MG-Kaliber

Von: , Frage gestellt am Do, 18. Sep 2003

So, ihr Fachmänner, damit habt ihr euch sicher auch schon befaßt ;-):
Es gab bei der deutschen Luftwaffe (Wehrmacht) die MG-Kaliber 13 mm und 15 mm. Bei der Armee dagegen wurde (nach all meinen Erkenntnissen) nur das Kaliber 7,92x57 verwendet. Andere Staaten verwendeten und verwenden bis heute auch großkalibrige Maschinengewehre, etwa 12.7 mm.
Mir ist zwar bekannt, daß zu Ende des Krieges auch umgerüstete großkalibrige Luftwaffen-MG am Boden eingesetzt wurden, als Notbehelf, aber es gab nie ein für die Armee entwickeltes großkalibriges MG, auch nicht zur Flugabwehr.
Hat es auf deutscher Seite einfach keinen Bedarf gegeben, ein großkalibriges Maschinengewehr auch zu Lande einzusetzen?

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: MG-Kaliber





    Hallo ! Notbehelf, aber es gab nie ein für die Armee entwickeltes
    großkalibriges MG, auch nicht zur Flugabwehr.
    Hat es auf deutscher Seite einfach keinen Bedarf gegeben, ein
    großkalibriges Maschinengewehr auch zu Lande einzusetzen?
    Zur Flugabwehr gab es das MG 42 auf Lafette als schweres MG (sMG).

    Das MG 42 war/ist ein MG, welches bis heute von keinem übertroffen wird. Es ist heute Standard bei italienischen Heer und vielen anderen Armeen. Bei der Bundeswehr sowieso.
    Warum gößere Kaliber, wenn man eine so wirkungsvolle Waffe hat.
    Die Sowjets haben im 2. Weltkrieg nach dem Beispiel der deutschen kaliber, die kalaschnikow entwickelt.

    Gruß max

    • Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
      Re^2: MG-Kaliber





      Hallo ! Notbehelf, aber es gab nie ein für die Armee entwickeltes
      großkalibriges MG, auch nicht zur Flugabwehr.
      Hat es auf deutscher Seite einfach keinen Bedarf gegeben, ein
      großkalibriges Maschinengewehr auch zu Lande einzusetzen?
      Zur Flugabwehr gab es das MG 42 auf Lafette als schweres MG
      (sMG).

      Das MG 42 war/ist ein MG, welches bis heute von keinem
      übertroffen wird. Es ist heute Standard bei italienischen Heer
      und vielen anderen Armeen. Bei der Bundeswehr sowieso.
      Ja, das ist ja unbestritten. Das MG 42 war natürlich unter Verwendung einer Flubabwehr- oder Erdziellafette auch ein schweres MG (und das beste). Die Frage war aber doch nach dem Kaliber. Warum gößere Kaliber, wenn man eine so wirkungsvolle Waffe
      hat.
      Also war meine Vermutung richtig, daß es keinen Bedarf für ein schwereres MG Kaliber auf deutscher Seite gab? Die Sowjets haben im 2. Weltkrieg nach dem Beispiel der
      deutschen kaliber, die kalaschnikow entwickelt.
      War das Kaliber der Kalaschnikow nicht 7.62 x 39? Ich weiß, die Kalaschnikow war nach dem Vorbild des Sturmgewehr 44 oder Maschinenkarabiner 43 entworfen, aber das Kaliber wurde doch nicht übernommen?

      • Antwort von nach 6 Stunden 0 hilfreich
        Re^3: MG-Kaliber

        Lies mal etwas tiefer meine Antwort bei Stacheldraht. Die Sowjets hatten vor der Kalaschnikov größere Kaliber.

        Gruß Max

        • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
          Re^4: MG-Kaliber

          Lies mal etwas tiefer meine Antwort bei Stacheldraht. Die
          Sowjets hatten vor der Kalaschnikov größere Kaliber.

          Gruß Max
          Dort steht:

          "Im Sommer 1943 erbeuteten die Russen einen deutschen Schnellfeuerkarabiner "MP 43", einen Vorläufer des "Sturmgewehrs 44". Für Kurzpatronen 7,92 x 33.
          Man erkannte den Vorteil dieses Karabiners als Sturmgewehr und ließ sofort für die russische Kurzpatrone 7,62 x 39 ein neues Sturmgewehr entwickeln."

          Das sagt doch nur aus, daß die Waffe nach dem deutschen Vorbild gebaut wurde, aber nichts über das Kaliber?

          • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
            Re^5: MG-Kaliber

            Lies mal etwas tiefer meine Antwort bei Stacheldraht. Die
            Sowjets hatten vor der Kalaschnikov größere Kaliber.

            ließ sofort für die russische Kurzpatrone 7,62 x 39 ein neues
            Sturmgewehr entwickeln."

            Das sagt doch nur aus, daß die Waffe nach dem deutschen
            Vorbild gebaut wurde, aber nichts über das Kaliber?
            Ja, das verstehe ich nicht ! Was ist denn Kaliber? Nicht 7,62 x 39 ??

            gruß max

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: MG-Kaliber

              Hallo,
              7,62 mm ist der Geschossdurchmesser(Kaliber) und 39 mm ist die Patronenlânge. Es gibt ja auch die 7,62x51, die die Bundeswehr noch heute im MG 3 und G 3 verschiesst. 51 mm ist die Patronenlänge, während 7,62 mm das Kaliber angibt.
              Gruss
              Rainer [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 5 Tagen 0 hilfreich
              Randbemerkung Kaliber-Erklärung

              Hallo,
              muß doch jetzt auch noch was loswerden. Allerdings kann man das noch weiter treiben, aber hier nur die Grundzüge.
              Kaliber ist also der Geschoßdurchmesser. Da gibt es verschiedene Bezeichnungsarten. Am einfachsten ist natürlich die mm-Angabe. Wenn es heißt Kal. 45 ist damit 45/100 Inch gemeint. Also 45 durch 100 mal 25,4 ergibt Durchmaesser in mm.
              Kal 38 und z. B. .223 Remington genauso.
              Bei größeren Kal., z.B. Schrotflinten und Leuchtpistolen wird es historisch. Da kommen die Engländer mit ihrer Geschichte zum Tragen. Kal. 12, 16, 20 usw heißt, daß man aus einem englischen Pfund Blei eben 12 (16, 20, oder auch 2, 4 usw) Kugeln gießen konnte, die dann den richtigen Durchmesser hatten. Also je kleiner die Zahl, desto dicker der Wumm.
              Kam man dann an das ganze Pfund, sprach man im Pfundbereich, also 2-pfünder usw.
              Gruss
              TeeBird

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: MG-Kaliber

              Lies mal etwas tiefer meine Antwort bei Stacheldraht. Die
              Sowjets hatten vor der Kalaschnikov größere Kaliber.

              ließ sofort für die russische Kurzpatrone 7,62 x 39 ein neues
              Sturmgewehr entwickeln."

              Das sagt doch nur aus, daß die Waffe nach dem deutschen
              Vorbild gebaut wurde, aber nichts über das Kaliber?
              Ja, das verstehe ich nicht ! Was ist denn Kaliber? Nicht 7,62
              x 39 ??

              das ist natürlich das kaliber. Aber dein Text besagte, daß nach vorbild einer deutschen Waffe eine neue russische waffe für ein bereits vorhandenes russisches Kaliber gebaut wurde, nicht daß dieses Kaliber nach vorbild eines deutschen kalibers entworfen wurde. gruß max

  2. Antwort von nach 11 Stunden 0 hilfreich
    Re: MG-Kaliber

    Hallo,

    das überschwere MG im Kaliber .50 Browning (12,7 mm) war nicht das Standart-MG der aliierten Truppen im 2. WK.
    Es war vorzugsweise auf Panzern sowohl als Turm-MG als auch als Koaxialwaffe zum Rohr eingesetzt, oder auch auf Befestigungen und Anlagen. Für den Vormarsch im Feld auf Zugebene war es nicht eingesetzt.
    Auf US.Seite war das Standart MG ein Browning im Kaliber 30 (7,62). Die Briten hatten ein schweres und ein leichtes MG, beide im Kaliber .303 brit.
    Auf russischer Seite kamen schweres und leichtes MG im Kaliber 7,62 zum Einsatz.
    Die deutsche Munition für alle MGs war die 8x57 IS. Zumindest für die Standartwaffen. Dennoch gab es auch großkalibrige Flugzeug-MGs im Erdkampf. Quellen dazu such ich bei Bedarf gern heraus.
    Übrigens: Die Kalashnikov und das StGw44 haben lediglich gemeinsame Vorfahren.

    Liebe Grüße,

    Marcus



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