deutsche stukas über manhattan....

Von: , Frage gestellt am Fr, 12. Sep 2003

guten morgen,

gestern abend kam in 3sat ein bericht über die fixe idee die sich hitler in den kopf gesetzt hatte. er wollte mit deutschen jägern manhattan angreifen. dabei wurde auch erwähnt, das deutsche u-boote schon richtung usa auslaufen sollten. nun bin ich mir nicht mehr sicher, aber ich glaube mal gelesen zu haben, daß zumindest ein deutsches u-boot mal in der bucht vor manhattan lag. oder habe ich da nur vielleicht eine filnkritik gelesen?

es geht noch weiter, ich hab noch zwei fragen.

haben sich schon militärhistoriker gedanken darüber gemacht wie die welt heute aussehen würde wenn nazi-deutschland den krieg gewonnen hätte? welche koalitionen hätte es gegeben? wie lange hätte deutschland diesen sieg verteidigen können?

meine ltze frage: wie kann es überhaupt sein, daß ein kleines land wie deutschland die welt überhaupt solange in atem halten kann? ich meine, die ganzen länder die angegriffen wurden, die hatten doch mit sicherheit zusammnengenommen viel mehr soldaten als deutschland, oder?

ich hoffe ich stresse euch nicht zu viel an diesem früher freitagmorgen, aber ich finde diese frage brennend interessant.

viele grüsse

markus

19 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: deutsche stukas über manhattan....

    gestern abend kam in 3sat ein bericht über die fixe idee die
    sich hitler in den kopf gesetzt hatte. er wollte mit deutschen
    jägern manhattan angreifen. dabei wurde auch erwähnt, das
    deutsche u-boote schon richtung usa auslaufen sollten. nun bin
    ich mir nicht mehr sicher, aber ich glaube mal gelesen zu
    haben, daß zumindest ein deutsches u-boot mal in der bucht vor
    manhattan lag. oder habe ich da nur vielleicht eine filnkritik
    gelesen?
    Hallo !

    Deutsche U-Boote operierten nahe den US-Küsten. Setzten auch Leute an Land, die aber schnell gefasst wurden.
    Nur - was haben Stukas mit U-Booten zu tun?? Stukas brauchten schon einen Flugzeugträger und den gab es nicht in Deutschland. Der war noch im Bau. Damit hätte man wohl New York angreifen können, wie die Japaner Pearl Harbour. Aber zurückgekommen wäre er nicht. meine ltze frage: wie kann es überhaupt sein, daß ein kleines
    land wie deutschland die welt überhaupt solange in atem halten
    kann? ich meine, die ganzen länder die angegriffen wurden, die
    hatten doch mit sicherheit zusammnengenommen viel mehr
    soldaten als deutschland, oder?
    Deutschland war 1941 kein kleines Land mehr, sondern ein Riesenreich. Davon muß man ausgehen, je länger die Grenzen, umso schwieriger eine Rückeroberung.

    Gruß max

    • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
      Re^2: deutsche stukas über manhattan....

      Hi

      also so Unrecht hast du gar nicht, es gab UBoote vor Manhattan-aber nicht erst im 2. WK sondern sogar schon im 1. !

      Am 28.05.1918 drang das UBoot U151 der deutschen Kriegsmarine in die Gewässer vor New York ein-nach Augenzeugenberichten konnten die Matrosen sogar die Lichter der Stadt sehen.

      Im 2. WK fuhren wieder dt. Uboote nach Amerika, diesmal sogar als großangelegte Operation geplant-Operation Paukenschlag-letztendlich erreichte wohl nur die U123 ganz sicher den New Yorker Hafen.

      Aber es gab Pläne für dt. Langstreckenbomber die von Europa aus über den Ozean in die USA fliegen sollten-es gab wohl sogar Prototypen, ich glaube es war MEsserschmidt 264 oder Me 246, bin mir da nicht ganz sicher, effektiv war es aber natürlich nie eine Bedrohung für die USA

      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        Re^3: deutsche stukas über manhattan....

        Aber es gab Pläne für dt. Langstreckenbomber die von Europa
        aus über den Ozean in die USA fliegen sollten-es gab wohl
        sogar Prototypen, ich glaube es war MEsserschmidt 264 oder Me
        246, bin mir da nicht ganz sicher, effektiv war es aber
        natürlich nie eine Bedrohung für die USA
        Er schreibt aber von Stukas und das waren Jagdbomber, die die Strecke wohl nur auf einem Träger geschafft hätten.

        Gruß max

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: deutsche stukas über manhattan....

    Halo Markus,
    schade, den Beitrag auf 3Sat hätte ich auch gerne gesehen.
    Zu Deiner Frage: Auzuschließen ist es gewiss nich, dass Hitler einen solchen Plan hatte - er hatte einige, na ja, obskure Ideen. Aber speziell diese wäre wohl doch nur recht schwierig zu realisieren gewesen. Um New York mit Flugzeugen anzugreifen, hätte die deutsche Luftwaffe eine Basis benötigt, von der aus sie die Stadt hätte angreifen können... Wenigstens aber einen Flugzeugträger, der aber hätte nur Jäger oder eben Stukas tragen können - und ein Angriff mit so kleinen Flugzeugen auf einen Stadt wie New York wäre von nur geringem militärischen Nutzen gewesen. Außerdem hätte das Deutsche Reich die absolute Seehoheit vor N.Y.s Küste besitzen müssen, um seinen Träger wirkungsvoll schützen zu können... Alles in Allem eine komplett unrealistische Lage... Ein Angriff auf die Stadt wäre nur mit großen Bombern mit starker Jäger-Bedeckung aussichtsreich gewesen. Dafür wäre, wie erwähnt, eine Basis nötig gewesen wie z.B. die britischen Inseln, über die die US Air Force im Kampf gegen das Reich ja verfügte. Der größte Bomber der Luftwaffe war die Heinkel 111, die sich im Vergleich zur amerikanischen B17 Flying Fortrtess od. der britischen Lancaster wie ein Mini-Flugzeug ausnahm.

    Zu Deiner zweiten Frage:
    Ja, es gab in der Bucht von Manhattan ein deutsches U-Boot - meines Wissens wurde dort ein deutscher Spion abgesetzt - ich glaube das war im Jahr 1944.

    Zu Deiner dritten Frage:
    Militärhistoriker habe sich wohl nur nebensächlich mit der von Dir formulierten Hypthese beschäftigt, denn der historiographische Ansatz lautet: Zeigen, wie es wirklich gewesen ist - und nicht: Zeigen, wie es gewesen sein könnte. Ich empfehle Dir dazu die Lektüre des (schlechten) Romans "Vaterland" (Autor heißt, glaube ich, Robert Harris), der von der Ausgangslage ausgeht, dass das Dritte Reich zuerts die A-Bombe hatte und Großbritannien besiegte. Das Deutsche Rech hatte in dem Roman einen Ausdehnung vom Atlantik bis hinter den Ural, wo die Sowjets in einem permanenten Partisanenkrieg noch Widerstand leisteten. Die Welt war geteilt in zwei Blöcke: Die demokratischen USA und das nationalsozialistische Europa. So die Ausgangslage in dem Roman...

    Zu Deiner letzten Frage:

    Deutschland war damals nicht klein! Es war nach Russland das bevölkerungsreichste Land Europas (so wie heute). Dabei war es hochgerüstet, ideologisch gleichgeschaltet und verfügte über eine kurze Zeitspanne über die modernsten Waffen der Welt. Zum Vergleich: Die polnischen Stritkräfte verfügten 1939 beinahe über die gleiche Anzahl an Soldaten wie die deutsche Wehrmacht - aber über keine Panzerwaffe, keine nennenswerte Luftwaffe und keinerlei moderne Artillerie. Aber Du hast schon recht: Deutschland konnte angesichts des gewaltigen Potenzials seiner Gegner diesen von ihm begonnenen Krieg unmöglich gewinnen - aber es reichte doch, die Welt für Jahre in eine globale Katastrophe zu stürzen.
    Gruß
    Tilman [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: deutsche stukas über manhattan....

      Hallo Markus,
      ab 13.Januar 1942 lagen die ersten 5 deutschen U-Boote im Rahmen der Operation "Paukenschlag" vor der amerikanischen Ostküste.
      Dort wurden im Zeitraum von Januar bis Juli 1942 585 Schiffe mit gesamt 3 080 934 BRT versenkt. Die Abwehr des Gegners war gering, die Küsten beleuchtet, die Schiffe fuhren wie unter Friedensbedingungen. Das Einsatzgebiet der U-Boote ging von Neufundland bis Key West, im Golf von Mexiko bis südlich Kubas, sie operierten vor Trinidad und der Guyana Küste.
      Die Versorgung der Boote wurde durch 3 U-Tanker sichergestellt. Soweit mir bekannt ist, operierten nacheinander 37 U-Boote vor der amerikanischen Küste.
      Es gab wohl auch die Idee, Flugzeuge in, heute würde man wahrscheinlich Flugzeugtransportcontainer dazusagen, vor die Küste der USA schleppen zu lassen und von dort Angriffe zu fliegen. Als Schlepper waren U-Boote vorgesehen.
      Durch die immer besser werdende Verteidigung und die zunehmenden Erfolge der Allierten auf dem Atlantik wurden diese Pläne begraben.
      Nachzulesen in den Biographien von Dönitz und dem Buch "Operation Paukenschlag", Einsatz der deutschen U-Boote vor Amerika.
      Nico [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: deutsche stukas über manhattan....

    danke für eure antworten.
    laut bericht gestern abend hatte hitler messerschmidt einen auftrag für ein trägerflugzeug erteilt, daß den jäger bis in die nähe der amerikanischen küste bringen sollte.

    viele grüsse

    markus [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: deutsche stukas über manhattan....

      laut bericht gestern abend hatte hitler messerschmidt einen
      auftrag für ein trägerflugzeug erteilt, daß den jäger bis in
      die nähe der amerikanischen küste bringen sollte.

      Und dann ? Nach Abwurf der Bomben landet man vergnügt in Lakehurst, meldet sich als Kriegsgefangener?

      Das sind alles ganz schöne Schauergeschichten, die da erzählt werden.

      Gruß max

    • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: deutsche stukas über manhattan....

      Hallo!

      Und wie gehts dann wieder heim???

      Grüße,

      Marcus

    • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
      Re^2: deutsche stukas über manhattan....

      Hi! laut bericht gestern abend hatte hitler messerschmidt einen
      auftrag für ein trägerflugzeug erteilt, daß den jäger bis in
      die nähe der amerikanischen küste bringen sollte.

      viele grüsse

      markus
      Das ist korrekt. Für einen Trägereinsatz war die Me 109 T vorgesehen. Als Flugzeugträger befand sich die "Graf Zeppelin" im Bau (Einstellung des Baus 1943, 1945 von den Russen versenkt, später gehoben und 1947 als Zielschiff erneut - und dieses Mal endgültig - versenkt).

      Die Flugzeugalternative, eine Focke-Wulf FW190 A-5/U15, wurde bereits im Ansatz gestoppt, weil der Bau der Graf Zeppelin zwischenzeitlich eingestellt worden war.

      Grüße
      Heinrich



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