Re: Schweiz im 2. Weltkrieg
Hallo !
Hier Ausschnitte aus einem Artikel aus dem "Spiegel" :
Eidgenössische Unternehmen waren tiefer in die Verbrechen der Nazis verstrickt als bisher angenommen. So war der Basler Chemiekonzern Sandoz bis ins Detail über das Euthanasieprogramm der Nazis informiert und ließ sogar an geistig Behinderten und Epileptikern klinische Versuche exekutieren.
In einer internen Sandoz-Notiz von Ende 1942 wird, ganz im Nazi-Jargon, die Hoffnung ausgedrückt, neue Probanden zu finden : "Wenn auch die Anstalten für Epileptiker wie Bethel, Liebenau usw im Zuge der Vernichtung lebensunwerten Menschenmaterials ausgeräumt und anderweitig besetzt wurden, so kommen doch infolge des Krieges sicher viele neue Fälle traumatischer Epilepsie vor".
Damit, so schreiben die Mitglieder einer im Regierungsauftrag arbeitenden Historikerkommission in ihrem jetzt veröffentlichen Bericht, habe Sandoz das Morden der Nazis in ihr "unternehmerisches Kalkül" mit einbezogen.
Die Geigy AG meldet schon 1934 an die Reichszeugmeisterei der NSDAP, dass unter den Aktionären "keine Juden" mehr seien. 1937 brüsteten sich die Schweizer damit, dass der gesamte Konzern "judenfrei" sei.
Fast alle in Deutschland operierenden Tochterunternehmen von Schweizer Chemiefirmen wie Ciba unterhielten auch enge Geschäftsbeziehungen zur SS. Die Stammhäuser waren über die Verbrechen im Hitler-Reich und ihren deutschen Niederlassungen im Bilde.
Das KdF-Schiff "Wilhelm Gustloff" wurde nach dem Schweizer Naziführer Wilhelm Gustloff benannt.
Es gab NS-Kundgebungen in der Schweiz in Parteiuniform, mit Hakenkreuzflaggen und Hitlergruß.
Gruß Max