Hallo!
Hab noch ne kleine Ergänzung.
Du schriebst:"Je größer das Kaliber, desto tot".
Das ist so nur relativ zu sehen, und zwar in Relation zur Patrone des Kalibers. Die Gegenseite wäre:"Je kleiner das Geschoß, desto schnell"
Eine Patrone wird meist entweder in US-Inch-Maßen + entwickelndem Hersteller und/ oder Verwendung + Besonderheiten gemacht, ober in Kaliber in mm + Hülsenlänge + Besonderheiten.
Die "alte" Bundeswehrpatrone trug die Bezeichnung .308 Winchester. Der andere Name für die gleiche Patrone ist 7,62x51
Alternativ dazu könnte nun noch sowas wie Magnum oder so dahinterstehen, oder im militärischen Bereich S oder Sabot oder Treibspiegel. Auch Geschoßbesonderheiten militärischer wie jagdlicher Munition stünden im Namen, z.B. 7,62x51 TUG (Torpedo IdealGeschoß der Fa. Brenneke).
"Desto tot" hängt also nicht nur vom Kaliber ab. Kaliber 45 meint meist die .45 ACP (automatic Colt Pistol), eine langsamfliegende Patrone mit guter Energieabgabe und Mannstoppwirkung im Kaliber 12,3 mm, während eie .50 AE (Action Express)mit 12,7 mm ungleich dicker ist, aber etwas schwerere und ERHEBLICH!!! rasantere Geschosse von hoher Durchschlagskraft verschießt. Die neue Natopatrone 5,56x45 (.223 Remington) ist gerade mal etwas über 51/2 mm dick, durch die Taumeleigenschaften des Geschosses aber erheblich tödlicher als besagte .45 ACP.
Ich fang jetzt nicht noch von den verschiedenen mantelarten und Geschoßtypen an, sonst verwirre ich Dich völlig. Kaliber allein sagt aber außer dem tatsächlichen Durchmesser von Geschoß und Lauf oder Rohr eigentlich nicht furchbar viel aus.
Mehr gern bei Nachfrage.
Grüße,
Marcus