Re^2: Meck-Pom im 2. Weltkrieg
Hallo Bianca,
schade, daß kein Einheimischer antwortet.
Beeindruckend fand ich die große Gedenktafel am Ortseingang
von Usedom, wo der angloamerikanische Terrorismus beim Namen
genannt wird. Er hat das Städchen im letzten dieser
Bombenanschläge in einer halben Stunde völlig zerstört.
Ich fand das sehr aufschlußreich im Vergleich zu London, wo
deutsche Bomben über den gesamten 2. Weltkrieg hinweg 3000
Todesopfer gefordert haben, und wo alle naselang daran
erinnert wird (in Usedom war ein Mehrfaches an Todesopfern zu
beklagen).
Ts ts ts, aber Wolfgang *gggg
Ich finde erfrischend, dass einmal jemand sich traut, wertfrei an die Fakten zu erinnern. Die Verfahrensweise, deutsche Städte vollends in Schutt und Asche zu legen, steht in keinem Verhältnis zu den vorangegangenen deutschen Luftangriffen und hatten kaum Einfluss auf den Zeitpunkt des Kriegsendes.
Gleichermaßen interessant der Vergleich mit München, wo am
Rathauseingang seit ein paar Jahren eine Gedenkschrift prangt,
die den Zerstörern der Stadt Dank ausspricht.
Peene- oder Travemünde, eins davon ist der Flughafen. Dort
sind ein paar alte Flugzeuge zu sehen, die vor dem ansonsten
recht hübschen aber kaum kriegsspezifischen Pommerschen
Bettenmuseum stehen. Im Hafen wäre dann noch ein sowjetisches
U-Boot zu besichtigen (nur geisterbahnfeste Kinder mitnehmen).
Peenemünde - hochinteressant !!!! Leider aber ist das U-Boot dort wohl nicht mehr zu besichtigen, ich glaube es wurde nach Dänemark geschafft. Zum Glück konnte ich es anno 1999 noch besichtigen.
Du solltest dazu sagen, dass auch sehr beleibten Personen der Durchgang durch das Boot nicht zu empfehlen ist, die Durchstiege sind recht eng und erfordern einige Beweglichkeit ;-)
Jedenfalls ist es in so einer Kiste noch enger, als einschlägige Kinowerke ( "Das Boot" ) dies vermitteln.
Prora ist ebenso interessant , ein spitzenmäßiges Armeemuseum verbirgt sich darin, Vorträge werden gehalten - ein Muss für jeden geschichtlich Interessierten !
Gruß
HM
Daß Blindgänger in Wäldern zur Besichtigung durch Touristen
hergerichtet wären, glaube ich kaum. Auch an die vielen
kleineren Terroranschläge erinnert nur ganz selten eine
Gedenktafel; und die Erinnerung an die unglaublich grausamen
und unnötigen massenhaften Verbrechen der Roten Armee war in
der DDR sowieso pönalisiert und wird in der heutigen BRD auch
nicht gerade massiv gefördert.
Gruß,
Wolfgang Berger