Hi Thomas:
leider keine Homepage, sondern
DAS Buch zum 30 jährigen Krieg:
C.V. Wedgwood: der 30-jährige Krieg.
ISBN 3471791698 [Buch anschauen]
Sehr solide und sehr gut zu lesen.
Magdeburg war ein säkularisiertes Bistum also voll Protestantisch, und im Laufe des krieges von den kaiserlichen Truppen besetzt und wieder versuchsweise katholiziert worden... dies stiess bei den Bürgern allerdings auf wenig Gegenliebe.
Am 6 August 1630 zog der König von Schweden in die Stadt ein und setzte das alte protestantische Regime wieder ein. Die Schweden waren also Formal die Verbündeten und Befreier.
Magdeburg war damals eine enorm wohlhabende Stadt und ausserdem von überragender strategischer Bedeutung.
Dies war ein Grund für die Belagerung durch die Kaiserlichen.
der 2. grund war, dass das kaiserliche Heer unter Führung Tillys praktisch am Verhungern war, da aus Böhmen, dem Machtbereich wallensteins, kein signifikanter Nachschub kam (Grund: Wallenstein wollte selber an die Heeresspitze zurück.)
Die Einnahme Magdeburgs hätte die Probleme gelöst, wenn Magdeburg unzerstört in die Hände der kaiserlichen gefallen wäre.
Wer für die Brandkatastrophe verantwortlich war, konnte nie geklärt werden. Entweder sie wurde während der Plünderung aus Versehen ausgelöst oder bewusst durch die Verteidiger.
----
Warum wurde der Frieden von Münster und Osnabrück geschlossen...
Ganz simpel: Allseitige Erschöpfung, keine der Kriegsparteien war in der Lage, weiter "vernünftig" Krieg zu führen. Keine Seite war mehr in der Lage, die Resultate der Schlachten auszunutzen.
Man hatte in Hamburg (Ort der Vorverhandlungen) festgelegt, dass über die Schwedischen Interessen in Osnabrück und über die Französischen in Münster verhandelt werden sollte. Der Hauptverhandlungsort war Münster, da Frankreich das Schwergewicht war.
Für diesen Verhandlungsort gibt es einen Grund: es war weit weg von den Kaiserlichen (denen im Reich eigentlich keiner mehr traute) und Westfalen war vom Krieg nicht so mitgenommen wie die Hauptkampfstätten entlang des Rheines, der Donau und der Elbe
Gruß
Mike