Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter unten

Von: , Frage gestellt am Mo, 29. Jan 2007

Hallo Leute,

hier mal mein ganz subjektives Empfinden. Vielleicht regt Euch das zu Diskussionen an oder ich bekomme Feedbacks, ob´s nur mir so geht.

Also:
Im letzten Jahr war ich für einige Tage in Hamburg und in München.
Ich benutzte dort nachts die U-Bahn.

Ich - wie gesagt subjektives Empfinden - in München hab ich mich einfach sicherer gefühlt als in Hamburg (zumal es mir in Hamburg (weiß nicht mehr genau die Haltestelle) aber in der Gegend der Reeperbahn fast passiert wäre, dass ich eingeschlossen worden wären. Es wurden dort nicht sehr spät, vielleicht 23.00 Uhr Gitter angebracht, um eben den Bahnhof zu schließen. Da ich das nicht wusste, kam ich zufällig dort an, als die Gitter geschlossen wurden. Wenige Minuten später wäre ich "drinnen" gewesen.

Aber unabhängig davon, die gesamte Atmosphäre empfand ich in München als weniger beängstigend.

Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht, dass man sich in einer Stadt "wohler" fühlt als in einer anderen?

S.

17 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 17 Minuten 1 hilfreich
    Re: Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter unt

    Hallo,

    nun gebe ich gern zu das ich als "Hamburger Jung" in Hamburg keine Probleme habe. Allerdings ist die Gegend rund um die Reeperbahn sicher einigen etwas unheimlich. Das ist aber sicher auch etwas beladen von Vorurteilen. In der Realität gibt es üblere Gegenden in Hamburg.
    In den südlicheren Gefilden wie München ist es mir schon eher unheimlich, da laufen nämlich für meinen Geschmack schon zuviele "Grüne" rum. Und meine bisherigen Kontakte zu den "Grünen" aus dem Süden sind leider durchweg negativ belastet.
    Generell fühle ich mich in Berlin z.B. pudelwohl in den öffentlichen Verkehrsmitteln. In München bin ich bisher nur mit dem Auto gewesen.
    Kurz gesagt: Ich fühl mich überall gleich wohl oder unwohl.

    Gruss Sebastian

    • Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter u

      Hallo Sebastian, In den südlicheren Gefilden wie München ist es mir schon eher
      unheimlich, da laufen nämlich für meinen Geschmack schon
      zuviele "Grüne" rum. Und meine bisherigen Kontakte zu den
      "Grünen" aus dem Süden sind leider durchweg negativ belastet.
      Beachte mal, dass der Artikel von einer Frau stammt. Da ist das subjektive Sicherheitsgefühl wohl etwas anders gelagert. Mit anderen Worten, es ist schon ein Unterschied, ob ein Mädel schick zurechtgemacht in München, Hamburg oder Berlin allein in den öff. Verkehrsmitteln unterwegs bist oder ob sich dabei um einen männlichen Punk, rülpsend mit Bierpulle in der Hand handelt.
      Der Punk wird sich in München wegen der "Grünen" natürlich unwohler fühlen, als das miniberockte Mädchen. Die wird da dafür aus gut vorstellbaren Gründen in Hamburg und Berlin eher ein Taxi vorziehen. Generell fühle ich mich in Berlin z.B. pudelwohl in den
      öffentlichen Verkehrsmitteln. In München bin ich bisher nur
      mit dem Auto gewesen.
      Sicherlich. Aber als Mädchen doch ein paar Regeln beachten. In den ersten Wagen einsteigen (Fahrer in der Nähe). Sollten möglichst noch mehrere andere unverdächtige Personen drin sein. In der Nähe vom Nothaltknopf wäre auch nicht schlecht. Pfefferspray ist okay.

      Gruß
      rakete

      • Antwort von nach 16 Stunden 1 hilfreich
        Re^3: Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter u

        Hola
        Mir gehts unter denselben Bedingungen wie im Ursprungspost trotzdem, wie Sebastian, genau umgekehrt.
        Die Tatsache, dass ich alle paar Meter über grüne Männchen stolper gibt mir das subjektive Gefühl ich müsste dort vor irgendetwas Angst haben. Etwa so, als würde ich eine Schlossbesichtigung machen und der Gruppenführer rennt mit einer gezückten Baseball-Keule da durch.

        frosch

        • Antwort von nach 17 Stunden 0 hilfreich
          Re^4: Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter u

          Hallo, Mir gehts unter denselben Bedingungen wie im Ursprungspost
          trotzdem, wie Sebastian, genau umgekehrt.
          Die Tatsache, dass ich alle paar Meter über grüne Männchen
          stolper gibt mir das subjektive Gefühl ich müsste dort vor
          irgendetwas Angst haben.
          ich habe Sebastian anders verstanden. Er mag bestimmte Orte nicht, eben weil da grüne Männchen sind (also weil er deren Gegenwart offenbar nicht gezielt sucht) und nicht, weil er wegen deren Anwesenheit glauben zu müssen, vor einer besonders schlimmen subjektiven Gefahr beschützt zu werden.

          Gruß
          rakete

          • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
            Re^5: Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter u

            Hey,
            *lach* Ja, ich glaube in der Tat, dass er das so meinte-
            Und ich wiederum meinte, dass es mir genauso geht, dass mir München "unsympathischer" ist als Hamburg - im Gegensatz zum Ursprungspost.
            Ein Absatz hätte es vielleicht getan..

            Meine (von Sebastian wahrscheinlich abweichende) Begründung (als Frau, weil Du darauf gesondert eingingst) dafür ist dann, dass mir "suggeriert" wird, es wäre was da zum fürchten-
            a la "sonst müssten die da ja nicht laufen".

            Also gleiches Gefühl, andere Begründung, verschiedene Geschlechter. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
          Polizeipräsenz und Sicherheitsgefühl

          Hi Frosch,
          ich überlege gerade, warum das so ist und wann das bei mir gekippt ist. In meiner Jugendzeit (hach, hört sich das verklärt an) war Polizei eher etwas feindliches für mich, ich sage nur Wackersdorf.

          Inzwischen bin ich sehr froh, dann und wann eine Polizeistreife zu sehen. Das Outfit ist natürlich entscheidend. Wir haben in Magdeburg mal eine Nazi-Demonstration miterlebt, da schoss von der Seite plötzlich eine Polizei-Mannschaft in Vollmontur aus der Seitenstraße. Da wußten wir plötzlich nicht mehr, wer hier gefährlicher ist.

          Ansonsten habe ich gerade in Magdeburg und Rostock gelernt mich über Polizeipräsenz zu freuen (Das ist jetzt keine Wertung Ost gegen West, ich habe eben diese Städte kennengelernt), in Dresden hingegen habe ich mich sicherer gefühlt.

          Außerdem habe ich folgende persönliche Erfahrungen gemacht: Für einen Sexualstraftäter sehe ich nicht weiblich genug aus, wenn ich in Jeans auf einem Herrenrad flott durch die Stadt fahre. Und wenn mich Männer anpöbeln, dann meist, weil sie mich auf den ersten Blick für einen Mann halten (schon konkret vorgekommen) und dann peinlich berührt feststellen müssen, dass sie sich im Irrtum befinden.

          Ansonsten: Ich glaube irgendwo gelesen zu haben, dass das subjektive Sicherheitsempfinden meist überhaupt gar nichts mit den tatsächlich stattfindenden Straftaten zu tun hat. Insofern ist das Sicherheitsgefühl sowieso nebensächlich.

          In Erlangen gab es meines Wissens mal eine gute Aktion: Man konnte dunkle Ecken und Stellen, an denen man sich unsicher fühlt melden und die Stadt hat dann versucht dort Abhilfe zu schaffen.

          kernig

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter u

        Hi, Mit anderen Worten, es ist schon ein Unterschied, ob ein Mädel
        schick zurechtgemacht in München, Hamburg oder Berlin allein
        in den öff. Verkehrsmitteln unterwegs bist oder ob sich dabei
        um einen männlichen Punk, rülpsend mit Bierpulle in der Hand
        handelt.
        Nun kommst Du aber plötzlich von hinten mit zwei konträren Extremen, von denen im Ursprungspost nicht die Rede war. Der Punk wird sich in München wegen der "Grünen" natürlich
        unwohler fühlen, als das miniberockte Mädchen. Die wird da
        dafür aus gut vorstellbaren Gründen in Hamburg und Berlin eher
        ein Taxi vorziehen.

        Nicht unbedingt. Die U-Bahnen in HH sind Kameraüberwacht, bei den S-Bahnen wird jetzt auch nachgezogen.
        Bei so vielen Grünen fühle ich mich bei jedem Schritt beobachtet, sowas engt mich ein. Eine Kamera beobachtet auch, aber anonymer.
        Und wie Bleifrosch schon geschrieben hat, warum sind denn da so viele Grüne? In einer friedlichen Gegend tut das nicht not. Generell fühle ich mich in Berlin z.B. pudelwohl in den
        öffentlichen Verkehrsmitteln. In München bin ich bisher nur
        mit dem Auto gewesen.
        Sicherlich. Aber als Mädchen doch ein paar Regeln beachten. In
        den ersten Wagen einsteigen (Fahrer in der Nähe). Sollten
        möglichst noch mehrere andere unverdächtige Personen drin
        sein. In der Nähe vom Nothaltknopf wäre auch nicht schlecht.
        Pfefferspray ist okay.

        Das gleiche gilt auch für hasenfüssige Kerle;-)
        Ich habe auch schon Situationen in der Bahn erlebt bei der ein etwas grobschlächtiger (nicht besonders vertrauenerweckender) Kerl sich für ein Mädel eingesetzt hat und die Jugendlichen kurz und deutlich in ihre Schranken verwiesen hat. Wobei die Jugendlichen recht harmlos aussahen. Man weiss nie was auf einen zukommt. Es wurden auch schon Mädels von Taxifahrern begrapscht. Die totale Sicherheit gibts nicht.
        Ich persönlich bevorzuge jedoch meine eigene Menschenkenntnis im Gegensatz zu einer Überzahl an Grünen.
        Bei Grossveranstaltungen sicher richtig zur Prävention, aber nicht wenn nichts los ist.

        Gruss Sebastian

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter u

          Hallo Sebastian, Mit anderen Worten, es ist schon ein Unterschied, ob ein Mädel
          schick zurechtgemacht in München, Hamburg oder Berlin allein
          in den öff. Verkehrsmitteln unterwegs bist oder ob sich dabei
          um einen männlichen Punk, rülpsend mit Bierpulle in der Hand
          handelt.
          Nun kommst Du aber plötzlich von hinten mit zwei konträren
          Extremen, von denen im Ursprungspost nicht die Rede war.

          Na gut, der Punk vielleicht schon, weil er vermutlich gegen die Haus- oder Beförderungsordnung verstösst. Aber ansonsten hat doch jeder Anspruch auf eine unbelästige Fahrt, ob aufgemotzt oder nicht. Der Punk wird sich in München wegen der "Grünen" natürlich
          unwohler fühlen, als das miniberockte Mädchen. Die wird da
          dafür aus gut vorstellbaren Gründen in Hamburg und Berlin eher
          ein Taxi vorziehen.

          Nicht unbedingt. Die U-Bahnen in HH sind Kameraüberwacht, bei
          den S-Bahnen wird jetzt auch nachgezogen.
          Bei so vielen Grünen fühle ich mich bei jedem Schritt
          beobachtet, sowas engt mich ein. Eine Kamera beobachtet auch,
          aber anonymer.
          okay, das sollte viel mehr gemacht werden. Und wie Bleifrosch schon geschrieben hat, warum sind denn da
          so viele Grüne? In einer friedlichen Gegend tut das nicht not.
          Das ist wohl so eine Problem, wie mit dem Ei und der Henne (Was war als erstes da ?) Ist es sicher, weil die Polizei da ist oder ist sie da, weil es so unsicher ist. Generell fühle ich mich in Berlin z.B. pudelwohl in den
          öffentlichen Verkehrsmitteln. In München bin ich bisher nur
          mit dem Auto gewesen.
          Sicherlich. Aber als Mädchen doch ein paar Regeln beachten. In
          den ersten Wagen einsteigen (Fahrer in der Nähe). Sollten
          möglichst noch mehrere andere unverdächtige Personen drin
          sein. In der Nähe vom Nothaltknopf wäre auch nicht schlecht.
          Pfefferspray ist okay.

          Das gleiche gilt auch für hasenfüssige Kerle;-)
          Ich habe auch schon Situationen in der Bahn erlebt bei der ein
          etwas grobschlächtiger (nicht besonders vertrauenerweckender)
          Kerl sich für ein Mädel eingesetzt hat und die Jugendlichen
          kurz und deutlich in ihre Schranken verwiesen hat. Wobei die
          Jugendlichen recht harmlos aussahen. Man weiss nie was auf
          einen zukommt. Es wurden auch schon Mädels von Taxifahrern
          begrapscht. Die totale Sicherheit gibts nicht.
          Zustimmung
          Gruß
          rakete

          • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
            Re^5: Anmerkung zu 'Imigrantendiskussion' weiter u

            Hallo! Mit anderen Worten, es ist schon ein Unterschied, ob ein Mädel
            schick zurechtgemacht in München, Hamburg oder Berlin allein
            in den öff. Verkehrsmitteln unterwegs bist oder ob sich dabei
            um einen männlichen Punk, rülpsend mit Bierpulle in der Hand
            handelt.
            Nun kommst Du aber plötzlich von hinten mit zwei konträren
            Extremen, von denen im Ursprungspost nicht die Rede war.

            Na gut, der Punk vielleicht schon, weil er vermutlich gegen
            die Haus- oder Beförderungsordnung verstösst. Aber ansonsten
            hat doch jeder Anspruch auf eine unbelästige Fahrt, ob
            aufgemotzt oder nicht.
            Das ist genau der Punkt.
            Es gibt einfache Regeln, an die man sich hier zu halten hat. Der Punk wird sich in München wegen der "Grünen" natürlich
            unwohler fühlen, als das miniberockte Mädchen. Die wird da
            dafür aus gut vorstellbaren Gründen in Hamburg und Berlin eher
            ein Taxi vorziehen.
            Nicht unbedingt. Die U-Bahnen in HH sind Kameraüberwacht, bei
            den S-Bahnen wird jetzt auch nachgezogen.
            Bei so vielen Grünen fühle ich mich bei jedem Schritt
            beobachtet, sowas engt mich ein. Eine Kamera beobachtet auch,
            aber anonymer.
            ...und vor allem greift eine Kamera nicht ein.
            Vielmehr stellt die allgegenwärtige Überwachung aller Bürger durch z.B. Kameras in Bahnen und an öffentlichen Plätzen oder das Mautsystem alle Bürger unter Generalverdacht.
            Da fühle ich mich deutlich besse rund v.a. sicherer, wenn die Polizei häufig patroulliert.

            Was ist überhaupt an der Präsenz von Polizisten auszusetzen?
            Mich nervt die ewige Blitzerei an kaum bis nicht unfallträchtigen Strecken sehr, aber dennoch habe ich nichts dagegen, nachts auf der Straße oder in der U-Bahn ab und an einen Polizisten zu sehen. okay, das sollte viel mehr gemacht werden.
            Wie gesagt, das finde ich nicht. Und wie Bleifrosch schon geschrieben hat, warum sind denn da
            so viele Grüne? In einer friedlichen Gegend tut das nicht not.
            Wann war München eine Hochburg der Kriminalität?
            Dieses Scheinargument ist somit einfach lächerlich.
            Es ist in München so sicher, weil eben einiges an Polizei unterwegs ist. Das ist wohl so eine Problem, wie mit dem Ei und der Henne
            (Was war als erstes da ?) Ist es sicher, weil die Polizei da
            ist oder ist sie da, weil es so unsicher ist.
            s.o. Generell fühle ich mich in Berlin z.B. pudelwohl in den
            öffentlichen Verkehrsmitteln. In München bin ich bisher nur
            mit dem Auto gewesen.
            Sicherlich. Aber als Mädchen doch ein paar Regeln beachten. In
            den ersten Wagen einsteigen (Fahrer in der Nähe). Sollten
            möglichst noch mehrere andere unverdächtige Personen drin
            sein. In der Nähe vom Nothaltknopf wäre auch nicht schlecht.
            Pfefferspray ist okay.

            Das gleiche gilt auch für hasenfüssige Kerle;-)
            Ich habe auch schon Situationen in der Bahn erlebt bei der ein
            etwas grobschlächtiger (nicht besonders vertrauenerweckender)
            Kerl sich für ein Mädel eingesetzt hat und die Jugendlichen
            kurz und deutlich in ihre Schranken verwiesen hat. Wobei die
            Jugendlichen recht harmlos aussahen. Man weiss nie was auf
            einen zukommt. Es wurden auch schon Mädels von Taxifahrern
            begrapscht. Die totale Sicherheit gibts nicht.
            Das ist klar. Man kann aber einen hohen Grad an Sicherheit für die breite Masse erreichen.

            Auch in München gibt es Gegenden, wo man v.a. nachts vorsichtig sein sollte. Da bleibt man (und frau) eben weg. Der Rest der Stadt ist sehr sicher. Das ist mir immer noch lieber, als, wie in Berlin der Fall, generell immer gefährdet zu sein.

            Grüße,

            Mathias



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