Netzwerk aufbauen

Hallo Leute,

Für einen Bekannten soll ich ein Netzwerk aufbauen, insgesamt sollen es 5 Rechner werden, die mittels Server bedient werden.
Sämtliche Clienten sollen sich das OS vom Server holen, es werden also workstations gebraucht und ein „dicker“ server.

Da ich bisher nur „stinknormale“ Netzwerke zusammengebastelt habe, möchte ich mein Wissen hier ein wenig auffrischen.
Insbesondere soll der Server sämtliche Daten spiegeln, über hot swap verfügen und unter Windows laufen (NT oder 2K), toll wäre es, wenn ich jemanden mit Einzelheiten nerven könnte…:wink:)

PS. Hat einer eine Ahnung, wo man noch solche workstations bekommt…??

Gruß, Martin

Hallo Leute,

PS. Hat einer eine Ahnung, wo man noch solche workstations
bekommt…??

diese sog. workstation sind stinknormale PCs mit netzwerkkarte und allem was sonst noch so gebraucht wird, die lediglich zusätzlich ein BOOT Eprom (bootrom) auf der netzwerkkarte haben, diese sind allerdings etwas aus der mode gekommen.

als anfangstip, kann ich dir raten, fahr die rechner erstmal von diskette hoch, so das sie sich am server anmelden, die boot diskette wird hinterher sowieso benötig um die boot images auf dem server abzulegen, außerdem ist das mit etwas konfigurations aufwand verbunden und die fehlersuche nicht trivial (vor allem wenn man das noch nie gemacht hat), dann kannst du dir zeit bei der beschaffung solcher bootroms nehmen.

ciao norbert

Gruß, Martin

Hallo Leute,

PS. Hat einer eine Ahnung, wo man noch solche workstations
bekommt…??

diese sog. workstation sind stinknormale PCs mit netzwerkkarte
und allem was sonst noch so gebraucht wird, die lediglich
zusätzlich ein BOOT Eprom (bootrom) auf der netzwerkkarte
haben, diese sind allerdings etwas aus der mode gekommen.

Huch? Seit wann das denn? Ich würde sagen: Im Gegenteil. Thin Client kommt immer mehr in Mode. Alle vernünftigen Netzwerkkarten gibt es selbstverständlich auch mit „Boot-ROM“. Ich spreche hier allerdings nicht von den 23,- DM Schrottkarten. Schau mal z.B. bei 3Com oder Intel vorbei. Sun wird Dir was thin clients angeht sicherlich auch etwas anderes erzählen.

Wenn es unbedint Windoof-basiert sein muss *schauder*, dann gibt es z.B. bei Fujitsu-Siemens die „Scovery“ Thin Clients. Die kann man vermutlich recht gut in Verbindung mit den Primergy-Servern einsetzen. Sowas gibts aber sicherlich auch von anderen Herstellern (Compaq, Dell, IBM, …)

Ich würde bei den Clients auch auf Festplatten verzichten und statt dessen ein Flash-ROM einsetzen. Das reduziert den Wartungsaufwand noch einmal ungemein (keine rotierenden Teile). Aber bei fünf Rechnern kommts da nicht so drauf an.

Die Implementation ist wohl eher was für Fortgeschrittene. Ich würde – wenn Dein Freund was professionelles vorhat – da nicht unbeding einen Anfänger ranlassen. Allerdings ist die Wartung für Experten dann umso einfacher.

Hier noch ein paar interessante Links:

http://www.sun.de/Produkte/Hardware/ThinClients/inde…
http://www.fujitsu-siemens.de/scovery/index.html
http://www.3com.de/produkte/nic/etherlink_fast_t.shtml

Viel Erfolg!

Gruss

Jens

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Vielen Dank erst einmal für eure Mühe, hat mir schon mal sehr weitergeholfen.

„Normale“ Netzwerke (also ohne Thin Clients) habe ich schon mehr als genug aufgebaut, ist denn ein thin client Netzwerk schwieriger zu installieren…??

Insbesondere stellt sich mir kurz die Frage, wie man das OS im Bootrom installiert, bzw. welche Speicherkapazität diese Teile haben (darüber habe ich nichts gefunden).

Ansonsten sollte das doch keine Problem sein…0der…?? :wink:)

Gruß, Martin

Insbesondere stellt sich mir kurz die Frage, wie man das OS im
Bootrom installiert, bzw. welche Speicherkapazität diese Teile
haben (darüber habe ich nichts gefunden).

Also meines Wissens haben die Dinger nur einen boot-Lader, das eigentliche OS wird dann vom Server gesaugt. Soll aber mit den neueren OS nicht mehr gehen. Das ist aber eh’ ein veralteter Ansatz, da irrsinnige Mengen an Daten über das Netz gepumpt werden müssen.

Ich würde mir an deiner Stelle mal Gedanken über MS TS/ Metaframe/ Winframe und Konsorten machen. Damit bekommt man die TCO schon gedrückt. Ob sich das allerdings für die paar Rechner lohnt…?

Gruß
Stefan

Insbesondere stellt sich mir kurz die Frage, wie man das OS im
Bootrom installiert, bzw. welche Speicherkapazität diese Teile
haben (darüber habe ich nichts gefunden).

das OS wird überhauptnicht im bootrom installiert !

der normale vorgang läuft so:
Nach einschalten und selbsttest des rechners wird das in dem bootrom gespeicherte programm gestartet welches ein boot request paket im ethernet generieren kann. ein server im Netz muß diesen request auffangen und beantworten, den client mit ip adresse versorgen und dann das auf dem server gespeicherte image des OS an den client übertragen, gleich darauf wird das im client Ram gespeicherte image als virtuelle Floppy gemountet und die dort zu findende software gestartet

üblicherweise wird die zu bootende software irgendwo gesammelt (bei PCs üblicherweise auf einer Diskette) und davon ein abbild mit einem vom hersteller geliefertem programm hergestellt, dieses image wird dann in an einem geignetem ort auf dem server gespeichert.

Ansonsten sollte das doch keine Problem sein…0der…?? :wink:)

nun wen man von exotischen nebeneffekten und der bei selbstgenerierten images fast endlosen testerei absieht eigentlich nicht, ich erinnere mich aber an eine begebenheit von vor 10 jahren, als mich als msdos prompt ein [:\login begrüßte als der client gebootet hatte, es dauerte etwas bis ich wußte was los war: das auf dem server gespeicherte image war für MS-dos 4.01 und enthielt in config.sys den eintrag lastdrive=z, natürlich bemühte sich der netware requester trotzdem ein aktuelles laufwerk nach lastdrive einzustellen und im ascii satz kommt nach z nunmal [ …

oder an den router der die ip-adressen in der mitte vertauscht hatte beim routen, erste abhilfe war die verwendung von symmetrischen adressen, bis ein update der router software verfügbar war…

ciao norbert

Gruß, Martin

[…]

Also meines Wissens haben die Dinger nur einen boot-Lader, das
eigentliche OS wird dann vom Server gesaugt. Soll aber mit den
neueren OS nicht mehr gehen. Das ist aber eh’ ein veralteter
Ansatz, da irrsinnige Mengen an Daten über das Netz gepumpt
werden müssen.

Ich würde mir an deiner Stelle mal Gedanken über MS TS/
Metaframe/ Winframe und Konsorten machen. Damit bekommt man
die TCO schon gedrückt. Ob sich das allerdings für die paar
Rechner lohnt…?

Da ist die Netzlast aber noch viel höher. Allerdings macht das zu Zeiten der Gigabit Netzwerke weniger Kopfzerbrechen. Trotzdem lohnt sich so etwas in dem Moment, wo viele Nutzer sich Rechner teilen und ein hohes „Fehlerrisiko“ bergen.

Im übrigen würde sich bei einem kleinen Unternehmen und der Anzahl der Rechner sofort eine Linux-Lösung anbieten. Ein fast Ethernet und die „clients“ als X-Terminals z.B.

Gruss

Jens

Da ist die Netzlast aber noch viel höher. Allerdings macht das
zu Zeiten der Gigabit Netzwerke weniger Kopfzerbrechen.

Würde ich so nicht unterstreichen. Wenn du z.B. Datenbankanwendungen fährst, kriegst du so erheblich weniger Netzlast. Bei grafisch orientierten Sachen allerdings dafür umso mehr!

Trotzdem lohnt sich so etwas in dem Moment, wo viele Nutzer
sich Rechner teilen und ein hohes „Fehlerrisiko“ bergen.

…oder man viele „Spielkinder“ unter den Usern hat, die alle Tipps aus einschlägigen Zeitschriften („So holen Sie das Letzte aus Ihrem Rechner raus“) sofort am Firmen-PC ausprobieren müssen. *seufz*

Im übrigen würde sich bei einem kleinen Unternehmen und der
Anzahl der Rechner sofort eine Linux-Lösung anbieten. Ein fast
Ethernet und die „clients“ als X-Terminals z.B.

Kenne ich mich leider überhaupt noch nicht mit aus. Kriege ich über eine solche Kombination die (leider) „normalen“ M$-Office Anwendungen gefahren?

Gruß
Stefan

Huch? Seit wann das denn? Ich würde sagen: Im Gegenteil. Thin
Client kommt immer mehr in Mode. Alle vernünftigen
Netzwerkkarten gibt es selbstverständlich auch mit „Boot-ROM“.
Ich spreche hier allerdings nicht von den 23,- DM
Schrottkarten.

och, eine rtl8139 basierte billigkarte (hat aber irrc auch 24.90 gekostet :smile: in meiner heimatbuechse hat genauso nen platz fuer nen boot-prom, wie die 4*100baseT karten auf der arbeit…

joachim

Also meines Wissens haben die Dinger nur einen boot-Lader, das
eigentliche OS wird dann vom Server gesaugt. Soll aber mit den
neueren OS nicht mehr gehen.

kommt darauf an, was du als os bezeichnest :smile:
gewisse aufgebohrte irq handler einer grossen seattler firma haben damit wohl problemchen, aber bei richtigen betriebssystemen ist das schon seit vielen jahren usus…

Das ist aber eh’ ein veralteter
Ansatz, da irrsinnige Mengen an Daten über das Netz gepumpt
werden müssen.
Ich würde mir an deiner Stelle mal Gedanken über MS TS/
Metaframe/ Winframe und Konsorten machen. Damit bekommt man
die TCO schon gedrückt. Ob sich das allerdings für die paar
Rechner lohnt…?

und citrix erzeugt also weniger netzlast? und ausserdem stellt sich dabei noch die preisfrage, denn citrix und die terminals gibts nicht gerade im sonderangebot. andererseits, nen servwer mit hot-swap (was eigentlich, nur laufwerke oder auch pci oder gar cpus) faengt ja auch im zig kilomark bereich an…

joachim