Hallo an alle,
ich dachte lange Zeit, dass Tarot nicht die Zukunft voraussagt, sondern einfach eine Art ist, wie man sich selbst in einer aktuellen Situation Klarheit verschaffen kann. Die Karten stellen eigentlich Fragen und geben keine Antworten, Ziel ist, den Fragenden zum Nachdenken zu bringen. Und wie man letztlich zum Denken kommt, ist doch Geschmachkssache.
Allerdings sind mir mittlerweile einige seltsame Sachen passiert. Eine Aneldote passierte Sylvester:
Ich habe meine Freunde eine Jahreskarte für 2003 aus der großen Arkana ziehen lassen. Ein Freund hatte schon 1 1/2 Jahre zuvor eine Beziehung beendet, aber er wurde bis dato mit der Situation nicht fertig, war zeitweise sogar suizidgefährdet. Er mischte und zog den Tod (Kurzdeutung: Ende einer Situation, Beginn einer Neuen). Er hat aber nur das Symbol gesehen und wollte eine zweite Karte ziehen. Ich war nicht begeistert, aber gut. Er zog als zweite Karte den Turm (Kurzdeutung: Sackgasse; wenn man an der bisherigen Situation nichts ändert, kommt es zur Explosion weil alles verfahren ist) Ich bin erschrocken, weil ich natürlich sofort an diesen Suizid gedacht habe. Wohl aufgrund meiner Reaktion wollte er ein drittes Mal ziehen (da hab ich schon geschimpft, dass das kein Spiel ist), und zog wieder den Turm - das ganze hat sich hingezogen über insgesamt 5x Kartenziehen. Er hat 4x gemischt, ich 1x für ihn, und er hat 5x den Turm gezogen.
dieses erlebnis hat mich "gerissen".
Meine Einstellung seitdem: Die Karten helfen dir zu denken. Aber Tarot ist nicht einfach nur ein Spiel. Wahrsagen ist Erfahrungs- und Praxissache. Man lernt das Handwerkszeug und dann folgt man seiner Intuition. Graue Theorie gibt es hier nicht.
vielleicht hilft das!
Sabrina