Meck-Pom im 2. Weltkrieg

Von: , Frage gestellt am Di, 9. Jul 2002

Hallöchen Ihr lieben,

ich habe eine kleine Frage.
Kennt einer von Euch ein paar Städte oder Orte in Mecklenburg-Vorpommern in denen man etwas über den 2. Weltkrieg besichtigen kann? Wie z.B. Peenemünde? Oder Wälder in der Nähe von Schwerin wo vielleicht Bomben abgestürzt sind?

Vielen Dank für Eure Hilfe...

Bianca

5 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Meck-Pom im 2. Weltkrieg

    Hallo Bianca,

    schade, daß kein Einheimischer antwortet.

    Beeindruckend fand ich die große Gedenktafel am Ortseingang von Usedom, wo der angloamerikanische Terrorismus beim Namen genannt wird. Er hat das Städchen im letzten dieser Bombenanschläge in einer halben Stunde völlig zerstört.

    Ich fand das sehr aufschlußreich im Vergleich zu London, wo deutsche Bomben über den gesamten 2. Weltkrieg hinweg 3000 Todesopfer gefordert haben, und wo alle naselang daran erinnert wird (in Usedom war ein Mehrfaches an Todesopfern zu beklagen).

    Gleichermaßen interessant der Vergleich mit München, wo am Rathauseingang seit ein paar Jahren eine Gedenkschrift prangt, die den Zerstörern der Stadt Dank ausspricht.

    Peene- oder Travemünde, eins davon ist der Flughafen. Dort sind ein paar alte Flugzeuge zu sehen, die vor dem ansonsten recht hübschen aber kaum kriegsspezifischen Pommerschen Bettenmuseum stehen. Im Hafen wäre dann noch ein sowjetisches U-Boot zu besichtigen (nur geisterbahnfeste Kinder mitnehmen).

    Daß Blindgänger in Wäldern zur Besichtigung durch Touristen hergerichtet wären, glaube ich kaum. Auch an die vielen kleineren Terroranschläge erinnert nur ganz selten eine Gedenktafel; und die Erinnerung an die unglaublich grausamen und unnötigen massenhaften Verbrechen der Roten Armee war in der DDR sowieso pönalisiert und wird in der heutigen BRD auch nicht gerade massiv gefördert.

    Gruß,

    Wolfgang Berger

    • Antwort von nach 33 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Meck-Pom im 2. Weltkrieg

      Hallo Bianca,

      schade, daß kein Einheimischer antwortet.

      Beeindruckend fand ich die große Gedenktafel am Ortseingang
      von Usedom, wo der angloamerikanische Terrorismus beim Namen
      genannt wird. Er hat das Städchen im letzten dieser
      Bombenanschläge in einer halben Stunde völlig zerstört.

      Ich fand das sehr aufschlußreich im Vergleich zu London, wo
      deutsche Bomben über den gesamten 2. Weltkrieg hinweg 3000
      Todesopfer gefordert haben, und wo alle naselang daran
      erinnert wird (in Usedom war ein Mehrfaches an Todesopfern zu
      beklagen).
      Ts ts ts, aber Wolfgang *gggg
      Ich finde erfrischend, dass einmal jemand sich traut, wertfrei an die Fakten zu erinnern. Die Verfahrensweise, deutsche Städte vollends in Schutt und Asche zu legen, steht in keinem Verhältnis zu den vorangegangenen deutschen Luftangriffen und hatten kaum Einfluss auf den Zeitpunkt des Kriegsendes.
      Gleichermaßen interessant der Vergleich mit München, wo am
      Rathauseingang seit ein paar Jahren eine Gedenkschrift prangt,
      die den Zerstörern der Stadt Dank ausspricht.

      Peene- oder Travemünde, eins davon ist der Flughafen. Dort
      sind ein paar alte Flugzeuge zu sehen, die vor dem ansonsten
      recht hübschen aber kaum kriegsspezifischen Pommerschen
      Bettenmuseum stehen. Im Hafen wäre dann noch ein sowjetisches
      U-Boot zu besichtigen (nur geisterbahnfeste Kinder mitnehmen).
      Peenemünde - hochinteressant !!!! Leider aber ist das U-Boot dort wohl nicht mehr zu besichtigen, ich glaube es wurde nach Dänemark geschafft. Zum Glück konnte ich es anno 1999 noch besichtigen.
      Du solltest dazu sagen, dass auch sehr beleibten Personen der Durchgang durch das Boot nicht zu empfehlen ist, die Durchstiege sind recht eng und erfordern einige Beweglichkeit ;-)
      Jedenfalls ist es in so einer Kiste noch enger, als einschlägige Kinowerke ( "Das Boot" ) dies vermitteln.
      Prora ist ebenso interessant , ein spitzenmäßiges Armeemuseum verbirgt sich darin, Vorträge werden gehalten - ein Muss für jeden geschichtlich Interessierten !

      Gruß

      HM
      Daß Blindgänger in Wäldern zur Besichtigung durch Touristen
      hergerichtet wären, glaube ich kaum. Auch an die vielen
      kleineren Terroranschläge erinnert nur ganz selten eine
      Gedenktafel; und die Erinnerung an die unglaublich grausamen
      und unnötigen massenhaften Verbrechen der Roten Armee war in
      der DDR sowieso pönalisiert und wird in der heutigen BRD auch
      nicht gerade massiv gefördert.

      Gruß,

      Wolfgang Berger

  2. Antwort von nach 2 Tagen 1 hilfreich
    Re: Meck-Pom im 2. Weltkrieg


    Liebe "Bianca",

    auf Rügen gibt es jenes architektonische Monstrum,
    welches KdF-mäßig benutzt wurde und die DDR ver-
    wittert überlebte und mit Dokuzentrum ausgestattet
    wurde (Es gab da mal Artikel in "Spiegel" und
    "Zeit")...

    Das Stichwort müßte "Binz" sein. (Bin dort vor
    einem halben Jahr vorbeigefahren...wenn es das
    war...).

    x-nada

      • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
        Re: das Teil heißt PRORA (o.w.T.)

        Claus
        ----Danke "Claus", genau das.

        x-nada

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