Triebtäter geflohen
Von: , Frage gestellt am Sa, 4. Nov 2000
Hallo
Wir alle haben im Fernsehen und den Printmedien von dem
kürzlich entflohenen Triebtäter Schmökel etwas gesehen oder
gelesen.
Die ganz große Frage, die sich mir dabei stellt ist die folgende:
Wieso bekommt jemand Lockerung in Form von Freigang, der 1) als
gefährlich gilt und 2) schon mehrfach aus dem Vollzug geflohen
ist?
Daß 2 von 3 Bewachern Schmökel dann mit dessen Mutter und einem
Bewacher allein gelassen haben spricht meiner Meinung nach nicht
unbedingt für die Intelligenz der Bewacher.
Der Leiter der Wiesbadener Kriminologischen Zentralstelle meinte
heute in der Mainzer Allgemeinen Zeitung: "Die Rückfälligkeit
von Sexualstraftätern sei nicht so hoch, wie von der Bevölkerung
befürchtet. Die Bewachung Schmökels beim Freigang sei
ausreichend gewesen."
Und weiter: "Ein ganz grobes Versagen liege darin, daß die
Lockerung überhaupt gewährt worden sei."
Ist ja schön und gut, daß die Rückfälligkeit nicht so hoch ist,
wie allgemein befürchtet - aber ist nicht ein geflohener
Triebtäter schon schlimm genug?
Wird die Situation dadurch besser, daß nicht soviele fliehen,
wie die Bevölkerung befürchtet?
Das Sozialstaatsekretär Schirmer mit seinem Rücktritt die
politische Verantwortung übernimmt ist ja auch ganz nett.
Nur hilft es leider nicht, Schmökel wieder einzufangen.
Vielleicht wäre die Suche nach einer Lösung besser, als die Suche
nach einem Schuldigen.
So etwas soll und darf nicht vorkommen.
Fragt sich nur - warum ist es dann doch passiert?
Was meint Ihr dazu?
Gruß, masc
