Cäsars Kriege in

ist ja auch egal wo, aber mich interessiert was anderes:
Wurden die zig-tausend Toten auf dem Feld belassen, von Tieren angeknabbern?
Nahm man denen aus Kostengründen/Ersparnis die Ausrüstung ab bzw. um dem Gegner keinen Waffen zu liefern.

Was war so wertvoll, was aus Germania und anderswo geraubt wurde, das man FETT davon leben konnte?
Wo finde ich Literatur zu akurat dargestellten Abläufen dieser Zeit?

War es damals auch so a…kalt wie heute im Winter? Was hatten die dann an?

Danke!

Hallo Dirk,
eigentlich eine Frage für das Geschichtsboard.

ist ja auch egal wo, aber mich interessiert was anderes:
Wurden die zig-tausend Toten auf dem Feld belassen, von Tieren
angeknabbern?

Klar! Sollen die evtl. noch den leichenbestatter und den Priester holen?

Nahm man denen aus Kostengründen/Ersparnis die Ausrüstung ab
bzw. um dem Gegner keinen Waffen zu liefern.

Leichennfledderei war damals üblich. Erst die Soldaten, dann der Tross mit den Marketendern. Und wer noch zappelte, der bekam den „Gnadenstoß“.

Was war so wertvoll, was aus Germania und anderswo geraubt
wurde, das man FETT davon leben konnte?

Sklaven (G. waren beliebt in der Arena als Gladiatoren, Frauen als Bettgespielin (blondes oder rotes Haar)), Bernstein, Grundbestitz für verdiente (ausgediente) Soldaten, Bären, Stiere (für die Arena), Holz (für Schiffsbau, da die eigenen fast abgeholzt waren) Absatzmarkt…

Wo finde ich Literatur zu akurat dargestellten Abläufen dieser
Zeit?

War es damals auch so a…kalt wie heute im Winter? Was hatten
die dann an?

Noch kälter! A…kalt ist dagegen Sommerzeit! Dazu ungemütlich viele Moore. Riesige, dunkle Wälder…
Grüße
Raimund

Hallo Dirk,
eigentlich eine Frage für das Geschichtsboard.

ist ja auch egal wo, aber mich interessiert was anderes:
Wurden die zig-tausend Toten auf dem Feld belassen, von Tieren
angeknabbern?

Klar! Sollen die evtl. noch den leichenbestatter und den
Priester holen?

Habe keine Ahnung. Vermute aber mal, dass - natürlich nur wenn die Zeit hierfür war - viele Leichen verbrannt wurden. Allein schon aufgrund der Seuchengefahr.

Weiß es aber wie gesagt nicht.

Der Rest Deines Postings erscheint mir richtig zu sein.

danke !
eventuell literaturquellen?

hallo Ralf,
das, was mir in der Schule beigebracht wurde, war, dass die Leichen so wie sie waren (gefleddert) der Verwesung überlassen wurden. Natürlich nicht im eigenem Land. Denn krank wollte damals auch niemand werden. Doch im Feindesland…? Für den Abtransport haben dann schon die Überlebenden gesorgt.
Allerdings hatte man damals ein etwas lockeres Verhältnis zum Tod: blos nicht im Bett sterben. Dort sterben nur Feiglinge und Weiber. Der wahre Mann stirbt in der Schlacht. Und zwar mit der tödlichen Wunde vorne. So ist gewährleistet, dass man in´s Wallhall einzieht. Nicht, dass die G. gerne starben. Nein, sie lebten ganz gerne. Und lockerer, als sie so mancher römische Moralist für die sittenlosen Römer beschrieb. Ich glaube Ovid (bitte berichtigen!)hat sie als Ausbund der Tugend und Manneszucht beschrieben. Ebenso wären ihre Frauen züchtig und würden jungfräulich in die Ehe gehen. Was natürlich erstunken und erlogen war. Die waren genauso lieb und nett zu uns Männer, wie heute.
Grüße
Raimund

danke !
eventuell literaturquellen?

kann ich aus dem Stehgreif nicht sagen.
Grüße
Raimund

War es damals auch so a…kalt wie heute im Winter? Was hatten
die dann an?

Noch kälter!

Stimmt nicht. Es war ungefähr ein Grad wärmer als heute. Das hört sich wenig an, war aber genug um in England Wein anbauen zu können. Erst im 12. setzte ein Kälteperiode ein die ihren Höhepunkt im 17. Jahrhundert erreichte (damals soll es im August geschneit haben) und seit Anfang des 20. Jahrhunderts wieder abklingt.

„…Die waren genauso lieb und nett zu uns Männer, wie heute…“

Genau, und darum waren die auch so heiss begehrt bei den Römern, ja, ja.
Aber mal Tacheles Leute: ich habe hier nochmal in älteren Buch „Kriege im Altertum“ (aus Militärpolitischer Sicht) gelesen, das in Britanien die Menschen kurz am Ende der Urgesellschaft standen, wobei die in Germania/heutigem Frankenreich bereits recht flott den Adelstugenden frönten also nich blöde waren:wink:
Nun frage ich mich - versetzt in die damalige Zeit - da sitzt ich nun und kämpfe vor mich hin… na ja ich habe ja auch HUNGER und muss VIEL Essen, denn die Umgebung macht ja hungrig, was gabs denn da zu mampfen. Vielleicht gaben die Feinde, bevor sie miteinander … gemeinsam ein sattes „sit `in“, bevors losging?

Was anderes ist mir aber bei dem Römern aufgefallen: da wurden Heereseinheiten an „Freunde“ vermietet, später (sicherlich so aus der freien Laune heraus) mussten die dann wieder gegeneinander kämpfen.
Wa es damals so üblich, ein Hobby. Pompeuis - Crassus - Cäsar mal miteinander mal gegeneinander???
Wurde aus KOSTENgründen mal so 20zigtausend Mann niedergemacht, statt diese einzugliedern? Grund wäre es ja.

hallo Dirk,
werde versuchen, einiges zu beantworten.

Aber mal Tacheles Leute: ich habe hier nochmal in älteren Buch
„Kriege im Altertum“ (aus Militärpolitischer Sicht) gelesen,
das in Britanien die Menschen kurz am Ende der Urgesellschaft
standen, wobei die in Germania/heutigem Frankenreich

das heutige Frankreich war kein Germania, sondern Gallien (dort lebten Asterix und Obelix)

bereits
recht flott den Adelstugenden frönten also nich blöde waren:wink:

die Germanen waren zwar in den höfischen Lebensweisen verständlicherweise noch nicht so weit (waren ja noch nicht von den Römern so domestiziert wie die Gallier), doch dumm waren sie bei weitem nicht. Diese Ansicht wird immer von uns dargestellt, wenn es um eine Kultur geht, die nicht der unsren enspricht). Sie hatten eine eigene Schrift(Runen), sie hatten Literatur (Edda…), eine ausgefeilte Rechtsprechung, usw. Nur, den kleinen Finger spreizten sie beim trinken nicht ab (was sowieso lächerlich ist). Die packten das Trinkgefäß mit der ganzen Hand. Die Tischmanieren waren wohl etwas grob.

Nun frage ich mich - versetzt in die damalige Zeit - da sitzt
ich nun und kämpfe vor mich hin… na ja ich habe ja auch
HUNGER und muss VIEL Essen, denn die Umgebung macht ja
hungrig, was gabs denn da zu mampfen. Vielleicht gaben die
Feinde, bevor sie miteinander … gemeinsam ein sattes „sit
`in“, bevors losging?

Die Germanen aßen Fleisch, das sie erjagten, Korn, das sie sammelten (noch kein Anbau von Weizen, deshalb kam auch öfters mal vor, dass Mutterkorn dabei war = krankmachend), sie sammelten Beeren und Nüsse, Wildhonig (Met…mmmmmh). Mit anderen Worten: sie lebten von der Natur.
Der Römische Soldat bekam von der Heeresleitung garantiert: Oliven und Öl. Basta. Rest musste er sich selbst besorgen (Raub, kauf beim Tross den Marketendern). Er war auf´s Plündern angewiesen.

Was anderes ist mir aber bei dem Römern aufgefallen: da wurden
Heereseinheiten an „Freunde“ vermietet, später (sicherlich so
aus der freien Laune heraus) mussten die dann wieder
gegeneinander kämpfen.
Wa es damals so üblich, ein Hobby. Pompeuis - Crassus - Cäsar
mal miteinander mal gegeneinander???

Der Berufssoldat von damals war kein Nationalsoldat wie heute üblich, sondern ein Söldner. Er kämpfte dort, wo am besten bezahlt wurde. Deswegen war er auch jederzeit vermietbar und musste evtl. auch mal seinen besten Freund erschlagen. Ob er das auch bei seinem Bruder oder Vater gemacht hat? ich glaube, da hat er halt rübergegrüßt und sich einen anderen Gegner gesucht, dem er den Bauch aufschlitzen konnte.

Wurde aus KOSTENgründen mal so 20zigtausend Mann
niedergemacht, statt diese einzugliedern? Grund wäre es ja.

Nein, die eroberten Kohorten und Armeereste wurden in die eigenen Reihen eingegliedert und kämpften hier ebenfalls für Geld.
Hatte so ein Feldherr Probleme mit der Finanzierung, war´s zu Ende mit der Gefolgstreue.
Grüße
Raimund