Rückbau

Von: , Frage gestellt am Mi, 11. Sep 2002

Hallo,
hat jemand Ahnung was so der Rückbau eines Westwallbunkers(für zwei MG ohne Kuppel) kostet? Ich war am Wochenende in der Eifel, und da sind in einer Gegend(mitten im Wald) so etwas über 10 in einem Jahr zurückgebaut worden.
Gruss
Rainer
P.S.: Ich wusste nicht wo ich das sonst hätte posten sollen.

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 6 Stunden 1 hilfreich
    Re: Rückbau

    Hallo

    Ganz schlecht zu sagen!

    Der Abbruch eines Einfamilienhauses mit Entsorgung kostet ungefähr 25 000,- Euro.

    Da die Bunker aber fast nur aus Beton und Stahl bestehen, wird die Entsorgung relativ billig. Das heißt, am Stahl wird noch verdient.
    Der Abbruch selbst ist natürlich schwieriger, aber bei einer richtigen Abbruchmaßnahme wie am Fließband, hält sich das auch in Grenzen.
    Ich würde sagen, 20 000,- Euro.

    Da der Abbruch aber ganz sicher ausgeschrieben wurde, kannst Du auch von ganz anderen Werten ausgehen. Dazu weiß man nicht, was geschieht wirklich mit den Abbruchteilen! Werden sie vielleicht als Souvenir verkauft?

    Grüße Max

    • Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
      Re^2: Rückbau


      Hallo, Ganz schlecht zu sagen!

      Der Abbruch eines Einfamilienhauses mit Entsorgung kostet
      ungefähr 25 000,- Euro.

      Da die Bunker aber fast nur aus Beton und Stahl bestehen, wird
      die Entsorgung relativ billig. Das heißt, am Stahl wird noch
      verdient.
      Aber den Stahl musst Du erst aus dem Beton rausholen und der liegt da nach den Supersprengungen der Franzosen im Gelände verstreut herum. Der Abbruch selbst ist natürlich schwieriger, aber bei einer
      richtigen Abbruchmaßnahme wie am Fließband, hält sich das auch
      in Grenzen.
      Ich würde sagen, 20 000,- Euro.
      So billig? So ein billiger Parkplatz für drei Rehe?
      Da der Abbruch aber ganz sicher ausgeschrieben wurde, kannst
      Du auch von ganz anderen Werten ausgehen. Dazu weiß man nicht,
      was geschieht wirklich mit den Abbruchteilen! Werden sie
      vielleicht als Souvenir verkauft?
      Die Teile werden zerkleinert und bleiben an Ort und Stelle zum Lochauffüllen oder werden irgendwo auf einer Deponie entsorgt.
      Gruss
      Rainer

      • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
        Bau

        Raum kannst du auch umnutzen, ohne zu sprengen. Wer ist alles an der Konzeption beteiligt?

        • Antwort von nach 4 Tagen 2 hilfreich
          Re: Bau

          Raum kannst du auch umnutzen, ohne zu sprengen. Wer ist alles
          an der Konzeption beteiligt?
          Einen Bunker???
          Weißt Du was das mal war, der Westwall mit den vielen MG-Nestern und Unterständen?
          Höchstens Pilze züchten kann man damit!

          Gruß Max

  2. Antwort von nach 5 Tagen 1 hilfreich
    Re: Rückbau

    Hallo !

    Hier ein paar Informationen zum Westwall !

    Der Westwall war ungefähr 400 km lang. Erbaut 1938 bis August 1939, war bei mobiler Kampfführung und gegnerischer Luftüberlegenheit von geringem strategischen Wert. Das von Aachen bis Basel reichende Bauwerk mit seinen rund 15 000 Bunkeranlagen spielte daher beim Durchbruch der alliierten Armeen ins Deutsche Reich im Frühjahr 1945 keine Rolle.

    Hier der Text einer "Werbung" für den Westwall von 1939 :

    Die gewaltigste Gemeinschaftsleistung aller Zeiten schuf dieses gigantische Verteidigungswerk. Am 28. Mai 1938 gab der Führer de9n Befehl zum Bau. Bereits am 20. Juli waren bei der Organisation Todt 35 000 Mann, am 27. Juli 45 000, am 3. August 77 000, am 10. August 93 000, am 17. August 121 000, am 24. August 145 000, am 31. August 170 000, am 7. September 191 000, am 14. September 213 000, am 21. September 241 000, am 28. September 278 000, am 6. Oktober 342 000 am Werk.
    Dazu kamen rund 90 000 Arbeiter in den Bereichen der Festungspionierstäbe, sowie 100 000 Mann Reichsarbeitsdienst und zahlreiche Infanteriedivisionen und Pionierbataillone. Aber nicht nur die unmittelbar für den Bau eingesetzten Arbeiter, Ingenieure, Arbeitsdienstmänner und Soldaten, sondern die ganze mit Überschichten arbeitende Industrie und die im Transportwesen Tätigen haben dazu beigetragen, daß die Grenzen Großdeutschlands im Westen gesichert sind.

    Verarbeitet wurden :
    6 000 000 Tonnen Zement, 695 000 Kubikmeter Holz, 3 000 000 Rollen Draht.
    Täglich waren 8000 Güterwaggons mit Baustoffen nach dem Westen unterwegs, außerdem waren die Binnenschiffahrt und 15 000 LKW für den Transport, sowie Feld- und Förderbahnen eingesetzt.

    Gruß Max

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