Drängler - wer ist schuld?

Von: , Frage gestellt am Mi, 29. Okt 2008

Hallo,

gerade hab ich fast einen Unfall gesehen:

Ich warte in einer Reihe vor dem Bahnübergang. Aus einer Seitenstraße kommt ein Auto gefahren und versucht ein Auto hinter mir in die Lücke reinzufahren. Es schien so zu sein, dass dieser den von der Seite kommenden nicht reinlassen wollte und dicht auf den Vordermann auffuhr. Der Drängler kam von links und hat die Gegenspur blockiert. Der hinter mir hat dann wohl aufgegeben und den von der Seite, als die Schlange wieder in Bewegung kam, reingelassen. Sah aber knapp aus.

Wenn es jetzt gekracht hätte, wer wäre dan schuld gewesen?
1. der Drängler bestimmt, weil er ja von einer Vorfahrt-Achten-Strasse kam.
2. der hinter mir aber eigentlich auch, weil ich in der Fahrschule gelesen habe, dass jeder, der einen Unfall hätte verhindern können, es aber nicht tut, eine Teilschuld hat. Verhindern hätte er es ja sicherlich können, bzw. hat es ja auch tatsächlich verhindert.


Nick

30 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Stunden 0 hilfreich
    Re: Drängler - wer ist schuld?

    Hallo,

    gerade hab ich fast einen Unfall gesehen:

    Ich warte in einer Reihe vor dem Bahnübergang. Aus einer
    Seitenstraße kommt ein Auto gefahren und versucht ein Auto
    hinter mir in die Lücke reinzufahren. Es schien so zu sein,
    dass dieser den von der Seite kommenden nicht reinlassen
    wollte und dicht auf den Vordermann auffuhr. Der Drängler kam
    von links und hat die Gegenspur blockiert. Der hinter mir hat
    dann wohl aufgegeben und den von der Seite, als die Schlange
    wieder in Bewegung kam, reingelassen. Sah aber knapp aus.

    Wenn es jetzt gekracht hätte, wer wäre dan schuld gewesen?
    1. der Drängler bestimmt, weil er ja von einer
    Vorfahrt-Achten-Strasse kam.
    2. der hinter mir aber eigentlich auch, weil ich in der
    Fahrschule gelesen habe, dass jeder, der einen Unfall hätte
    verhindern können, es aber nicht tut, eine Teilschuld hat.
    Verhindern hätte er es ja sicherlich können, bzw. hat es ja
    auch tatsächlich verhindert.
    Hallo,

    auf die spärlichen Infos hin:

    Im Falle eines VU wären wahrscheinlich beide mit einem Bussgeld belegt worden und es hätte vermutlich eine Schadensregelung über die Gefährdungshaftung gegeben (50/50).

    Gruss

    Iru

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Drängler - wer ist schuld?

      Moin, Im Falle eines VU wären wahrscheinlich beide mit einem
      Bussgeld belegt worden und es hätte vermutlich eine
      Schadensregelung über die Gefährdungshaftung gegeben (50/50).
      Sehe ich auch so.
      Und obendrein müßte man die beiden IQ-Amöben mal saftig mit den Hohlbirnen aneinanderknallen bis sich etwas Ordbnung zusammengerappelt hat....

      BeLa

  2. Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
    Re: Drängler - wer ist schuld?

    Wenn es jetzt gekracht hätte, wer wäre dan schuld gewesen?
    1. der Drängler bestimmt, weil er ja von einer
    Vorfahrt-Achten-Strasse kam.
    2. der hinter mir aber eigentlich auch, weil ich in der
    Fahrschule gelesen habe, dass jeder, der einen Unfall hätte
    verhindern können, es aber nicht tut, eine Teilschuld hat.
    Verhindern hätte er es ja sicherlich können, bzw. hat es ja
    auch tatsächlich verhindert.
    Hallo Nick,
    wahrscheinlich wäre es so gekommen wie Iru es schildert.
    Aber wäre das gerecht?
    Grundsätzlich muss ich die Vorfahrtsregeln beachten.
    Einen Kreuzungsbereich, muss ich freihalten wenn sich vor mir ein Stau bildet, aber um den scheint es sich ja nicht gehandelt zu haben.
    Wäre ich als Polizist dazu gekommen, hätte der Drängler, wegen Mißachtung der Vorfahrt, alleine Schuld.
    Einen Prozeß hätte es wohl in beiden Fällen gegeben.
    Wir sind ja alle Rechtsschutzversicherte, gelle?

    Ist aber nur meine Meinung.

    grüsse borthi

  3. Antwort von nach 17 Stunden 5 hilfreich
    made my day

    Hi, gerade hab ich fast einen Unfall gesehen...
    Stundenlang habe ich gegrübelt und bin zu der erhellenden Erkenntnis gelangt, dass ich vielleicht auch schon manchmal fast was gesehen habe.
    Doch, so wars. Bestimmt. So muss es gewesen sein.
    Aber nur fast!

    hochgradig begeistert
    grüsst und tanzt
    Ray

  4. Antwort von nach 21 Stunden 5 hilfreich
    Autofahren in Deutschland.....

    Hi Nick!

    Nur, weil jemand etwas macht, was nicht den Regeln entspricht, darf ich ihm nicht ungestraft reinfahren. Macht irgendwie auch wenig Sinn, den Ärger habe ich genauso wie er - zwei Sekunden später könnte auch alles ohne Crash vorbeisein..... nur, dass der "Drängler" dann vor mir - statt hinter mir herfährt.

    Leider ist es (insbesondere in Deutschland) üblich, auf seinem "Recht" im Strassenverkehr zu bestehen - egal, ob es in der augenblicklichen Situation sinnvoll ist oder nicht. Manchmal lassen sich solche Ärgernisse durch etwas vorausschauendere Fahrweise vermeiden - mit einer anderen Einstellung.

    Ich liebe das Autofahren in den südlichen Ländern. Dort ist es häufig so, dass sich die Autofahrer so verhalten, dass der Verkehr fliesst. Wirkt manchmal etwas unübersichtlich - macht aber viel mehr Spass als die Situationen in Deutschland.

    Auch die Einstellung: "der muss jetzt warten, ich habe Vorfahrt" blockiert manchmal völlig sinnfrei komplette Kreuzungen oder enge Strassen. Schade eigentlich.

    Solange die Chance besteht, einen Unfall zu vermeiden - fährt man damit viel besser, als es auf die gerichtliche Klärung ankommen zu lassen.
    Manchmal denke ich mir ein "Arschloch", bremse, warte und fahre dann weiter - bis zur nächsten Situation.

    Jemandem ins Auto zu fahren, weil der ja eigentlich warten muss, ist eine bizarre Vorstellung. Dann darf ich auch Kinder überfahren, weil sie zwischen Autos auf die Strasse laufen, "Raser" auf Autobahnen ausbremsen, usw....

    Ich will heil ankommen, was die anderen machen, nervt manchmal, ärgert auch manchmal, wundert hin und wieder - ist mir aber im Grunde egal. Wenn die deutschen Autofahrer den Reissverschluss verstanden habe, werde ich Hoffnung schöpfen.

    Just my 2 cent
    Ulli

    • Antwort von nach 22 Stunden 0 hilfreich
      Re: Autofahren in Deutschland.....

      Solche Situationen erlebe ich auch oft. Und nicht selten sind dann diese "Rächer der Strassenverkehrsordnung" doppelt auf dem Irrweg. Z.B. gab es mal auf einer zweispurigen Autobahnausfahrt einen Stau. Alle standen brav auf der rechten Spur. Als dann einer links die Schlange überholen wollte, scherte plötzlich einer auf die linke Spur um dem "bösen Vordrängler" den Weg zu blockieren. Tatsächlich ist es aber seit ein paar Jahren sogar gesetzlich vorgeschrieben in so einer Situation beide Spuren zu nutzen. Der Grund ist eigentlich ganz logisch: Stehen alle auf nur einer Spur, ist der Stau natürlich doppelt so lang als wenn man sich auf beide Spuren verteilen würde. Dadurch besteht die Gefahr, dass das Stauende von der Ausfahrt auch auf die Autobahn davor übergeht.

      • Antwort von nach 23 Stunden 2 hilfreich
        Re^2: Autofahren in Deutschland.....

        Manche Autobahnmeisterei hat das Problem ja auch schon erkannt und stellt für diese Muffel Schilder auf: Reißverschlußverfahren in 600Metern in 400Metern in 200Metern....wir brauchen vielleicht noch ein Schild wo ...JETZT... draufsteht. [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

        • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
          Re^3: Autofahren in Deutschland.....

          So lange es Autofahrer gibt, die 2km vor einer Kurve bremsen, weil sie meinen die Erdrotation reicht aus um die Kurve zu erwischen.... nun ja den Rest spar ich mir.

    • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
      Re: Autofahren in Deutschland.....

      Hi Ulli,

      sei besternt - allein schon, weil du mir Hoffnung machst, daß es in D doch noch ein paar Leute mit Hirn am Steuer gibt.
      Nun müssen nur noch so nach und nach die Testosteronjunkies kapieren, daß man zum Führen eines Kraftfahrzeugs das Organ zwischen den Ohren, nicht das zwischen den Beinen benutzt.....

      Schrott- und Bullenfrei

      BeLa



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