Wieder eine Frage!

Von: , Frage gestellt am Sa, 22. Jan 2005

Hallo an Alle Aquarianer!

Ich habe ja letztens schon geschrieben, das wir neu auf dem Gebiet sind.
Jetzt wieder eine neue Frage?
Unsere Neons ( nur Rotschwanz) die wir seit einer Woche haben, bekamen gestern weiße Pünktchen. Wir wissen jetzt, dank Internet, das man das Pünktchen-Krankheit nennt. Darauf hin haben wir costapur ins Aquarium rein.
Nun meine Fragen:
Wie schnell kann sich da eine Besserung einstellen?
Ist das für neue Ankömmlinge, Baby- Fische ( die wir vorgestern endeckt haben) gefährlich?

Das war es erstmal!
Danke
Karin

11 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 21 Stunden 1 hilfreich
    Re: Wieder eine Frage!

    Wie schnell kann sich da eine Besserung einstellen?
    Ist das für neue Ankömmlinge, Baby- Fische ( die wir
    vorgestern endeckt haben) gefährlich?
    Das dauert eine Weile. Du solltest die Behandlung auch konsequent durchhalten. Bei malachidgrün-/methylenblauhaltigen Medikamenten mindestens 2x im Abstand von etwa 10 - 12 Tagen behandeln (vor 2. Behandlung 50% Wasserwechsel).
    Hintergrund: die weißen Pünktchen in der Fischhaut sind Ichthyophtirius-Zysten, in denen sich der Parasit ungeschlechtlich vermehrt. Die fallen irgendwann auf den Boden, um zu reifen und es schlüfen tausende sog. Schwärmer, die durchs Aquarium schwimmen und neue Fische befallen. Der ganze Vermehrungszyklus dauert einige Tage und während der zystischen Phase sind die Parasiten resistent gegen die Medikamente. Du erwischst sie nur, wenn sie gerade frisch geschlüpft und auf der Suche nach einem neuen Wirt sind. Da die Medikamente im Aquarium nach einiger Zeit abgebaut wird, muss nachdosiert werden, um alle Parasiten zu erwischen.

    Ob die Behandlung für Fischbabies gefährlich ist, hängt von der Art der Fischbabies, der Art des Wirkstoffs im Medikament und der Dosierung ab. Pauschale Aussagen kann man da nicht machen. Einige Salmlerarten (auch Neons) reagieren im ausgewachsenen Zustand möglicherweise empfindlicher gegen einige Medikamente, als die Jungfische von Zahnkarpfen (Guppies und Co.) oder Barschartige. Es sollte trotzdem behandelt werden, da ein kräftiger Befall mit Ichthyophtirius garantiert gefährlicher für die Jungfische ist, als gängige Medikamente. Wenn man die Fische während der Behandlung beobachtet, sieht man Vergiftungserscheinungen durch eine Überdosierung (Atemnot, Schreckhaftigkeit) schnell und kann mit einem Teilwasserwechsel gegensteuern, ehe etwas passiert.

  2. Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
    Re: Wieder eine Frage!

    Hallo Katrin!
    Als wir letztes Jahr unsere "neuen" Salmler ins Aquarium setzten, bekamen sie diese Weißpünktchenkrankheit direkt in der zweiten Woche. Damals haben wir die grünen Tropfen im Zoohandel besorgt und nach Anleitung, über mehrere Tage hinweg verwendet. Die Pünktchen verschwanden auch ziemlich schnell, später haben wir das Grünzeugs samt Bakterien mit dem Kohlefilter herausgefiltert und ein paar mal einen Teiwasserwechsel durchgeführt. Es klappte also ganz gut, dauerte aber mit allem drum und dran ca. 3 Wochen.

    Dann erfuhren wir von einem bekannten Aquarienliebhaber, daß dieser Aufwand nicht immer notwendig sei. Wenn der Befall nicht all zu schlimm ist (sprich 2-3 Pünktchen pro Fisch), würde es völlig ausreichen die Wassertemperatur langsam zu erhöhen und über einige Tage im ca. +30-Grad-Bereich zu halten. Diese Weißpünktchen kommen meist bei neu gekauften Fischen und zwar vom Stress wie => andere Wasserverhältnisse, Temperaturwechsel, anderes Futter etc. Unser Bekannter meinte sogar, eine Ichthyo-Infektion wäre meist völlig harmlos, so wie ein Schnupfen beim Menschen (natürlich bildlich gesprochen).
    Vor kurzem hatten wir (leider) die Gelegenheit die neue Methode auszuprobieren. Anfang Januar holten wir uns 4 neue Platys und schwupps - nach einigen Tagen bekamen auch diese Fische die Weißpünktchen. Dieses mal haben wir ganz schnell reagiert und die Temperatur im Becken erhöht. Es wirkte absolut - nach nur 4 Tagen waren ALLE Pünktchen weg und die Fische sind munter.
    Fazit: in diesem Fall würde ich immer wieder die schonende Methode wählen, also nicht sofort zu Medikamenten greifen!
    Viel Erfolg!
    Grüße
    Tanja

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: Wieder eine Frage!

      Hallo,

      Ich hab mal ne Frage die in eine noch etwas andere Richtung geht, aber durchaus mit Ichthy zu tun hat, nämlich Trichodina, eine Folge Erkrankung.
      Mir wurde eine sofortige Behandlung mit Kochsalzlösung empfohlen. Hab ich also nachgelesen: 5-10 Minütiges Bad in 1-3 %iger Kochsalzlösung.
      Hab ich 2 l Wasser entchlort etc mit 50 g Kochsalz angerührt (entspricht einer 2,5 %igen Lösung).
      Direkt nach einsetzen musste ich um das Leben meiner Fischchen bangen, die waren nämlich alles andere als begeistert.
      Nach ca 5 Minuten schwammen sie wie leblos im Becken so das ich sie in einer Panikattacke zurück ins Aquarium gesetzt hab. Ist das Normal? Hat wer Erfahrung mit Kochsalzlösungsbädern? Wie oft sollte man Bäder wiederholen?

      Außerdem hab ich gerade gelesen das Trichodina bis zu 24 Std im Wasser "überlebt" und dann wieder Fische infizieren kann? Habt ihr nen Rat für mich? Sehr wahrscheinlich Karantäne Becken anschaffen? :(
      Allerdings hab ich ja zB Schnecken (leider keine Apfelschnecken -_-)im Becken die ich ja schlecht raus bekomm wo sich die Erreger eventuell "festsetzen" könnten?

      • Antwort von nach 2 Tagen 2 hilfreich
        Re^3: Wieder eine Frage!

        Ich hab mal ne Frage die in eine noch etwas andere Richtung
        geht, aber durchaus mit Ichthy zu tun hat, nämlich Trichodina,
        eine Folge Erkrankung.
        Was bringt dich denn überhaupt zu der Erkenntnis, dass deine Fische eine behandlungsbedürftige Trichodina-Infektion haben?
        Trichodina ist ein Schwächeparasit, der (möchte ich mal wetten) in sehr vielen Aquarien in geringer Anzahl vorhanden ist und wirklich selten allein eine behandlungsbedürftige Infektion auslöst. Mir wurde eine sofortige Behandlung mit Kochsalzlösung
        empfohlen. Hab ich also nachgelesen: 5-10 Minütiges Bad in 1-3
        %iger Kochsalzlösung.
        Hab ich 2 l Wasser entchlort etc mit 50 g Kochsalz angerührt
        (entspricht einer 2,5 %igen Lösung).
        Na, das ist aber schon eine Hardcore-Behandlung. Die kann man vielleicht mit einem 5pfündigen Karpfen machen, aber ich wage zu bezweifeln, dass z.B. Neon-Salmler das überleben. Hast du den Tip vielleicht von einem Züchter für Speisefische bekommen?

        Von solchen hochdosierten Kurzzeitbehandlungen (Bädern) würde ich bei Zierfischen generell abraten. Abgesehen von Ausnahmen, wo der Fisch auf andere Weise nicht mehr zu retten ist, schaden die mehr, als sie nützen. Eine niedrig dosierte Langzeitterapie des ganzen Aquariums mit den dafür üblichen Medikamenten ist absolut vorzuziehen. Gegen Trichodina helfen alle Mittel, die auch gegen die Weißpünktchenkrankheit wirksam sind.

        Salz an sich ist ein Medikament der ersten Stunde zur Behandlung von Aquarienfischen. Bei halophileren Fischen wird es in (sehr) geriger Dosis gern prophylaktisch dem Aquariemwasser zugesetzt, um deren Wohlbefinden zu erhöhen und parasiten vorzubeugen. Andere Fische vertragen salziges Wasser gar nicht und man errreicht damit eher das Gegenteil. Für die ernsthafte Behandlung einer akuten Infektion gibt es aber mittlerweile weitaus wirksamere und besser verträgliche Medikamente als Kochsalz. Nach ca 5 Minuten schwammen sie wie leblos im Becken so das ich sie in einer
        Panikattacke zurück ins Aquarium gesetzt hab. Ist das Normal? Hat wer Erfahrung :mit Kochsalzlösungsbädern? Wie oft sollte man Bäder wiederholen?
        Im Interesse des Überlebens deiner Fische solltest du das besser gar nicht wiederholen. Hast du aus deiner Beobachtung denn nichts gelernt? Außerdem hab ich gerade gelesen das Trichodina bis zu 24 Std
        im Wasser "überlebt" und dann wieder Fische infizieren kann?
        Habt ihr nen Rat für mich? Sehr wahrscheinlich Karantäne
        Becken anschaffen? :(
        Nein, behandle das ganze Aquarium (streng nach Vorschrift) mit einem Präparat aus der Zoohandlung, welches Malachidgrünoxalat und Methylenblau enthält.

        Aber zunächst solltest du vielleicht deine Experimentierfreude mal etwas eindämmen und schauen, ob eine Behandlung wirklich nötig ist. Die Diagnosestellung einer akuten Trichodina-Infektion ist IMO für einen Laien gar nicht möglich, da müsste man schon einen Hautabstrich untersuchen.
        Solange die Fische keine massiven oder wenigstens eindeutigen Krankheitszeichen zeigen, solltest du etwas behutsamer vorgehen und vielleicht erstmal nur beobachten, bevor du wahllos mit irgendwelchen hochdosierten Medikamenten (da zählt Salz auch dazu) um dich schlägst.
        Ich bin mir sicher, dass weit mehr Zierfische von ihren Pflegern todbehandelt werden, als wirklich an einer Krankheit sterben! ;-)

        Evtl. könnte man bei Verdacht prophylaktisch etwas reines Methylenblau dem Aquarium zusetzen (gibt es in der Apotheke), das ist gut verträglich, wirkt leicht antibakteriell und antiparasitär und stärkt das Immunsystem der Fische.

        • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: Wieder eine Frage!

          Hi Jesse,

          Diagnose kam folgendermaßen zu stande: Fische seit einigen Tagen komisches Verhalten gezeigt, also hab ich in meinem Mergus geblättert und hab die Symtome meiner Fischchen unter Trichodina wieder gefunden.
          Mit einem meiner Lieblinge zum Händler meines Vertrauens, er meinte, muss ein Abstrich her: Diagnose bestätigt.
          Er hat mir auch diese Rundlichen Erreger mit den Härchen unterm Mikroskop gezeigt.

          Meinte er das es behandelt werden sollte und ich meinte das ich gerne auf Mittelchen verzichten würde falls das möglich seie. Er mir von der Salzmethode erzählt.
          Ich nach Hause, im Mergus geblättert: Kochsalzlösung Kurzbäder o. Eisessig Bäder o. Trypaflavin- oder Malachitgründauerbad.

          Ich "dachte" mir eigentlich das ein kurzes Kochsalzbad schonender sei als ein Dauerbad in einem giftigem Apothekenpflichtigen Preparat! :(

          Übrigends scheinen sich die Geister am Kochsalzlösungsbad zu scheiden, hab im Internet auch einige Autoren aufgestöbert die darauf schwören.

          Nun zum wichtigsten, dem Zustand meiner Babys:
          Nach der Behandlung und einem 1/2 WW sind meine Drei nach wie vor recht bewegungsmüde. Allerdings, was mich sehr glücklich stimmt: Sie hängen nicht mehr an der Wasseroberfläche und japsen. Vielleicht ein erstes Anzeichen für die Besserung ihres Zustandes?!?

          Ich gedenke um meine Fische möglichst schnell wieder fit zu machen gegebenenfalls noch nen Vitaminpreparat ins Wasser/Futter zu mischen.

          So far
          Patrick :)

          • Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
            Re^5: Wieder eine Frage!

            Hallo Patrick! Diagnose kam folgendermaßen zu stande: Fische seit einigen
            Tagen komisches Verhalten gezeigt, also hab ich in meinem
            Mergus geblättert und hab die Symtome meiner Fischchen unter
            Trichodina wieder gefunden.
            Mit einem meiner Lieblinge zum Händler meines Vertrauens, er
            meinte, muss ein Abstrich her: Diagnose bestätigt.
            Er hat mir auch diese Rundlichen Erreger mit den Härchen
            unterm Mikroskop gezeigt.
            Da hast du wirklich einen verantwortungsvollen Umgang mit deinen Tieren bewiesen, Respekt! :-) Meinte er das es behandelt werden sollte und ich meinte das
            ich gerne auf Mittelchen verzichten würde falls das möglich
            seie. Er mir von der Salzmethode erzählt.
            Ich nach Hause, im Mergus geblättert: Kochsalzlösung Kurzbäder
            o. Eisessig Bäder o. Trypaflavin- oder Malachitgründauerbad.

            Ich "dachte" mir eigentlich das ein kurzes Kochsalzbad
            schonender sei als ein Dauerbad in einem giftigem
            Apothekenpflichtigen Preparat! :(
            Nein, Kurzbäder sind wegen der hohen Dosis immer nur was für große, robuste Tiere. Bei einem ausgewachsenen Pfauenaugenbuntbarsch oder einem Tigerspatelwels hätte ich nichts dagegen. Aber für kleine, zarte Fischlies ist das nix. Der Stress durch eine solche Behandlung tötet die Fische eher, als die Parasiten.

            Kochsalz kann man bei robusteren Fischen gegen Hautparasiten einsetzen, wenn man nichts anderes hat. Dann aber besser als Dauerbehandlung (ca. 1 Teelöffel auf 50 Liter Wasser) bei gleichzeitiger Temperaturerhöhung auf etwa 32°C für ca. 3 Tage. Gut belüften, alle 24 Stunden einen Teilwasserwechsel machen und anteilig Salz nachdosieren. Bei Diskus hilft es zumindest.
            Wenn andere Mittel zur Verfügung stehen, würde ich aber nicht mit Salz behandeln, denn es ist weniger wirksam und in der verwendeten Dosis sicher nicht weniger giftig.

            Am besten kommst du, wenn du dir in der Apotheke FMC anmischen lässt (je 3,7 g Methylenblau und Malachidgrünoxalat (zinkfrei) in 1 Liter Formalin 37-40%ig auflösen). Davon gibst du 20 - 25 Tropfen auf 100 Liter Wasser. Das ist sehr wirksam gegen alle Parasiten und schlägt die meisten handelsüblichen Präparate um Längen.
            Außerdem solltest du noch Sera Baktopur Direct (Wirkstoff Nifurpirinol) in der Fischapotheke haben, falls eine bakterielle Infektion auftritt. Wenn du dir mit der Diagnose unsicher bist, kannst du auch beide Mittel zusammen einsetzen.
            Mehr ist kaum nötig, um die gängigen Krankheiten zu bekämpfen. Übrigends scheinen sich die Geister am Kochsalzlösungsbad zu
            scheiden, hab im Internet auch einige Autoren aufgestöbert die
            darauf schwören.
            Kommt darauf an WIE und bei WELCHEN FISCHEN. Ansonsten s.o. Nun zum wichtigsten, dem Zustand meiner Babys:
            Nach der Behandlung und einem 1/2 WW sind meine Drei nach wie
            vor recht bewegungsmüde. Allerdings, was mich sehr glücklich
            stimmt: Sie hängen nicht mehr an der Wasseroberfläche und
            japsen. Vielleicht ein erstes Anzeichen für die Besserung
            ihres Zustandes?!?
            Wenn du Glück hast, überleben sie's. Ich gedenke um meine Fische möglichst schnell wieder fit zu
            machen gegebenenfalls noch nen Vitaminpreparat ins
            Wasser/Futter zu mischen.
            Das ist mal eine gute Idee. :-)

            LG, Jesse

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Wieder eine Frage!

              Da hast du wirklich einen verantwortungsvollen Umgang mit
              deinen Tieren bewiesen, Respekt! :-)
              Dankeschön. So langsam wirds denke ich mit mir und nachdem du mir schon so oft geholfen hast, Tipps gegeben hast... :) Nein, Kurzbäder sind wegen der hohen Dosis immer nur was für
              große, robuste Tiere. Bei einem ausgewachsenen
              Pfauenaugenbuntbarsch oder einem Tigerspatelwels hätte ich
              nichts dagegen.
              Naja so klein sind meine Skalare (es waren Skalare) auch nimmer. Etwas zart noch, ja ok! :) Am besten kommst du, wenn du dir in der Apotheke FMC anmischen
              lässt (je 3,7 g Methylenblau und Malachidgrünoxalat (zinkfrei)
              in 1 Liter Formalin 37-40%ig auflösen). Davon gibst du 20 - 25
              Tropfen auf 100 Liter Wasser. Das ist sehr wirksam gegen alle
              Parasiten und schlägt die meisten handelsüblichen Präparate um
              Längen.
              Danke für den Tipp, ich werde mal einen Abstecher in die Apotheke machen diese Woche. Aber eine Sache stört mich doch an diesen Behandlungsmethoden. Man ließt immer wieder das vor allem Malachidgrün nicht nur die Erreger bekämpft sondern auch die erwümschten Bakterien im Becken (zuständig für Nitrifikationsprozesse und der Gleichen) abtötet. Dies wär natürlich vor allem schlecht für meinen Bio Filter und den kann ich ja nciht für ne Woche abbaun wenn ich ne Langzeitbehandlung durchführe? Außerdem solltest du noch Sera Baktopur Direct (Wirkstoff
              Nifurpirinol) in der Fischapotheke haben, falls eine
              bakterielle Infektion auftritt. Wenn du dir mit der Diagnose
              unsicher bist, kannst du auch beide Mittel zusammen einsetzen.
              Mehr ist kaum nötig, um die gängigen Krankheiten zu bekämpfen.
              -> Hab ich gerade gekauft! ;) Was hälst du übrigends von diesen Bakterienanlagen (genauer Name entfallen^^) die angeblich schädliche Bakterien abtöten jedoch Nutzbakterien in Frieden lassen? Wenn du Glück hast, überleben sie's.
              Heute, ein Tag später, schwimmen sie fidel wie nie umher. Sie fühlen sich sogar schon wieder stark genug meine Welse zu ärgern. :) Ich gedenke um meine Fische möglichst schnell wieder fit zu
              machen gegebenenfalls noch nen Vitaminpreparat ins
              Wasser/Futter zu mischen.
              Das ist mal eine gute Idee. :-)
              Jeder hat mal nen Geistesblitz! :D

              Danke nochmal
              Patrick

    • Antwort von nach 2 Tagen 3 hilfreich
      Re^2: Wieder eine Frage!

      Diese Weißpünktchen kommen meist bei neu gekauften
      Fischen und zwar vom Stress wie => andere
      Wasserverhältnisse, Temperaturwechsel, anderes Futter etc.
      Unser Bekannter meinte sogar, eine Ichthyo-Infektion wäre
      meist völlig harmlos, so wie ein Schnupfen beim Menschen
      (natürlich bildlich gesprochen).
      Diese These kann man mit der Aussage des Südafrikanischen Präsidenten auf eine Stufe stellen, dass AIDS durch schlechte Lebensverhältnisse verursacht wird. :-)

      Die Weißpünktchenkrankheit wird von einem obligat phatogenen Fischparasiten verursacht und nicht durch Stress. Es ist also eine echte Infektionskrankheit, die auch vor stressfreien, kerngesunden Tieren nicht halt macht und im Aquarium über kurz oder lang zu einer Massenvermehrung der Parasiten und zum Tod der Fische durch Kiemenbefall (ersticken) oder bakterielle Sekundärinfektionen der geschädigten Haut führt.
      Eine Ichthyophtirius-Infektion muss daher auf jeden Fall behandelt werden. Dieses mal haben wir ganz schnell
      reagiert und die Temperatur im Becken erhöht. Es wirkte
      absolut - nach nur 4 Tagen waren ALLE Pünktchen weg und die
      Fische sind munter.
      Fazit: in diesem Fall würde ich immer wieder die schonende
      Methode wählen, also nicht sofort zu Medikamenten greifen!
      Die Methode mit der Temperaturerhöhung ist durchaus interessant, besonders dass es bei dir offenbar schon bei 30°C geklappt hat. Ein Diskuszüchter hat mir die "Temperaturmethode" auch mal empfohlen, allerdings meinte er, man solle die Temperatur auf 33 - 35°C steigern (was nicht gerade ungefährlich ist).

      Auf jeden Fall sollte man da sein, wenn man die Temperatur (langsam!) erhöht und seine Fische beobachten. Denn je höher die Wassertemperatur ist, desto weniger Sauerstoff ist im Wasser gelöst und desto schwerer fällt den Fischen die Atmung.
      Da eine Weißpünktchen-Infektion auch (massiv!) die Kiemen befallen kann, was schon bei normalen Temperaturen zu Atmungsproblemen führen kann, ist es möglich, dass die Fische bereits bei Temperaturen ersticken, welche sie sonst noch vertragen würden. Ggf. kann man bei der Temperatur-Kur etwas Methylenblau ins Wasser geben, das ist gut verträglich und erleichtert die Atmung.

      Ansonsten muss gesagt werden, dass man die Behandlung immer gut abwägen sollte, eine Temperaturerhöhung auf 30°C oder mehr bedeutet für viele Fischarten starken Stress und für einige sogar den Tod. Eine Behandlung mit Medikamenten muss nicht zwangsläufig die weniger schonende Methode sein. Kommt auf die Fische (Art, Lebensgewohnheiten, Größe), ihren gesundheitlichen Zustand und auf das Medikament an, auch da darf man nicht alles in einen Topf schmeissen.

      LG, Jesse

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re^3: Wieder eine Frage!

        Hallo nochmal! Die Weißpünktchenkrankheit wird von einem obligat phatogenen
        Fischparasiten verursacht und nicht durch Stress. Es ist also
        eine echte Infektionskrankheit, die auch vor stressfreien,
        kerngesunden Tieren nicht halt macht und im Aquarium über kurz
        oder lang zu einer Massenvermehrung der Parasiten und zum Tod
        der Fische durch Kiemenbefall (ersticken) oder bakterielle
        Sekundärinfektionen der geschädigten Haut führt.
        Eine Ichthyophtirius-Infektion muss daher auf jeden Fall
        behandelt werden.

        Das sehe ich genau so!!! Als Anfänger bin ich sowieso vorsichtig und informiere mich meist ausgiebig im Netz oder direkt beim Händler. Bloß bei der zweiten Infektion habe ich unserem Bekannten völlig vertraut, weil er so zu sagen ein betagter, weiser Mann ist *gg* und seit laaanger-laaanger Zeit sich mit Zierfischen beschäftigt.
        Die Methode mit der Temperaturerhöhung ist durchaus
        interessant, besonders dass es bei dir offenbar schon bei 30°C
        geklappt hat. Ein Diskuszüchter hat mir die
        "Temperaturmethode" auch mal empfohlen, allerdings meinte er,
        man solle die Temperatur auf 33 - 35°C steigern (was nicht
        gerade ungefährlich ist).

        Bei mir handelt es sich um Salmler, die normalerweise 18-24°C brauchen. Weil ich anfangs gar keine Heizung wollte, habe ich auch dem entsprechend etwas "kühlere" Fische gewählt. Und die betroffenen Platys mögen es schon etwas wärmer, daher hoffe ich, daß sie 30°C unbeschadet überstanden haben. Jedenfalls habe ich bis jetzt nichts Verdächtiges bemerkt. Auf jeden Fall sollte man da sein, wenn man die Temperatur
        (langsam!) erhöht und seine Fische beobachten.
        So ist es!
        Grüße Tanja



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