hallo Dirk,
werde versuchen, einiges zu beantworten.
Aber mal Tacheles Leute: ich habe hier nochmal in älteren Buch
„Kriege im Altertum“ (aus Militärpolitischer Sicht) gelesen,
das in Britanien die Menschen kurz am Ende der Urgesellschaft
standen, wobei die in Germania/heutigem Frankenreich
das heutige Frankreich war kein Germania, sondern Gallien (dort lebten Asterix und Obelix)
bereits
recht flott den Adelstugenden frönten also nich blöde waren:wink:
die Germanen waren zwar in den höfischen Lebensweisen verständlicherweise noch nicht so weit (waren ja noch nicht von den Römern so domestiziert wie die Gallier), doch dumm waren sie bei weitem nicht. Diese Ansicht wird immer von uns dargestellt, wenn es um eine Kultur geht, die nicht der unsren enspricht). Sie hatten eine eigene Schrift(Runen), sie hatten Literatur (Edda…), eine ausgefeilte Rechtsprechung, usw. Nur, den kleinen Finger spreizten sie beim trinken nicht ab (was sowieso lächerlich ist). Die packten das Trinkgefäß mit der ganzen Hand. Die Tischmanieren waren wohl etwas grob.
Nun frage ich mich - versetzt in die damalige Zeit - da sitzt
ich nun und kämpfe vor mich hin… na ja ich habe ja auch
HUNGER und muss VIEL Essen, denn die Umgebung macht ja
hungrig, was gabs denn da zu mampfen. Vielleicht gaben die
Feinde, bevor sie miteinander … gemeinsam ein sattes „sit
`in“, bevors losging?
Die Germanen aßen Fleisch, das sie erjagten, Korn, das sie sammelten (noch kein Anbau von Weizen, deshalb kam auch öfters mal vor, dass Mutterkorn dabei war = krankmachend), sie sammelten Beeren und Nüsse, Wildhonig (Met…mmmmmh). Mit anderen Worten: sie lebten von der Natur.
Der Römische Soldat bekam von der Heeresleitung garantiert: Oliven und Öl. Basta. Rest musste er sich selbst besorgen (Raub, kauf beim Tross den Marketendern). Er war auf´s Plündern angewiesen.
Was anderes ist mir aber bei dem Römern aufgefallen: da wurden
Heereseinheiten an „Freunde“ vermietet, später (sicherlich so
aus der freien Laune heraus) mussten die dann wieder
gegeneinander kämpfen.
Wa es damals so üblich, ein Hobby. Pompeuis - Crassus - Cäsar
mal miteinander mal gegeneinander???
Der Berufssoldat von damals war kein Nationalsoldat wie heute üblich, sondern ein Söldner. Er kämpfte dort, wo am besten bezahlt wurde. Deswegen war er auch jederzeit vermietbar und musste evtl. auch mal seinen besten Freund erschlagen. Ob er das auch bei seinem Bruder oder Vater gemacht hat? ich glaube, da hat er halt rübergegrüßt und sich einen anderen Gegner gesucht, dem er den Bauch aufschlitzen konnte.
Wurde aus KOSTENgründen mal so 20zigtausend Mann
niedergemacht, statt diese einzugliedern? Grund wäre es ja.
Nein, die eroberten Kohorten und Armeereste wurden in die eigenen Reihen eingegliedert und kämpften hier ebenfalls für Geld.
Hatte so ein Feldherr Probleme mit der Finanzierung, war´s zu Ende mit der Gefolgstreue.
Grüße
Raimund