Hallo Walter
zu der betreffenden Flakeinheit aus Holland kann ich leider
nichts sagen, aber zum o.g. Flugplatz habe ich noch weitere
Details aus der Karte entnehmen können/gefunden:
1.) Der Flughafen hatte 2 Hangars und ein Reparaturhangar,
2.) im Norden, Südwesten und Süden des Rollfeldes befanden
sich je eine "Tankstelle",
3.) An der nördlichen Waldgrenze war ein "Pakplatz" für 17
Maschinen, die im Bedarfsfall in den Wald hineingeschoben
werden konnten,
ist das das was dort in der gegend als Schiesswiese bezeichnet wurde?
4.) In der Ortschaft Borsdorf zweigte ein Nebengleis ab, daß,
in nördliche Richtung gesehen, einmal zum Reparaturhangar ging
und ein weiteres direkt bis an die Lande-/Startbahn,
5.) Die Baracken (Küche, Schlafbaracken, etc.) befanden sich
unmittelbar an der Gleisanlage nach Nidda/Budingen,
6.) Start- und Landebahn war eine Grasnarbe,
7.) Von der Hauptstraße in Borsdorf führten drei Wege zum
Flugplatz: einen direkt zu den hangars, ein weiter direkt zur
Star-/Landebahn und ein dritter zur südwestlichen Tankstelle.
8.) An der westlichen Waldgrenze befand sich ein "Parkplatz
für 25 Maschinen, die ebenfalls z.B. bei feindlichen
Luftangriffen, in den Waldgeschoben werden konnten.
9.) Auf der Grasnarbe war durch geometrische Zeichen (Prismen,
Dreiecke, weiß/rot) eine Rollbahn markiert, die in
nordöstlicher Richtung 1.500 m lang war und in westlicher
Richtung 1.000 m lang war.
Durch eine Anordnung ds Oberbefehlshabers der Luftwaffe mußten
ab 1940 alle Einsatzflugplätze von feindlichen Maschinen als
"Landwirtschasftliche genutzte Fläche angesehen werden, sodaß
einige Dinge in die Erde verlegt wurde (wie z.B. Tanklager).
Die Struktur eines Einsatzflugplatzes sieht also von oben aus
wie ein übergroßes Bauernanwesen, eine Domäne, mit vielen
Nebengebäuden. Dies hatte einen rein tarntechnischen Grund.
Von einer befestigten Lande- oder Startbahn ist in meiner
Skizze nichts zu entnehmen. Die Skizze stammt vom Einmarsch
der Amerikaner, die diese Skizze kurz nach der Besetztung
gefertigt haben. Die Befestigung der Rollbahnen muß also
später gemacht worden sein.
Die Befestigung der Rollbahn ist Quatsch, ich habe das aus meiner kindlichen Erinnerung geschrieben. Es war die direkte Verbindung von Ulfa nach Nidda, die anscheinend den Flugplatz tangierte, nach dem noch damals rumliegenden Schrott und Geröll zu schliessen erschien es mir als Lande-Startbahn. Auf einer Karte Anfang der 50er Jahre ist die Strasse noch eingezeichnet. Heute existiert sie nicht mehr.
Weisst Du welche amerikanischen Einheiten nach März 1945 da in der Gegend biwakierten?
Falls Du da aus der gegend kommst, könnte man sich ja vielleicht mal dort treffen.
Gruss
Rainer
Gruß