Hallo Eva!
Noch`n Gedicht :
"Der König rief, und alle, alle kamen" sagt man, wenn ein großes Fest auf Einladung einer prominenten Persönlichkeit gefeiert wird, dem sich niemand, der 'dazu' gehören will, entziehen zu können glaubt. Es handelt sich um die erste Zeile eines populär gewordenen Liedes von Heinrich Clauren (Carl Heun, 1771-1845), das 1813/14 entstand und dessen erste Strophe so lautet:
Der König rief, und alle, alle kamen
Mit Waffen mutig in der Hand.
Und jeder Preuß, der stritt in Gottes Namen
Für das geliebte Vaterland.
Ein jeder gab, ein jeder tat gern geben
Kind, Hab und Gut, Gesundheit, Blut und Leben
Mit Gott für König und für Vaterland.
Zu einem weitverbreiteten Volkslied wurde dieser Text im Krieg 1870/71, wobei Claurens Text abgewandelt wurde:
Der König rief, und alle, alle kamen,
Es blieb auch nicht ein einziger zu Haus.
Nun denn, wohlan, ziehn wir in Gottes Namen
Zum Kriege gegen Frankreich jetzt hinaus.
So sprach der Landwehrmann beim Scheidegruß,
Gab Frau und Kindern noch den Abschiedskuß.
(E.B. 357c und 1379; vgl. J. Meier: Kunstlieder im Volksmund, Halle 1906, Nr. 47).
[Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten: König, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 42: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten, S. 3440 (vgl. Röhrich-LdspR Bd. 3, S. 867 ff.) (c) Verlag Herder]
Gruß max