Erkläre mir mal, wozu ich bei dieser Bibliothek in
irgendeinerweise den „Client für Microsoft-Netzwerke“ oder die
„Datei- und Druckerfreigabe für Microsoft-Netzwerke“ brauchen
sollte?? Oder muss ich unter Linux jetzt auch den „Client für
Microsoft-Netzwerke“ installieren, um auf ne CIFS-Freigabe
zugreifen zu können?
http://jcifs.samba.org/
Ja - und?
Du konstruierst da einen Virus, der nicht nur seine eigene Software für den Zugriff auf einen Windows-Server mitbringt, sondern auch gleich noch eine komplette Java-Umgebung? Findest du das jetzt nicht ein bischen übertrieben?
Ich will nicht behaupten, das das nicht möglich wäre - aber das ist dann kein Virus mehr, sondern eine speziell programmierte Software für einen gezielten Angriff auf unsere Firma.
Im Übrigen bist du damit ja noch lange nicht an den Daten - oder willst du mir jetzt erzählen, das du damit ohne Authentifizierung an die Daten auf dem Server kommst?
Nein, da gibt es eine schriftliche Anweisung der
Geschäftsleitung zu.
Daran wird sich der Besitzer eines Trojaners mit Sicherheit
halten…
Oh ja, das ist’n super Argument.
Da kann ich doch auch gleich alle Mitarbeiter rauswerfen, schließlich hat jeder Zugriff auf die Kundendatenbank und kann die auch so kopieren und mit nach Hause nehmen.
Und übrigens . . . wenn du jemandem zutraust, das er in der
Lage ist, sich wieder ins Windoofs-Netz einzuklinken - was
bringt dich dann auf das schmale Brett, das ein IP-Filter
wirksam wäre? Die IP-Adresse zu ändern ist ja nun nicht
wirklich anspruchsvoller
Der Angreifer kann aber nur auf der infizierten Kiste
rumspielen. Der Paketfilter läuft aber auf dem Fileserver.
Dort sollte der Paketfilter logischerweise so eingestellt
sein, dass er NUR Verbindungen von den sicheren Rechnern
annimmt.
Und wo ist das jetzt das Problem?
Ist doch wirklich nicht schwer, herauszubekommen, welche IP ein anderer Rechner im Netz hat, der für den Server akzeptabel ist. Im Zweifelsfalle einfach ausprobieren - die 254 Adressen in einem üblichen Klasse C-Netz sind schließlich keine große Herausforderung.
Außerdem ist die Sache nicht wirklich praktikabel in einer Firma, in der mit oft wechslenden Laptops gearbeitet wird. Da ich meine Zeit auch besser nutzen kann, als deinen Filter laufend zu pflegen, komm ich ncht um einen DHCP-Server und damit der Freigabe eines ganzen Bereiches herum - damit könnte dein Virus auch einfach die IP auf DHCP umstellen und wäre viel einfacher drin.
Versteh mich nicht falsch - ich will keineswegs behaupten, das das, was du schreibst nicht theoretisch möglich ist.
Aber es erscheint mit doch arg an den Haaren herbeigezogen und trifft überdies nicht den Kern der Sache:
Der normale Virus, mit dem sich unsereins herumschlagen muss, ist eine Drecksbazille, die am 1. April alle Word-, Ecxel- und PDF-Dateien mit Nullbytes vollschreibt. Und solche Mistviecher sperr ich mit wenigen Handgriffen effizient aus. Und auch komplexere bremse ich wenigstens soweit aus, das die Anti-Virus-Programmierer nach einem Outbreak genug Zeit haben, ihre Signaturen zu aktualisieren. Denn ein Virus, wie du ihn beschreibst, wird wohl kaum innerhalb von Sekunden sein Werk vollbracht haben - nicht, wenn er unauffällig im Hintergrund noch Programme nebst einer Java-Laufzeitumgebung herunterladen und instellieren muss.
Absolute Sicherheit wird’s im Computerbereich niemals geben - genauso wenig wie im Strassenverkehr. Man kann es potentiellen Angreifern nur so schwer wie irgend möglich machen. Ich geb mich keinen Illusionen hin, das irgendwo da draussen einige Leute besser sind als ich, und das die wirklich hier reinkommen, wenn sie unbedingt wollen - die Frage ist nur, wollen die? Denn wer so gut ist, das er das alles aushebelt - für den gibt’s lohnendere Ziele. Aufwand/Nutzen, darauf läuft auch bei digitalen Angriffen alles hinaus.
Mir geht’s halt nur darum, das, wenn der zweite
Geschäftsführer (größtes Spielkind hier im Haus) mal wieder
250 Bildschirmschoner ausprobieren muss und sich dabei 15
Viren einfängt, diese nicht auf den Server können.
Dazu sage ich lieber nichts…
Ja . . .
Mittlerweile isses zwar besser geworden, aber ein halbes Jahr lang ist unser erster Geschäftsführer alle zwei Wochen in meine Büro gekommen und hat mir mit den Worten „Hol mir mal meine emails ab“ sein Laptop überreicht. Das ist wirklich kein Witz - mit sowas muss ich mich hier herumärgern . . .