wäre der Chipsatz. Z.B.
gab es jede Menge Karten damals, die Novell Ne2000 kompatibel
waren. Wenn es um eine solche Karte geht und Du eine passende
Alternative mit RJ45 hast, dann sollte ein Austausch kein
Problem sein, solange der Anschluss und die Adresse sowie der
IRQ per Jumper eingestellt werden.

Hallo Wiz,

wenn ich diese Angaben alle hätte :frowning:

Leider kann ich zu der alten Kiste kaum etwas sagen, außer dass sie steinalt ist (mind. 15 Jahre). Weder Marke noch Modell sind am Gehäuse zu erkennen.

Mit UNIX hatte ich bisher keinen Kontakt, zumindest nicht was die Administration betrifft.
Der Nutzer dieser Kiste konnte mir nur sagen, dass das Maschinchen auch mal einfach so ausgeschaltet wurde - und wieder eingeschaltet wurde. Alles lief. Da ich über die anderen Rechner die am Netz hängen nun wg. der fehlenden Netzanbinung nicht zugreifen kann, werde ich es morgen mal über den Terminal-Server am seriellen Port versuchen.

Aber auch da habe ich irgendwie die Befürchtung, dass ich keine Signale bekommen, da man ja normalerweise mit anderen Parametern booten muss.
Einen Monitoranschluss hat das Ding leider nicht, nur 3 Buchsen, die wie PS/2 aussehen und mit T, M und K beschriftet sind, wenn ich mich nicht irre.

Morgen früh gibt es dort wenigstens DSL, sodass ich vor Ort ins Netz schauen kann.

bye
Matthes!

Hallo nochmal,

wenn ich diese Angaben alle hätte :frowning:

Leider kann ich zu der alten Kiste kaum etwas sagen, außer
dass sie steinalt ist (mind. 15 Jahre). Weder Marke noch
Modell sind am Gehäuse zu erkennen.

Sieht denn der Aufbau nach PC aus? Also Slotbleche in üblicher Form wie beim PC? Kann man das Ding aufschrauben und mal einen Blick auf das Motherboard werfen? da dürfte man bei proprietären Systemen einen ersten Anhaltspunkt finden. Beim Booten müsste ja eigentlich ein Systemprompt (BIOS-Meldung) kommen, und dann natürlich auch eine OS-Information. Die von dir genannten Buchsen könnten seriell sein, und K für Keyboard, M für Mouse heißen. T für Terminal würde allerdings auch nicht schlecht klingen.

Bist Du überhaupt sicher, dass es sich um eine UNIX-Kiste handelt? Es gab neben DOS/Windows und UNIX auch noch so einige andere Nettigkeiten. Könnte ja auch eine VAX oder ein proprietäres Buchungssystem von Kienzle, Nixdorf oder sonst was sein. Was läuft denn überhaupt auf der Kiste? Mach doch mal ein Bild von außen und nach Möglichkeit auch von innen.

Gruß vom Wiz

Sieht denn der Aufbau nach PC aus? Also Slotbleche in üblicher
Form wie beim PC? Kann man das Ding aufschrauben und mal einen
Blick auf das Motherboard werfen? da dürfte man bei

Da die Kiste knappe 40 km entfernt steht, werde ich mal morgen auch die Digi-Cam mitnehmen. Langsam finde ich das Teil ebenso interessant wie lästig :wink: Ich werde mal sehen, ob ich die Kiste aufbekomme. Auf jeden Fall ist das Teil etwa 2 1/2 mal größer als aktuelle Bigtower samt Verpackung. Und schwer - Alleine kaum zu bewegen.

Bist Du überhaupt sicher, dass es sich um eine UNIX-Kiste
handelt? Es gab neben DOS/Windows und UNIX auch noch so einige
andere Nettigkeiten. Könnte ja auch eine VAX oder ein

Jetzt wo ich nachdenke, auf dem Teil läuft ein AIX-System, was m.E. nach ein UNIX-System ist, oder ?!
Vor dem Umzug habe ich einmal auf einem der angeschlossenen NT-Rechner (dort ist halt alles alt) die Software aufgerufen. Über die Terminalsoftware musste ich mich am AIX anmelden.

Auf jeden Fall werde ich morgen fotografieren und berichten, ggf. auch von dort melden, wenn DSL geschaltet wurde.

bye

Matthes!

Moin,

Jetzt wo ich nachdenke, auf dem Teil läuft ein AIX-System, was
m.E. nach ein UNIX-System ist, oder ?!

Yep, das ist der IBM Dialekt. Auch die Größe würde hinkommen. Die alten IBM Midranges waren ziemlich voluminös.

Das mit dem Einstecken von irgendwelchen PC-Karten würde ich vergessen: IBM war schon immer extrem proprietär, da gehen nur IBM Karten. Also entweder einen passenden Transceiver oder ab auf den Müll damit. „Neuere“ AIX-Systeme bekommt man nachgeschmissen!

Gruß
Stefan

Hallo,

AIX ist auf jeden Fall schon mal IBM und ich könnte mich auch mit einer RS/6000 anfreunden. Was allerdings die von dir beschriebenen Konsequenzen angeht, wäre ich allerdings etwas zurückhaltender:

Also entweder einen passenden Transceiver oder ab
auf den Müll damit. „Neuere“ AIX-Systeme bekommt man
nachgeschmissen!

Da müsste man ja erst mal wissen, was genau es für ein Modell ist, was darauf läuft und wie groß ein ggf. vorhandener Schaden ist. Bevor ich die Kiste wegen einer ggf. defekten Netzwerkkarte auf den Müll werfen würde, sollte man doch einfach mal den IBM-Support bemühen und mal einen Kostenvoranschlag für eine neue Netzwerkkarte inkl. Einbau einholen. Klar, bei den Preisen fällt der gewöhnliche PC-Nutzer vom Glauben ab, aber billiger als ein Neukauf mit der Problematik der Konfiguration und Installation, … die ja auch nur ein IBMler machen sollte (da der Fragesteller offenbar weder RS/6000 noch AIX fit ist), dürfte es ja doch wohl werden.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,

Da müsste man ja erst mal wissen, was genau es für ein Modell
ist, was darauf läuft und wie groß ein ggf. vorhandener
Schaden ist.

Naja, angesichts veralteter Technik, fehlender Redundanz und Administration kann es eigentlich kein „wichtiges“ System sein.

Klar, bei den Preisen fällt der gewöhnliche
PC-Nutzer vom Glauben ab,

OOOooooohh JAAAA!
Ich schätze mal für den Preis vom IBM-AD bekäme man ein nagelneues x86-Linux-System samt Software und Installation.

auch nur ein IBMler machen sollte (da der Fragesteller
offenbar weder RS/6000 noch AIX fit ist), dürfte es ja doch
wohl werden.

EIN IBM’ler? Die haben doch jetzt die Gelddruckmaschine erfunden: das macht jetzt nicht mehr wie früher ein Techniker von A bis Z, da kommt jetzt erst einer für die Hardware, dann zieht der wieder ab und es kommt einer für AIX. Der installiert aber auch keine Fremdsoftware. Dafür muss man dann eine andere Firma holen.

Gruß
Stefan

Hallo Zusammen,

bevor ich hier heute ganz ganz viel schreibe, nochmals schönen Dank an Wiz und Stefan62!

AIX ist auf jeden Fall schon mal IBM und ich könnte mich auch
mit einer RS/6000 anfreunden.

Da muss ich Euch Beiden schonmal gratulieren, Ihr habt Recht! Es ist ein Server IBM RS6000/220. Als BS ist AIX 3.2.5 installiert, wofür es von IBM keinen Support mehr gibt (zumindest nach meinen Informationen).

Also entweder einen passenden Transceiver oder ab
auf den Müll damit. „Neuere“ AIX-Systeme bekommt man
nachgeschmissen!

Nach meinen heutigen Tests, kann ich zumindest ausschließen, dass es sich um die BNC-Verkabelung handelt. Zum Testen habe ich heute statt des Servers einen anderen PC mit BNC-Karte angeschlossen, da lief die Netzanbindung. Also sind Kabel, Abschlusswiderstände und T-Stücke i.O., Problem ist der Server.

Wie Ihr bereits richtig vermutet habt, ist meine Erfaung mit dem alten UNIX-Server und AIX äußerst gering.
Am Port für die Konsole (da hängt ein schwarzes Kabel mit einem breiten seriellen Stecker dran) habe ich heute versucht eine Terminalverbindung aufzubauen. Leider hat das nicht funktioniert.
Ich habe es mehrfach versucht, teilweise mit einem gekreuzten Kabel, teils mit einem „normalen“ seriellen.

Der Ablauf war folgendermaßen :

  1. Alle Kabel angeschlossen

  2. Auf dem PC das Terminalprogramm gestartet (HTERM und GA-Term habe ich nacheinander probiert)

  3. UNIX-Kiste gestartet
    dort im Display kommen viele Status-Zahlen, zwischendurch mal c33 und später, wenn auch die Platten ruhiger sind ist das Display leer. Die Terminalsoftware hat jeweils beim ein- und/oder ausschalten 1-3 Signale angezeigt. Die Diode beim vorhandenen Floppy-Laufwerk hat während des Boot-Vorganges auch kurz aufgeleuchtet.

Ist diese Vorgehensweise so korrekt ?!?!

Separat habe ich mit look&lan das komplette Netz gescannt, aber der Server auchte nie auf.

Habt Ihr noch eine Idee, oder muss ich dem guten Mann wirklich sagen, dass der Transport über 5 km dieser Kiste das Todesurteil war ?!

Zu den Daten auf dem Rechner:
Dort ist ein individuell entwickeltes Programm drauf, welches sicherlich noch irgendwo als Original zu finden ist - aber die Daten dazu ?!?! Sollte die Kiste wirklich nicht mehr lauffähig sein, kann man die Platten an einen „normalen“ SCSI-Anschluss packen und mit Linux oder Windows auf das Dateisystem zugreifen ?!

Das war wieder ganz ganz viel Text von mir, aber ich hoffe ich habe alles so deutlich wie möglich beschrieben, damit mir jemand helfen kann.

Hallo,

bevor ich hier heute ganz ganz viel schreibe, nochmals schönen
Dank an Wiz und Stefan62!

Bitte, gerne geschehen

Wie Ihr bereits richtig vermutet habt, ist meine Erfaung mit
dem alten UNIX-Server und AIX äußerst gering.
Am Port für die Konsole (da hängt ein schwarzes Kabel mit
einem breiten seriellen Stecker dran) habe ich heute versucht
eine Terminalverbindung aufzubauen. Leider hat das nicht
funktioniert.

Wichtig wäre zu wissen, ob der als Terminal verwendete PC mit dem verwendeten Terminalprogramm schon mal erfolgreich so als Terminal an der RS gelaufen ist. Alleine schon unterschiedliche Parameter der seriellen Schnittstelle können zum Misserfolg der Terminalverbindung führen, ohne dass da irgendetwas kaputt sein muss. Dann wäre natürlich auch die verwendete Emulation wichtig. Ob VT52, VT100 oder 3270 ist schon ein kleiner Unterschied. Bist Du sicher, dass Du in der richtigen Emulation arbeitest? Steht ggf. noch irgendwo ein Original IBM-Terminal für die Kiste rum? Dann würde ich darauf tippen, dass dieses korrekt konfiguriert ist, und es damit versuchen.

Ich habe es mehrfach versucht, teilweise mit einem gekreuzten
Kabel, teils mit einem „normalen“ seriellen.

Gekreuztes Kabel dürfte falsch sein. Über den Bootvorgang der RS kann ich dir nicht viel erzählen, auch nicht, was dabei ggf. auf dem Terminal passieren müsste. Ich kenne die Dinger auch nur vom Ansehen.

Habt Ihr noch eine Idee, oder muss ich dem guten Mann
wirklich sagen, dass der Transport über 5 km dieser Kiste das
Todesurteil war ?!

Dafür ist es viel zu früh. Das Geld für einen Fachmann, der ggf. nur Minuten braucht um das Ding wieder zum Leben zu erwecken ist auf jeden Fall gut ausgegeben. Vielleicht findest Du ja auch irgendwo ein RS/6000-Forum, wo dir ein Profi einfach mal in drei Sätzen erklären kann, wie der Bootvorgang laufen müsste, und was man ggf. mal abtesten kann. Hier wirst Du solche Leute aber kaum finden.

Zu den Daten auf dem Rechner:
Dort ist ein individuell entwickeltes Programm drauf, welches
sicherlich noch irgendwo als Original zu finden ist - aber die
Daten dazu ?!?! Sollte die Kiste wirklich nicht mehr lauffähig
sein, kann man die Platten an einen „normalen“ SCSI-Anschluss
packen und mit Linux oder Windows auf das Dateisystem
zugreifen ?!

Das ist sicher der allerletzte Ausweg um an (offenbar nicht gesicherte) Daten zu kommen. Allein, damit kannst Du mit den Daten auch noch nichts wieder anfangen. D.h. auch hierbei wirst Du nicht um den Fachmann herumkommen, der dir eine neue RS/6000 aufsetzt, das Programm neu installiert und dann die gesicherten Daten wieder an Ort und Stelle im System so ablegt, dass das Programm hierauf wieder zugreifen kann. Dabei sei gleich darauf hingewiesen, dass es in der Klasse der RS/6000 schon etwas anders aussieht als auf dem Windows-PC. Tolle Installationsprogramme sind dort Mangelware und oft besteht so eine Installation aus einem Buch von Anweisungen die Schritt für Schritt abgearbeitet werden müssen und die genau auf eine OS-Version zugeschnitten sind, und die unter einer neueren OS-Version schon wieder ganz anders aussehen können. Es ist auch nicht unüblich, dass für eine Versionsänderung in der dritten Nachkommastelle Programme angepasst werden müssen. D.h. ob der Tipp, einfach eine x-beliebige RS/6000 mit irgendeinem AIX gebraucht bei ebay zu kaufen funktioniert, steht in den Sternen. Wie gesagt, mit RS/6000 und AIX habe ich noch nichts zu tun gehabt, aber z.B. bei VAXen mit VMS, die in einer ähnlichen Klasse spielen, habe ich meine Erfahrungen gesammelt.

Also auf jeden Fall einen Fachmann zu Rate ziehen. Wenn der nur zwei Knöpfe drückt, dafür € 500,-- abrechnet, das Thema aber damit schnell erledigt ist sicher die preisgünstigste Alternative. Wenn Du hier weiter bastelst und es nicht hin bekommst, wird es auf jeden Fall teurer. Schlimmstenfalls wird dann später ein Fachmann zu Rate gezogen, der dann feststellt, dass ein zunächst einfacher Fehler bei deinen Basteleien verschlimmbessert wurde. Dann stehst Du ziemlich dumm da.

Gruß vom Wiz

Hallo Wiz,

Wichtig wäre zu wissen, ob der als Terminal verwendete PC mit
dem verwendeten Terminalprogramm schon mal erfolgreich so als
Terminal an der RS gelaufen ist.

Leider nicht.

Es gibt niemanden, der mir dazu eine Auskunft geben kann :frowning:
Alles was ich weiss, dass es eine VT100 Emulation sein muss, weil die Software auf den Windows-Rechnern (die dann auf die Kiste zugreift) auch in der VT100 arbeitet.

Andere Einstellungen zur seriellen Schnittstelle sind nicht bekannt, habe aber einige Kombinationen ausprobiert.

richtigen Emulation arbeitest? Steht ggf. noch irgendwo ein
Original IBM-Terminal für die Kiste rum? Dann würde ich darauf
tippen, dass dieses korrekt konfiguriert ist, und es damit
versuchen.

Leider nein, da hätte ich sicherlich sofort gejubelt. Habe grad bei eBAy geschaut, da gibt es Terminals, auch für RS6000 - kann es da aber auch unterschiedlichen Konfigurationen geben, oder wäre das einen Versuch wert (Kosten liegen bei ca. 20 Euro) ?!

Du ja auch irgendwo ein RS/6000-Forum, wo dir ein Profi
einfach mal in drei Sätzen erklären kann, wie der Bootvorgang
laufen müsste, und was man ggf. mal abtesten kann. Hier wirst
Du solche Leute aber kaum finden.

Ihr habt mich hier aber schon auf den richtigen Weg gebracht. Habe auch ein Forum gefunden, wo ich mal meine Problem und die bisherigen Bemühungen schildern werde. Passt zwar zum Thema, aber leider ist da nicht so superviel los.

dass ein zunächst einfacher Fehler bei deinen Basteleien
verschlimmbessert wurde. Dann stehst Du ziemlich dumm da.

Der letzte Punkt ist natürlich auch ein Punkt, der nicht unbedingt aus den Augen zu verlieren ist.
Ich werde wirklich mal versuchen ein Terminal zu bekommen und anzuschließen und schauen, was dann paiiert - danach dann wohl der Fachmann.

Vielen Dank und noch ein schönes WE!

Gruß

Matthes!