Strom aufm Kabel?

Von: , Frage gestellt am Mi, 13. Okt 1999

Hallo Leute!

Also, ich bin für ein Netz in einem Internetcafe zuständig. Dort stehen insgesamt 9 Rechner, die an 2 (also kaskadierten) 8-Port Hubs hängen. Auf mindestens einem der Netzwerkkabel wird am Hub ab und zu, zufällig, also nicht reproduzierbar, Strom geführt. Wenn man da mit dem Finger dran kommt, dann spürt man das... Hat jemand ne Idee, was die Ursache sein könnte? (Kabel sind TP-Kabel, Cat 5)

Bitte schickt mir ne Lösung!

Danke im vorraus,

the frozen

3 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 57 Minuten hilfreich
    Re: Strom aufm Kabel?

    Hallo Leute!

    Also, ich bin für ein Netz in einem
    Internetcafe zuständig. Dort stehen
    insgesamt 9 Rechner, die an 2 (also
    kaskadierten) 8-Port Hubs hängen. Auf
    mindestens einem der Netzwerkkabel wird
    am Hub ab und zu, zufällig, also nicht
    reproduzierbar, Strom geführt. Wenn man
    da mit dem Finger dran kommt, dann spürt
    man das... Hat jemand ne Idee, was die
    Ursache sein könnte? (Kabel sind
    TP-Kabel, Cat 5)
    Es handelt sich hierbei um Potentialausgleichströme, die über den Schirm des Netzwerkkabels fließen. Diese Ströme fließen, wenn die Erdleitung (grün/gelbe Ader) zweier Rechner auf unterschiedlichem Grundpotential liegen, was passieren kann - aber eben nicht zwingend so sein muß. Das selbe Phänomen tritt auf, wenn man seinen Home-PC an eine Stereoanlage anschließt, an der auch ein Videorecorder hängt, der mit der Hausantennenleitung verbunden ist. In der Regel ist dann über die Lautsprecher ein brummen zu hören. Hausantenne und Erde liegen auf unterschiedlichem Potential - es fließt ein Ausgleichstrom über die Mäntel der Chinch-Kabel. In Netzwerken kann das Ganze dann komplex werden. Bei der alten RG58-Coax-Verkabelung bestand die Lösung darin, die Netzleitung an EINEM und nur an EINEM Punkt (in der Regel beim Server) auf Erde zu legen. dafür gab es T-Stücke mit einer extra Erdungsklemme. Wie das nun bei TP-Cat5 aussieht ist mir nicht 100%ig klar. Eine elegante Stelle zum Erden wäre beim Hub/Switch (wenn man dann nur einen hat!). Bei mehreren aktiven Komponenten wäre ich auch erst einmal ratlos.

    Die Erdung des TP-Kabelnetzes sollte jedoch so ausgelegt sein, daß sie nicht durch lösen eines Patchkabels unterbrochen wird!

    Ich hatte mal eine Reihe Links zu diesem Thema, die mir leider durch einen Crash verloren gingen. Bei der Suche nach "strukturierte Verkabelung" sollte man einige Seiten finden, auf der ordnungsgemäße Erdungsmaßnahmen in TP-Netzen beschrieben werden.

    ich hoffe, etwas weitergeholfen zu haben!

    • Antwort von nach einem Tag hilfreich
      Re^2: Strom aufm Kabel?

      Es handelt sich hierbei um
      Potentialausgleichströme, die über den
      Schirm des Netzwerkkabels fließen. Diese
      Ströme fließen, wenn die Erdleitung
      (grün/gelbe Ader) zweier Rechner auf
      unterschiedlichem Grundpotential liegen,
      was passieren kann - aber eben nicht
      zwingend so sein muß. Das selbe Phänomen
      tritt auf, wenn man seinen Home-PC an
      eine Stereoanlage anschließt, an der auch
      ein Videorecorder hängt, der mit der
      Hausantennenleitung verbunden ist. In der
      Regel ist dann über die Lautsprecher ein
      brummen zu hören. Hausantenne und Erde
      liegen auf unterschiedlichem Potential -
      es fließt ein Ausgleichstrom über die
      Mäntel der Chinch-Kabel. In Netzwerken
      kann das Ganze dann komplex werden. Bei
      der alten RG58-Coax-Verkabelung bestand
      die Lösung darin, die Netzleitung an
      EINEM und nur an EINEM Punkt (in der
      Regel beim Server) auf Erde zu legen.
      dafür gab es T-Stücke mit einer extra
      Erdungsklemme. Wie das nun bei TP-Cat5
      aussieht ist mir nicht 100%ig klar. Eine
      elegante Stelle zum Erden wäre beim
      Hub/Switch (wenn man dann nur einen
      hat!). Bei mehreren aktiven Komponenten
      wäre ich auch erst einmal ratlos.

      Die Erdung des TP-Kabelnetzes sollte
      jedoch so ausgelegt sein, daß sie nicht
      durch lösen eines Patchkabels
      unterbrochen wird!

      Ich hatte mal eine Reihe Links zu diesem
      Thema, die mir leider durch einen Crash
      verloren gingen. Bei der Suche nach
      "strukturierte Verkabelung" sollte man
      einige Seiten finden, auf der
      ordnungsgemäße Erdungsmaßnahmen in
      TP-Netzen beschrieben werden.

      ich hoffe, etwas weitergeholfen zu haben!
      Ich hatte auch ein Problem mit der Erdung vermutet, hab aber in Ermangelung eines vernünftigen Messgerätes nur überprüfen können, ob zwischen den jeweiligen Rechnern ein Potentialausgleich stattfindet... Dies ist nicht der Fall... Da jedoch die (Strom-) Verkabelung im Gebäude ca. 10 Jahre alt ist, könnte ich mir vorstellen, das zwischen den Hubs (und somit auch dem Router) und den Rechnern ein solcher Ausgleich stattfindet... Da der Router permanent im Hub bleibt, und die Kaskadierung der Hubs stets bestehen bleibt sollte es doch reichen, wenn ich das Gehäuse von einem der Hubs erde, oder? (Das Gehäuse hat den Strom auch geführt...)

      Danke erstmal für die Hilfe!

      THE FROZEN

      • Antwort von nach 6 Tagen hilfreich
        Re^3: Strom aufm Kabel?

        Es handelt sich hierbei um
        Potentialausgleichströme, die über den
        Schirm des Netzwerkkabels fließen. Diese
        Ströme fließen, wenn die Erdleitung
        (grün/gelbe Ader) zweier Rechner auf
        unterschiedlichem Grundpotential liegen,
        was passieren kann - aber eben nicht
        zwingend so sein muß. Das selbe Phänomen
        tritt auf, wenn man seinen Home-PC an
        eine Stereoanlage anschließt, an der auch
        ein Videorecorder hängt, der mit der
        Hausantennenleitung verbunden ist. In der
        Regel ist dann über die Lautsprecher ein
        brummen zu hören. Hausantenne und Erde
        liegen auf unterschiedlichem Potential -
        es fließt ein Ausgleichstrom über die
        Mäntel der Chinch-Kabel.
        Das Brummen kommt normalerweise durch induktive Einstreuungen, nicht unbedingt durch einen schlechten Potentialausgleich. stattfindet... Da der Router permanent im
        Hub bleibt, und die Kaskadierung der Hubs
        stets bestehen bleibt sollte es doch
        reichen, wenn ich das Gehäuse von einem
        der Hubs erde, oder? (Das Gehäuse hat den
        Strom auch geführt...)

        Danke erstmal für die Hilfe!

        THE FROZEN
        Eine Lösung wäre, alle Geräte von einer zentralen Stelle mit Strom zu versorgen, das wäre dann ne Sternverkabelung, bei der Potentialdifferenzen im Haus keine Rolle mehr spielen.
        Eberhard

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