Verpflegung Wehrmacht

Von: , Frage gestellt am Di, 4. Jan 2005

Meine Frage wird vielleciht einigen komisch vorkommen.
Doch mich würde sehr Interessieren welches Brot es damals in der Wehrmacht gab. Bzw. in allen einheiten und Himmelsrichtung das gleiche?

Ich hab schon viel gegoogelt, aber leider nie eine Antwort gefunden.

Vielleicht kann mir hier jemand helfen?

danke
schöne grüße aus Wien

6 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden 0 hilfreich
    Re: Verpflegung Wehrmacht

    Es gab immer Bäckereizüge, die bei einer Einheit mitgeführt wurden. Diese Züge waren auf Nachschub angewiesen, aber ich denke die werden ihren Bedarf auch vor Ort gedeckt haben. Deshalb nehme ich an, dass sich das Brot unterschieden hat.
    MfG
    DaBenn

  2. Antwort von nach 4 Stunden 0 hilfreich
    Re: Verpflegung Wehrmacht

    In der Regel hatte jede Division eine Bäckereikompanie,die jeden Soldaten täglich mit 750g Brot zu versorgen hatte
    Diese Kompanien backten durchschnittlich über 6 Millionen Brote täglich

    Gebacken wurde auch mit dem was in der jeweiligen Region an Getreide vorgefunden wurde,so konnte aus dem Kommissbrot auch mal ein Weißbrot werden
    Auch Weihnachtsstollen konnten gebacken werden,wenn die Zutaten dafür vorhanden waren
    Üblich war zum größten Teil das Kommissbrot,das vermutlich aber auch nicht bei jeder Bäckerei gleich schmeckte,diese hatten auch oft unterschiedliche Ausrüstung,altes und neues Gerät,Beutestücke,usw

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Verpflegung Wehrmacht

      Hi! In der Regel hatte jede Division eine Bäckereikompanie,die
      jeden Soldaten täglich mit 750g Brot zu versorgen hatte
      Diese Versorgungsmengen kenne ich auch. Aber war das wirklich realistisch?

      Die Feldration eines Wehrmachtssoldaten bestand auf einer Kaltration, bestehend aus 750 gr Brot, 150 gr. Butter/Schmalz/Margarine/Pflanzenfett, 120 gr. Wurst, 200 gr. Marmelade/Honig.
      Die Warmration bestand aus 1000 gr. Kartoffeln, ergänzt bzw. ersetzt durch 250 gr. Gemüse, 125 gr. Nudeln, Reis, Gries usw., und 250 gr. Fleisch.
      So die Angaben aus eine Verpflegungshandbuch der Wehrmacht.

      Ich habe gerade mal meine Brotbestände nachgewogen. Für meine 500 gr. Brot brauche ich etwa drei Tage. 750 gr pro Tag würde ich nie schaffen (das sind 15 bis 16 Scheiben Brot - heutiger maschineller Schnitt). Dazu noch ein ganzes Kilo Kartoffeln plus Beilage. Täglich.

      Haben die wirklich so viel zu futtern bekommen?

      Grüße
      Heinrich

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re^3: Verpflegung Wehrmacht

        Hallo Heinrich,

        wohl kaum....:-)

        Spätestens ab 1941 gab es ja "Mitmenschen" die was dagegen hatten....
        die waren so frech und haben einfach Bomben geschmissen und so....
        *Ironietag*

        Mal ernsthaft...
        Die Angaben in den einschlägigen Vorschriften werden wohl nur in den
        Anfangszeiten eingehalten worden sein...
        Spätestens ab 1941 dürfte da wohl eher "Schmalhans" der Küchenmeister bei den Frontkompanien gewesen sein...
        Besser hatten es da wohl die in der "Etappe"...die konnten sich ja aus den bestzten gebieten versorgen....

        mfg

        Frank

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Verpflegung Wehrmacht

          Die Kompanien backten täglich über 6 Millionen Brote,die muss irgendwer gegessen haben

          So ein Komissbrot wiegt auch 1500g und reicht für 2 Soldaten oder für zwei Tage
          750g Brote gab es auch,ich weiß nun nicht,worauf sich die 6 Millionen beziehen
          6 Millionen 750g Brote sind auch schon sehr viel
          Früher wurde auch anders Brot gegessen,zum Eintopf aus der Gulaschkanone gab´s einen dicken Kanten Brot

          Im vierten Kriegsjahr betrug die Ration für die kämpfende Truppe 750g Brot
          Nördlich des Polarkreises 1000g und für Besatzungs oder Etappeneinheiten 500g

          Auch bei der Bundeswehr waren lange Zeit 750g üblich
          Zu dem Epa gehört normalerweise noch eine Dose mit 500g Dosenbrot,früher waren auch 200g Wurst oder Käse,50g Marmelade und eine größere Tube Margarine im Epa

          Das Dosenbrot sich bei Ebay kaufen wenn man probieren möchte:

          http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&categor...

          Ich habe diese Dosen aber nie während meiner Zeit beim Bund gesehen,ich habe hinterher nur davon gelesen
          Zusammen mit den 250g Hartkeks ergibt das dann wieder 750g

          Heutzutage ist ja schon Döschen Brot im Epa enthalten,keine Ahnung wie nun die Ration auf dem Papier aussieht

  3. Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
    Re: Verpflegung Wehrmacht

    Von Landsern wurde auch berichtet, daß das Kommißbrot in Rußland bei großer Kälte wegen dem Wassergehalt steinhart gefroren war, während es in Rußland üblich war (ist?), das Brot in der Luft zu trockenen und damit besser gegessen werden konnte.
    Nach meiner Kindheitserinnerung waren das bei der Wehrmacht Kastenbrote.

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