Die 'Palmenbibliothek' in Indien

Von: , Frage gestellt am Mi, 2. Feb 2000

Wer weiss Links, Infos oder auch Literaturhinweise dazu ??

Gruss, Peter

4 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Die 'Palmenbibliothek' in Indien

    Hallo,
    meine Freundin war letztens in Indien und wollte auch unbedingt Palmenbibliothek
    besuchen. Nun hat sie von anderen mitreisenden Haarsträubende Storys gehört, von wegen der *Bibliothekar* schickt grundsätzlich erstmal alle fort und man muß mehrmals kommen um dran zu kommen. Am Ende dann bekommen alle sehr verdächtig ähnliche Geschichten zu hören. Die hat es dann gelassen.
    Gruß,
    Maja Wer weiss Links, Infos oder auch
    Literaturhinweise dazu ??

    Gruss, Peter

  2. Antwort von nach einem Tag hilfreich
    Re: Die 'Palmenbibliothek' in Indien

    Wer weiss Links, Infos oder auch
    Literaturhinweise dazu ??

    Gruss, Peter
    Hallo Peter,

    Ich habe vor einigen Woche einen Bericht in einer Newsgroup über die Palmbiliothek gelesen.
    Hier ist er nocheinmal, vielleicht hilft es dir weiter:

    DIE PALMBLATTBIBLIOTHEK

    Eigentlich gibt es mindestens zwei solcher Bibliotheken und diese
    beiden sind in Suedindien zu finden.

    Die Horoskope sind auf Palmblaettern niedergeschrieben. Etwa
    48 cm lang und 6 cm breit. Das ist die Form in welcher zur alten
    Zeit die vedischen Schriften festgehalten wurden. Diese Blaetter
    sind mit ganz winzigen, etwa einem Millimeter hohen Buchstaben
    extrem dicht beschrieben und koennen ohne Lupe kaum entziffert
    werden. Die Schrift selbst, Alt-Tamilisch, in Versform gehalten.
    Noch dazu sind diese Blaetter beidseitig beschriftet. Man
    koennte sagen - jahrtausendealte Mikrofiche. Der genaue Umfang
    der Bibliothek ist nicht bekannt.

    Vor tausendenden Jahren, zur Zeit der vedischen Hochkultur, wurden
    diese Horoskope vorausberechnet. Verstaendlicherweise nur fuer
    bestimmte Seelen, naemlich jene, die irgendwann einmal diese
    Bibliothek aufsuchen und ihr Horoskop lesen werden. Die vedische
    Astrologie ist so exakt, dass wenn sie von jemandem vollkommen
    beherrscht wird, es ermoeglicht, riesige Zeitraeume im voraus zu
    berechnen.

    Zwei der Verfasser dieser Palmblattbibliotheken heissen Brighu
    und Suka. Brighu ist ein Sohn Brahmas (des indischen Schoepfer-
    gottes, Vater der Menschen) und lebt immer noch. (Nur ein einziger
    Tag Brahmas ist fuer menschliche Massstaebe unendlich lange.)
    Auch Suka (gesprochen Schuka) ist eine sehr spezielle
    Persoenlichkeit, die direkt aus der spirituellen Welt kam und vor
    5000 Jahren auf unserem Planeten lebte. Ein weiterer Verdienst
    Sukas ist, dass er das Srimad Bhagavatam, eine essentielle vedische
    Schrift, (im Alter von 16 Jahren !) gesprochen hat.

    Die Palmblaetter halten etwa 500 - 800 Jahre und muessen dann
    neu abgeschrieben werden. Eine unwahrscheinlich aufwendige Aufgabe
    die in Familientradition weitergegeben wird.

    Zuerst geht man also zu dieser Bibliothek und gibt seine genauen
    Geburtsdaten ab. (Tag, Uhrzeit, Koordinaten) Die Palmblaetter sind
    natuerlich nicht nach Kalender geordnet und schon gar nicht nach
    einem Kalender der von einem mit hoher Wahrscheinlichkeit falschen
    Geburtsdatum einer hohen Persoenlichkeit ausgeht. Die
    astrologischen
    Angaben sind nach den Sternkonstellationen geordnet.

    Am naechsten Tag dann geht einer der Verwalter der Bibliothek, das
    sind sehr hochqualifizierte Brahmanen und Astrologen, das
    Palmblattbuch fuer die bestimmte Person suchen.

    Das Horoskop selbst ist dann sehr bemerkenswert. Es beinhaltet
    den genauen Tag an dem man es lesen wird. Der Brahmana
    ueberprueft
    es, indem er Teile aus der Vergangenheit des jetzigen Lebens
    vorliest
    und sich deren Richtigkeit bestaetigen laesst. Etwa so : Dies und
    jenes ist im Alter so und so passiert. Einzelheiten aus dem Leben,
    ueber Familie, Frau und Kinder. Auch besondere Koerpermerkmale
    und/oder Gebrechen sind aufgefuehrt. Bemerkenswert auch, das
    Berufe und Lebensumstaende umschrieben werden, die zur Zeit der
    Erstellung des Horoskops eigentlich unbekannt gewesen sein
    muessten.
    Wie etwa der Beruf eines Lokfuehrers und Flugzeugpiloten.
    Und dann kann man fragen. Auch Fragen, die die Vergangenheit und
    fruehere Leben betreffen.

    Durch dieses pers. Gespraech wird gleichzeitig dem Missbrauch
    vorgebeugt. Denn wenn sich eine Person als Stellvertreter einer
    anderen Person ausgibt, wird der Brahmane schnell merken, was
    gespielt wird. Noch dazu wo diese Brahmanen wohl auch in der Lage
    sind, nur aufgrund der Gesichtsform eines Menschen, dessen
    Beweggruende und Wesen zu erkennen. Denn dies ist auch, genauso
    wie
    das richtige Handlesen, eine astrologische Wissenschaft der Veden.

    Im Gegensatz zu unseren meist unpersoenlichen westlichen Horoskopen
    ist das Palmblatt-Horoskop in der zweiten Person geschrieben, man
    wird also direkt mit "Du" angesprochen. Es ist wie ein sehr
    persoenlicher Brief Brighus oder Sukas der einem direkt seine
    detailierten Ratschlaege erteilt.
    Fuer viele Menschen ein Erlebnis, welches ihr Leben nachhaltig
    veraendert. Das Wissen um diese Palmblattbibliotheken ist
    nicht umsonst bis in unseren Kulturkreis vorgedrungen.

    Nun fragt man sich, wie es denn ueberhaupt moeglich ist, dass ein
    Horoskop derartig weit in die Zukunft reichen und dann auch noch
    zutreffen kann. Eine Frage, die fuer einen Menschen nur natuerlich
    ist. Fuer einen Halbgott jedoch ist ein menschliches Horoskop ein
    Kinderspiel. Zeitspannen, die vom Standpunkt eines Menschen
    Jahrtausende umfassen, sind fuer einen Halbgott Minuten. Und somit
    sind diese Persoenlichkeiten in der Lage, solche Horoskope zu
    stellen, genau wie wir Menschen in der Lage sind, etwa einer
    Eintagsfliege ihren Tod innerhalb eines Tages vorherzusagen. Doch
    der Eintagsfliege mag ein Tag wie uns 100 Jahre dauern und das
    sie irgendwann einmal steben wird, daran glaubt sie sowieso nicht
    ernsthaft.

    Ein Problem ist allerdings, das ein Teil dieser Bibliothek von
    den Muslimen niedergebrannt wurde. So kann es sein, dass manche
    Horoskope verlorengegangen sind.

    Wer sich mit vedischer Wissenschaft beschaeftigt, der weis
    das dieses Wissen immer theistisch ist. Es zielt im Gegensatz
    zu unerer heutigen westlichen Wissenschaft immer auf die
    Erkenntnis des Absoluten, kurz, Gott. Jemand, der ein Buch
    ueber das altindische vedische Wissen besitzt, in der die absolute
    Wahrheit verschwiegen, verleugnet oder auf eine ihrer drei
    Erscheinungsformen (meist auf ihre unpersoenliche Form (Energie))
    reduziert wird, besitzt ein manipuliertes Werk, welches ihm
    unter Umstaenden sogar mehr schaden als nuetzen wird. Ziellose
    Wissenschaft oder Wissenschaft die auf vergaengliche Werte
    ausgerichtet ist, ist ein Unding und vergroessert das Leiden
    der Menschen statt es zu lindern.

    So ist der Zweck dieser Bibliotheken nicht einfach den Besuchern
    den ultimativen esorterisch-genussvollen Ueberbliss zu verschaffen.
    Sondern es geht darum, dem Besucher auf persoenlicher Basis zu
    beweisen, dass vedisches Wissen hoeheres, von der hoechsten
    Persoenlichkeit Gottes offenbartes, und nicht zeitweiliges, von
    bedingten Menschen ermitteltes Wissen ist. Dieses wahrlich
    autorisierte Wissen wurde zum alleinigen Nutzen der Menschheit
    gesprochen und festgehalten.

    - Wissenschaft ohne Religion ist sinnlos. -
    - Und Religion ohne Wissenschaft ist blind. -
    (Einstein)
    Und hier die Ergebnisse meiner Anfrage bezueglich der
    Palmblattbibliotheken in Suedindien :

    Der Name der Bibliothek ist "Suka - Nadi" (gespr. Schuka - Nadi)
    und sie ist in Bangalore/Suedindien zu finden. Es gibt offenbar
    keine genaue Postadresse. Wer es bis Bangalore geschafft hat
    (Auto in Indien kann man vergessen da es ausserhalb der Staedte
    zum Glueck kaum dafuer geeignete Strassen gibt) der sollte sich
    in der Stadt Bangalore nach der Bibliothek erkundigen.

    Als Reisemoeglichkeit kommt alles moegliche in Frage. Angefangen
    vom Fussmarsch ueber einen Elefantenritt bis zum Ochsenkarren.

    Als Entgelt fuer das Vorlesen wird eine Spende gegeben, die
    ca. 100 - 120 oeS betraegt. (Brahmanas duerfen unter keinen
    Umstaenden fuer Geld arbeiten und dadurch irgendwelchen
    weltlich gesinnten Menschen dienen.)

    Es ist NICHT moeglich sich schriftliche Auskuenfte ueber sein
    Palmblatt einzuholen. Die Palmblaetter wurden nur fuer Personen
    verfasst, die irgendwann *leibhaftig* bei der Bibliothek vorbeikommen.

    Die Bibliothek wird wahrscheinlich erhalten, weil es sich um eines
    der unschaetzbar wertvollen Erbstuecke der alten vedischen Hochkultur
    handelt.


    Schöne Grüße,

    Alex.

    • Antwort von nach 2 Tagen hilfreich
      Re^2: Die 'Palmenbibliothek' in Indien

      also ich will bald für nen monat nach indien...wo muß ich jetzt nochmal dorthin gehen? Hab auch schon mal was davon gehört...

      Weitere Tipps für mich?

      • Antwort von nach 6 Tagen hilfreich
        Re^3: Die 'Palmenbibliothek' in Indien

        TIPS TIPS TIPS

        Hallo

        Bangalore hat einen Flughafen, es ist also recht einfach hinzukommen.
        Dort angekommen würde ich einen Taxi für die Fahrt mieten. Am besten fest für einen Tag oder egal wie lange.
        Der Kilometer kostet zwischen 4 und 8 Rupien, je nach Autotyp.
        Außerdem bekommt der Fahrer 100 Rupien am Tag als Essensgeld. Jeden Tag etwa um die Mittagszeit aushändigen, denn unser Fahrer hat keinen Ton von sich gegeben.
        Dies als Orientierung, denn einen Weißen nimmt man gerne aus.
        Wer nicht Feilscht outet sich als kompletter Grünschnabel. Aber immer freundlich bleiben!
        Sehr wichtig! Denn für uns scheint alles viel zu langsam zu gehen, oder man regt sich über die Gleichgültigkeit der Inder auf.
        Immer dran denken daß Zeit in Indien KEINE Rolle spielt. Zeit ist Geld??? Nicht in Indien. Und wenn man zu forsch wird riskiert man alles zu verlieren.

        Eine Vorrednerin hat dich gewarnt das man weggeschickt wird. Also das ganze womöglich Humbug sei oder so.
        Aber es ist eher ein Test. Auch in Klöstern kommt man nicht einfach durch Anklopfen rein. Wenn du es wirklich willst dann kannst du auch ein paar Tage wartend vor dem Tor aushalten! So mußt du denken.
        Und gaanz wichtig: Es ist eine andere Welt, und eine Zusage bedeutet noch lange nicht das man sich daran hält. Auch das Allgegenwärtige "no problem" besagt nicht viel mehr als: "ich habe verstanden".

        Ciao

        Thud [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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