Tauglichkeit

Von: , Frage gestellt am So, 1. Sep 2002

Hallo,
ich war die Tage in GB und las in einem Zeitungsbericht, sah es in den Nachrichten, dass es grosse Probleme bei einer Übung englischer Truppen im Oman gegeben habe. Das Sturmgewehr tendierte zu vielen Hemmungen, die Challenger fielen zu 50% durch mechanische Fehler aus, Stiefel der Soldaten schmolzen in der Hitze(?), die C 130 waren überlastet etc.
Kommt das durch die Tendenz der Beschaffungsbehörden Material zu kaufen was in Mitteleutopa, bzw. in den gemâssigten Breiten funktionniert?
Im Golfkrieg waren die gleichen Fahrzeuge, Waffen etc unter ähnlichen Bedingungen eingesetzt, von damals sind mir keine derartigen Probleme bekannt. Wie erklärt sich das? Durch das Alter des Materials, schlechte Instandhaltung oder durch was?

Gruss
Rainer

23 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 7 Stunden 1 hilfreich
    Re: Tauglichkeit

    Hallo !

    Vielleicht durch die jahreszeitlich bedingten niedrigeren Temperaturen während des Golfkrieges!

    In Kuweit ist es im Winter sehr kalt, in Oman im Sommer mehr als heiß.

    Gruß Max

    • Antwort von nach 3 Tagen 1 hilfreich
      Re^2: Tauglichkeit

      Max, Vielleicht durch die jahreszeitlich bedingten niedrigeren
      Temperaturen während des Golfkrieges!
      In Kuweit ist es im Winter sehr kalt, in Oman im Sommer mehr
      als heiß.
      Kuwait
      kaeltester Monat: Januar
      Durchschnittstemperatur im Januar: 12.3C / 54.1F
      Tiefstwert Januar: 9.5C / 49.1F

      Messung 1991

      Werte habe ich von einem nahen Verwandten, lassen sich aber sicherlich nachvollziehen. Damit wuerde ich nicht behaupten, dass die Winter in Kuwait sehr kalt sind. Zumindest nicht so kalt, dass ein Challenger Schaden nehmen koennte. Wie Du sagst: vielleicht. Sicherlich aber nicht.

      Gruss,
      tigger

      • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
        Re^3: Tauglichkeit

        Ja, ja, alles, was Du weißt, ist von irgendwelchen nahen Verwandten oder Bekannten.

        Ich bin fast zehn Jahre lang regelmäßig im Arabischen Golf und Oman gewesen. Wir haben genau diese Ausrüstung, von der hier die Rede ist, nach Muscat und den anderen Häfen gebracht.
        Ich war drei Jahre auf den S-Booten der BW und habe alles aus eigener Erfahrung. Nichts von Verwandten oder Bekannten!

        Tarnfarbe hätte uns nun wirklich nichts genützt. Selbst in den finstersten Nächten waren sie plötzlich da, die Helicopter und hingen über unserer Brücke und blendeten uns. Wenn eine Elektronik bei ihnen ausfällt nehmen sie die nächste.

        Gruß Max

        • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
          Re^4: Tauglichkeit

          Hallo, Tarnfarbe hätte uns nun wirklich nichts genützt. Selbst in den
          finstersten Nächten waren sie plötzlich da, die Helicopter und
          hingen über unserer Brücke und blendeten uns. Wenn eine
          Elektronik bei ihnen ausfällt nehmen sie die nächste.
          Seltsam, wie haben denn die Hubschrauber euch denn gefunden? Die müssen dann doch mit Radar oder sonst was gesucht haben, oder war da einer an Bord, der heimlich die Position per Funk verraten hat? Schiedsrichter machen sowas manchmal. Es kann natürlich auch sein, dass die Ausgucks gepennt haben, denn einen Hubschrauber hört man schon von ein bisschen weiter weg. Hatten die S-Boote denn kein Passivradar und welche Klasse war das denn überhaupt?
          Dass Tarnfarbe nichts nützt erscheint mir als Humbug, denn warum hat die BW denn dann die Dreifarbentarnung bei Fahrzeugen eingeführt? Möglicherweise um Geld zum Fenster hinauszuwerfen, so wie bei der Einführung der braunen Kampfstiefel 1972, die man nicht mit Infrarot sehen konnte. Da war der Sinn wohl, dass ein potentieller Feind sich totlachen sollte, wenn er Somdaten ohne Füsse durch die Gegend latschen sah. Moleskin war ja schon ganz gut als Tarnfarbe, warum hat die Bundeswehr denn dann Flecktarn eingeführt? Damit man die Soldaten besser sieht?
          Gruss
          Rainer

          • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: Tauglichkeit

            Seltsam, wie haben denn die Hubschrauber euch denn gefunden?
            Die müssen dann doch mit Radar oder sonst was gesucht haben,
            oder war da einer an Bord, der heimlich die Position per Funk
            verraten hat?
            Sicher haben Militärhubschrauber der US-Army Radar an Bord.

            Es kann natürlich auch sein, dass die Ausgucks gepennt haben, denn
            einen Hubschrauber hört man schon von ein bisschen weiter weg.
            Einen Hubschrauber hörst Du natürlich, wenn Du vor Deinem PC sitzt und er donnert draußen vorbei. Aber, Du hörst ihn event. nicht auf einem fahrenden Schiff. Dort sind die Eigengeräusche durch Lüfter, Antriebsmotooren so laut, daß Fremdgeräusche darin untergehen. Dass Tarnfarbe nichts nützt erscheint mir als Humbug, denn
            warum hat die BW denn dann die Dreifarbentarnung bei
            Fahrzeugen eingeführt? Möglicherweise um Geld zum Fenster
            hinauszuwerfen, so wie bei der Einführung der braunen
            Kampfstiefel 1972, die man nicht mit Infrarot sehen konnte. Da
            war der Sinn wohl, dass ein potentieller Feind sich totlachen
            sollte, wenn er Somdaten ohne Füsse durch die Gegend latschen
            sah. Moleskin war ja schon ganz gut als Tarnfarbe, warum hat
            die Bundeswehr denn dann Flecktarn eingeführt? Damit man die
            Soldaten besser sieht?
            Sicher lacht sich der Feind tot, wenn die BW mit Tarnfarbe durch die Gegend fährt. Jeder Hubschrauber, jeder moderne Infanterist mit Wärmebildcamera faßt ihn sofort auf, nachts!!!!! Von tags wollen wir doch lieber schweigen.
            Gruß max

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Warum hat jede Nation ihre eigene Tarnfarbe?

              Mir fällt da gerade diese Frage ein:

              Wenn die Militärs so bemüht sind mit einem Topf Farbe ihre Einheiten verschwinden zu lassen : Warum hat dann jede Nation eine andere Farbgebung? Auch bei gemeinsamen Unternehmen haben 20 verschiedene nationale Einheiten zwanzig verschiedene Farbkleckse auf ihren Fahrzeugen und Kampfanzügen!!

              Wohl doch nur, damit man gleich erkennt, wer dort durch die Landschaft fährt, Russe oder Deutscher oder Franzose oder US-Amerikaner!

              Sehe ich das richtig?

              Gruß max

            • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
              Re: Warum hat jede Nation ihre eigene Tarnfarbe?

              Wenn die Militärs so bemüht sind mit einem Topf Farbe ihre
              Einheiten verschwinden zu lassen : Warum hat dann jede Nation
              eine andere Farbgebung? Auch bei gemeinsamen Unternehmen haben
              20 verschiedene nationale Einheiten zwanzig verschiedene
              Farbkleckse auf ihren Fahrzeugen und Kampfanzügen!!
              Wohl doch nur, damit man gleich erkennt, wer dort durch die
              Landschaft fährt, Russe oder Deutscher oder Franzose oder
              US-Amerikaner!
              Sehe ich das richtig?
              Nicht ganz. Um die Nationalität zu erkennen, betrachte ich mir das Nationenabzeichen, welches jeder Soldat auf dem Ärmel trägt. Auch erkenne ich die Nationalität an bestimmten Hoheitszeichen.

              Welcheen Tarndruck eine Armee trägt, erklärt sich lediglich aus ihren Aufgaben und Einsatzgebieten. Kosten und Beschaffung spielen ebenfalls eine Rolle. Der Tarndruck selbst hat aber in keinster Weise etwas damit zutun, dass auch nur irgendjemand erkannt werden soll. Wie würdest Du es Dir ansonsten erklären, dass die Soldaten der Bundeswehr teilweise im "veralteten" stein-grau oliv und teilweise im neueren Tarndruck herumlaufen? Das hat nichts damit zutun, dass sie sich im Ernstfall gegenseitig beschiessen sollen, weil sie sich nicht als Kameraden erkennen, sondern hat lediglich etwas mit der Beschaffung und den Kosten zutun.

              Gruß
              Bark









              Gruß max

            • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
              Re^6: Tauglichkeit

              Einen Hubschrauber hörst Du natürlich, wenn Du vor Deinem PC
              sitzt und er donnert draußen vorbei. Aber, Du hörst ihn event.
              nicht auf einem fahrenden Schiff. Dort sind die Eigengeräusche
              durch Lüfter, Antriebsmotooren so laut, daß Fremdgeräusche
              darin untergehen.
              Warum? Ein Schiff hat doch höchstmoderne Aufklärungsmittel an Bord. Sicher lacht sich der Feind tot, wenn die BW mit Tarnfarbe
              durch die Gegend fährt. Jeder Hubschrauber, jeder moderne
              Infanterist mit Wärmebildcamera faßt ihn sofort auf,
              nachts!!!!! Von tags wollen wir doch lieber schweigen.
              Toll. Natürlich ist der Soldat mit Wärmebildkamera im Vorteil. Aber nur solange nur er ein solches Gerät hat. Hat der Gegner derartige Geräte auch, zählt wieder: schiessen kannst Du...aber auch treffen? Die letzte Sicherung bietet nur die Tarnung selbst.

              Gruß
              Bark

            • Antwort von nach 4 Tagen 1 hilfreich
              [MOD] *hüstel* :-)

              Hallo Barkley et al.,

              eigentlich liegt es mir ja fern, diese für mich interessante Diskussion abzuwürgen. Ich möchte nur mal vorsichtig mit dem Finger auf den Titel des Bretters deuten: "Militär historie" . Das wird hier ja alles so aktuell *grusel* ;-D...

              beste Grüße,

              barbara

              P.S. Hoffe, ihr hatte ein schönes Treffen - oder - wenn es noch aussteht - wünsche ich euch viel Spaß!:-)



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