FAQ des Brettes „Netzwerke“ bei wer-weiss-was
Hallo wer-weiss-was Nutzer!
Dies ist der erste Versuch, aus den wiederkehrenden Fragen und Antworten der letzten Monate eine FAQ für dieses Brett zusammenzustellen. Ich hoffe, sie hilft Euch, die Suche nach der einen oder anderen Information etwas abzukürzen.
Die FAQ ist in der Brettbeschreibung verlinkt und wird nicht automatisch in das Archiv verschoben. Sie bleibt somit ständig verfügbar, wird mit der Zeit jedoch ans Ende dieses Brettes rutschen.
Kommentare, Ergänzungen, Korrekturen, etc. bitte per eMail an mich oder als Antwort auf diese FAQ.
CU
Markus
(Moderator des Brettes „Netzwerke“)
Inhalt:
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Peer-to-Peer Netz
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Netzwerkfreigaben unter Windows
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Zugriff von Win9x auf Freigaben von Win2k
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Netzwerkanmeldung automatisieren
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IP-Adressen und Subnetzmasken
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Netzwerkkabel, Hubs und Switches (noch nicht online)
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Internetverbindungsfreigabe (noch nicht online)
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Proxyserver für Modem, ISDN und DSL (noch nicht online)
1. Peer-to-Peer Netz
Peer-to-Peer Netze zwischen PCs und/oder Notebooks ermöglichen den Datenaustausch und die gemeinsame Nutzung von Ressourcen (z.B. Drucker, CD-Laufwerke, etc.).
1.1 Hardware
Zur Verbindung zweier PCs oder Laptops wird folgende Hardware benötigt:
- entweder ein Nullmodem-Kabel (spezielles serielles Kabel)
- oder ein Laplink-Kabel (spezielles paralleles Kabel)
- oder Netzwerkkarten in beiden PCs
Nullmodem-Kabel oder Laplink-Kabel sind für 15DM oder weniger im Fachhandel erhältlich. Netzwerkkarten (FastEthernet, Twisted Pair) sind als PCI-Karten schon für 30DM zu bekommen. Soll ein Laptop, der über keine integrierte Netzwerkkarte verfügt, an ein LAN angeschlossen werden, so wird eine Netzwerkkarte in Form einer PC-Card benötigt. Für diese sind mindestens 100DM pro Stück zu veranschlagen.
1.2 Übertragungsgeschwindigkeit
Die Übertragungsgeschwindigkeiten der Verfahren unterscheiden sich deutlich:
- Nullmodem-Kabel: max. 115kBit/s
- Laplink-Kabel: max. 2MBit/s
- Netzwerkkarte Ethernet: 10MBit/s
- Netzwerkkarte FastEthernet: 100MBit/s
Der tatsächliche Datendurchsatz hängt jedoch von vielen Faktoren ab und beträgt daher z.B. bei einem Laplink-Kabel ca. 500kBit/s, bei Ethernet ca. 8MBit/s, bei FastEthernet etwa 32MBit/s. Bei Ethernet hängt der Datendurchsatz auch davon ab, wie vielen PCs an ein Netzwerk angeschlossen sind, wobei eine steigende Anzahl Geräte zunehmend Reibungsverluste (Kollisionen) verursacht. Nullmodem-Kabel und Laplink-Kabel hingegen sind Punkt-zu-Punkt Verbindungen für zwei Geräte.
1.3 Software
Folgende Software wird für Nullmodem-Kabel oder Laplink-Kabel benötigt:
- entweder die in Windows integrierte PC-Direktverbindung (Windows-CD!)
- oder ein externes Programm (Interlnk und Intersrv von DOS, Norton Commander, Norton PCAnywhere, etc.)
Beachte: Die Verbindung über Laplink-Kabel funktioniert nicht unter Windows NT4.0, ansonsten ist eine Verbindung mit folgenden Betriebssystemen möglich: DOS, Win3.11, Win95, Win98, Win98SE, WinME, WinNT4, Win2k .
Bei der Verwendung von Netzwerkkarten wird folgende Software benötigt:
- Treiber vom Hersteller der Netzwerkkarte
- in Windows integrierte Netzwerkfunktionen (Windows-CD!)
Ein Datenaustausch zwischen Windows und DOS ist prinzipiell möglich, jedoch sehr aufwendig zu konfigurieren. Problemlos funktioniert es jedoch zwischen allen Windows-Versionen.
1.4 Links zum Thema
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PCDmichas WinTotal
PC-Direktverbindung einrichten (Schritt-für-Schritt Anleitung)
http://www.wintotal.de/tips/dfue/dfue1.htm
Netzwerk light (PC-Direktverbindung)
http://www.wintotal.de/artikel/dcc/dcc.htm -
PC Direktverbindung
http://wwwlehrer.rz.uni-karlsruhe.de/~za186/RAI/pc_d… -
Verbindungen mit WinNT
http://www.i-netlab.de/pcdirekt/pcdirekt.htm -
Ein einfaches Intranet unter Windows 95/98 einrichten
http://www.computerchannel.de/workshops/netzwerk/int…
2. Netzwerkfreigaben unter Windows
2.1 Einrichtung für Win9x
Systemsteuerung -> Netzwerk:
- Die Netzwerkkarte muß installiert sein
- Das TCP/IP- oder das NetBEUI-Protokoll installieren
Anmerkung: Für TCP/IP ist mindestens die Angabe einer IP-Adresse und einer zugehörigen Subnetzmaske notwendig, Gateway und Nameservice (DNS oder WINS) sind meist nicht erforderlich. NetBEUI kommt ohne weitere Konfiguration aus. Die Rechner zwischen denen Daten ausgetauscht werden sollen, müssen mit demselben Protokoll arbeiten!
Tip: Wurde das TCP/IP-Protokoll installiert, kann dies in der MS-DOS Eingabeaufforderung mit „ping IP-Adresse“ geprüft werden. Wird als Adresse „127.0.0.1“ angegeben, so ist dies der eigene Rechner. Liefert dieses Ping Antwortpakete, so ist das IP korrekt installiert. Wird als Adresse die IP des jeweils anderen Rechners angegeben und liefert das Ping Antwortpakete, so funktionieren auch die Netzwerkkarten und die Verkabelung.
- Unter „Identifikation“ die Arbeitsgruppe sowie einen Computernamen eintragen
Anmerkung: Die Rechner, zwischen denen Daten ausgetauscht werden sollen, müssen sich in derselben Arbeitsgruppe befinden und verschiedene Computernamen tragen!
- Den „Client für MS Netzwerke“ einrichten und in dessen Eigenschaften die „Schnelle Anmeldung“ aktivieren
- Die Dienst „Datei- und Druckerfreigabe“ installieren
- Unter „Datei- und Druckerfreigabe“ die Dienste aktivieren
- Die primäre Anmeldung auf „Client für MS Netzwerke“ einstellen
- Im Explorer Ordner oder ganze Laufwerke freigeben
2.2 Einrichtung für Win2k
Netzwerkumgebung -> Eigenschaften ->
- Die Netzwerkkarte muß installiert sein
- Unter „LAN-Verbindung“ das TCP/IP- oder das NetBEUI-Protokoll installieren
Anmerkung und Tip: s. Win9x
- Im Menü Erweitert -> Netzwerkidentifikation -> Eigenschaften einen Computername sie eine Arbeitsgruppe angegeben
Anmerkung: s. Win9x
- Den „Client für MS Netzwerke“ hinzufügen
- Den Dienst für „Datei- und Druckerfreigabe“ hinzufügen
- Im Explorer Ordner oder ganze Laufwerke freigeben
2.3 Links zum Thema
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Treiber für Netzwerkkarten (Treiber-Server der c’t)
http://www.heise.de/ct/treiber/ -
MAC-Adressen Datenbank (Hersteller der Netzwerkkarte finden)
http://www.informatik.uni-oldenburg.de/~mzahl/mac.html
3. Zugriff von Win9x auf Freigaben von Win2k
- Unter beiden PCs das Netzwerk einrichten
- Einen Benutzer mit zugehörigem Paßwort unter Win2k einrichten
- Freigaben auf dem Win2k-Rechner einrichten (über den Explorer)
- Für die Freigaben Berechtigungen für den neuen Benutzer hinzufügen, ggf. Eintrag „Jeder“ entfernen.
Per Default sind die sogenannten Administrativen Freigaben (C$, D$, etc.) auf einem WinNT4.0 oder Win2k-System vorhanden. Diese sind jedoch in der Netzwerkumgebung nicht sichtbar und können nur von Administratoren genutzt werden!
Freigaben von Win2k sind an bestimmte Berechtigungen und somit an Benutzer gebunden. Das bedeutet, daß unter Win2k ein Benutzer existieren muß, welcher zugriffsberechtigt für die Freigegebene Ressource ist. Überprüfen kann man dies, indem auf dem Win2k-Rechner über die Netzwerkumgebung auf den eigenen Rechner zugegriffen wird. Der momentan angemeldete Benutzer kann auf alle die Ressourcen der Netzwerkumgebung zugreifen, die er auf von einem anderen Rechner im Netz zur Verfügung hat.
Win9x zeigt beim Booten das Anmeldefenster des „Clients für MS Netzwerke“. Hier muß derselbe Benutzername und das zugehörige Kennwort eingetragen werden wie der Benutzer, für den unter Win2k Zugriffsrechte an der Freigabe vergeben wurden! Erscheint beim Zugriff von Win9x auf die freigegebene Ressource eine Abfrage nach dem Paßwort für die Ressource „IPC$“, so stimmen Name oder Kennwort nicht mit den Einstellungen von Win2k überein.
Anmerkung: Bis der Browser-Dienst die Netzwerkumgebung aktualisiert können einige Minuten vergehen. Insbesondere nach dem Neustart eines Rechners kann die Funktion „Computer suchen“ hier Abhilfe schaffen.
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4. Netzwerkanmeldung automatisieren
Wurde unter Win9x die primäre Anmeldung auf „Client für MS-Netzwerke“ gestellt, um so z.B. Zugriff auf Ressourcen eines WinNT oder Win2k-Rechners zu erhalten, wird bei jedem Startvorgang nach Benutzername und Paßwort gefragt - auch, wenn momentan kein Netzwerk vorhanden ist. Es ist möglich, diese Anmeldung zu automatisieren:
4.1 Win9x
Von MS gibt es ein Tool namens TweakUI. Dies ist Bestandteil der MS Powertoys und kostenlos bei MS zum Download erhältlich. Hiermit ist es möglich, Benutzername und Kennwort für eine automatische Anmeldung in der Registrierung des Systems zu hinterlegen. Da das Paßwort im Klartext abgespeichert wird, sollte man sich jedoch der Sicherheitsprobleme bewußt sein!
4.2 WinNT4
Sollte auch hier eine automatische Anmeldung gewünscht sein, so kann dies ebenfalls über TweakUI aus den MS Powertoys erreicht werden (siehe Win9x).
4.3 Win2k
Hier läßt sich die automatische Anmeldung mit Bordmitteln bewerkstelligen:
Systemsteuerung -> Benutzer und Kennwörter -> „Benutzer müssen für den Computer Benutzernamen und Kennwort eingeben“ deaktivieren.
4.4 Links zum Thema
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Microsoft Powertoys (inkl. TweakUI)
ftp://ftp.cdrom.com/.2/sac/utilmisc/powertoy.exe -
How to Prevent a Windows 95, Windows 98, or Windows Me Logon Prompt at Startup
http://support.microsoft.com/support/kb/articles/Q15…
5. IP-Adressen und Subnetzmasken
5.1 Aufbau von IP-Adressen
Eine IP-Adresse besteht aus einer Netzwerk- und einer Host-Adresse. Diese Teile sind unterschiedlich lang, ergeben in Summe jedoch stets 32Bit.
Eine Subnetzmaske gibt diese Aufteilung einer IP explizit an, indem sie alle Bits der Netzwerkadresse (vorderer Teil der IP-Adresse) mit Einsen maskiert. Die IP logisch UND-verknüpft mit der Subnetzmaske ergibt also die Netzwerkadresse. Der hintere Teil der IP-Adresse wird als Host-Adresse bezeichnet.
z.B.:
IP 192.168. 1. 2
Subnetmask 255.255.255. 0
binär:
IP 11000000.10101000.00000001.00000010
Subnetmask 11111111.11111111.11111111.00000000
Netzwerk 11000000.10101000.00000001.00000000
Host 00000000.00000000.00000000.00000010
dezimal:
Netzwerk 192.168. 1. 0
5.2 Netzklassen
Um den Raum aller verfügbaren IP-Adressen zu strukturieren, wurden sogenannte Netzwerkklassen eingeführt. Netzwerke der verschiedenen Klassen unterscheiden sich insbesondere in der Anzahl ihrer Host-Adressen. Zu jeder Netzwerkklasse gehört damit eine entsprechende Subnetzmaske.
Class A:
Subnetmask: 255.0.0.0
Netzwerkadressen: 1.0.0.0-127.0.0.0
Anzahl Netzwerke: 127
Anzahl Hosts je Netzwerk: 256^3-2
Class B:
Subnetmask: 255.255.0.0
Netzwerkadressen: 128.0.0.0-191.0.0.0
Anzahl Netzwerke: 64\*256=16384
Anzahl Hosts je Netzwerk: 256^2-2
Class C:
Subnetmask: 255.255.255.0
Netzwerkadressen: 192.0.0.0-223.0.0.0
Anzahl Netzwerke: 32\*256\*256=2097152
Anzahl Hosts je Netzwerk: 256-2
Die Anzahl Hosts ist jeweils um zwei zu reduzieren, weil zwei Hostadressen bereits reserviert sind:
Die erste IP eines Netzes (hier x.x.x.0) spezifiziert die Netzwerkadresse, die letzte IP (hier x.x.x.255) die Broadcast-Adresse des Netzwerks (sie adressiert alle Hosts).
Interessant wird die Subnetmask insbesondere beim sogenannten „Classless Inter Domain Routing“. Hier ist eine feinere Aufteilung der Netze möglich, als in der ursprünglichen Klassendefinition vorgesehen.
z.B.:
IP 172. 16. 0. 2
Subnetmask 255.255.255. 0
Obwohl 171.16.0.0 definitionsgemäß ein Class-B Netz ist, kann es über Subnetzmasken feiner unterteilt werden.
5.3 Alternative Darstellung
Nicht jede Zahlenkombination ist für Subnetzmasken sinnvoll. Deutlich wird dies in der Binärdarstellung: Die Subnetzmaske besteht aus einer Folge Einsen, gefolgt von einer Folge Nullen. Beliebige Permutationen von Einsen und Nullen sind nicht erlaubt. Aufgrund dieser Einschränkung kann die Subnetzmaske auch vereinfacht geschrieben werden:
dezimal: 255.255.224.0 = /19
binär: 11111111.11111111.11100000.00000000 = /19
Das heißt: 19 Bits (von der höchstwertigsten Stelle an) spezifizieren die Netzwerkadresse
Häufig wird diese Darstellung mit IP-Adressen kombiniert:
192.168.1.2/19
5.4 Private IP-Adressen
IP-Adressen können in der Regel nicht frei genutzt werden, sondern müssen beantragt werden. Provider lassen sich einen festen Bereich reservieren und können Adressen aus diesem Bereich ihren Kunden zuteilen, wenn diese sich über den Provider mit dem Internet verbinden.
Um für LANs (z.B. das kleine Netz zu Hause) nicht auch einen IP-Bereich beantragen zu müssen, gibt es sogenannte private IP-Adressen:
Class A: 10.0.0.0/8
Class B: 172.16.0.0/16 - 172.31.0.0/16
Class C: 192.168.0.0/24 - 192.168.255.0/24
Adressen aus den oben angegebenen Bereichen können für interne Netze frei genutzt werden. Da mit diesen Adressen kein Internetzugang möglich ist (sie werden nicht geroutet), können beliebig viele LANs diese Adressen verwenden.
5.5 Aktuelle IP-Adresse ermitteln
Die IP-Adressen der Netzwerkkarte und des DFÜ-Adapters eines PCs lassen sich wie folgt erfragen:
Win9x:
Über Start -> Ausführen -> winipcfg.exe
WinNT und Win2k:
In der Eingabeaufforderung über den Befehl „ipconfig /all“
Linux:
Shell-Befehl „ifconfig“
5.6 Links zum Thema
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Grundlagen Computernetze
http://www.netzmafia.de/skripten/netze/
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Netzwerkkabel, Hubs und Switches
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Internetverbindungsfreigabe
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Proxyserver für Modem, ISDN und DSL