Anteil der Westalliierten

Von: , Frage gestellt am Di, 10. Mai 2005

Liebe Experten,

die Opfer der Sowjetuinion sind bekannt und dürfen m.E. durchaus gewürdigt werden. Aber damals wie heute gibt es den Vorwurf an die Westallierten, sie hätten die Ostfront zuwenig entlastet. Dazu zwei Fragen:

Gibt es eine Untersuchung über den militärischen Wert der Materiallieferung an die Rote Armee? Anders gefragt: hätte die Wehrmacht Moskau 1941 erobert, wenn es nicht die brit.-am. Hilfslieferungen über Murmansk gegeben hätte?

Gibt es eine Untersuchung darüber, wieviel Soldaten und Rüstungsgüter die Wehrmacht wegen des Bombenkrieges abstellen musste? Anders gefragt: hätte eine Umstellung von Flak-Verbänden auf Panzerabwehr oder Artillerie das Kräfte(un)gleichgewicht der Ostfront verändert (nicht zu vergessen die Luftwaffe)?

Gruß,
Andreas

15 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 3 Stunden 0 hilfreich
    Re: Anteil der Westalliierten

    Liebe Experten,

    die Opfer der Sowjetuinion sind bekannt und dürfen m.E.
    durchaus gewürdigt werden. Aber damals wie heute gibt es den
    Vorwurf an die Westallierten, sie hätten die Ostfront zuwenig
    entlastet. Dazu zwei Fragen:

    Gibt es eine Untersuchung über den militärischen Wert der
    Materiallieferung an die Rote Armee? Anders gefragt: hätte die
    Wehrmacht Moskau 1941 erobert, wenn es nicht die brit.-am.
    Hilfslieferungen über Murmansk gegeben hätte?
    Deutschland war bereits in Sichtweite Moskaus, konnte es aber nicht erobern, weil
    -Stalin Moskau zur Festung erklärte
    -Stalin sich vertraglich vor einem Angriff der Japaner im Osten abgesichert hatte und so seine räfte im Westen konzentrieren konnte
    -während des Angriffs auf Moskau am 5./6.12.1941 schwere Kälte einsetzte und die deutschen Truppen nicht entsprechend ausgerüstet waren.
    Abgesehen davon dürfte zumindst daran gezweifelt werden, daß der Ausgang des Krieges insgesamt ohne die Hilfslieferungen zugunsten Stalins entschieden worden wäre. Gibt es eine Untersuchung darüber, wieviel Soldaten und
    Rüstungsgüter die Wehrmacht wegen des Bombenkrieges abstellen musste? Anders gefragt: hätte eine Umstellung von Flak-Verbänden auf Panzerabwehr oder Artillerie das
    Kräfte(un)gleichgewicht der Ostfront verändert (nicht zu
    vergessen die Luftwaffe)?
    Das Problem der Ostfront war vor allem das des Nachschubs. Die Wege waren zu lang (Warschau als Hauptversorgungspunkt), es fehlte an Roh- und Betriebsstoffen.
    Interessante Daten liefert "der grosse Ploetz"
    Gruß,
    Andreas

  2. Antwort von nach 16 Stunden 0 hilfreich
    Re: Anteil der Westalliierten

    Hallo Andreas, die Opfer der Sowjetuinion sind bekannt und dürfen m.E.
    durchaus gewürdigt werden. Aber damals wie heute gibt es den
    Vorwurf an die Westallierten, sie hätten die Ostfront zuwenig
    entlastet. Dazu zwei Fragen:

    Gibt es eine Untersuchung über den militärischen Wert der
    Materiallieferung an die Rote Armee?
    Lieferungen August 1941 - April 1945
    17,5 Mill. ton. Hilfsgüter, von denen 15 Mill. ton. ihr Ziel erreichten. Lieferung umfaßte u.a.
    12.000 Flugzeuge,
    6000 Panzer,
    360.000 Kfz
    135.000 MG,
    294.000 ton. Munition
    90 Mill. Meter Uniformtuch,
    11 Mill. Paar Stiefel Anders gefragt: hätte die
    Wehrmacht Moskau 1941 erobert, wenn es nicht die brit.-am.
    Hilfslieferungen über Murmansk gegeben hätte?
    1941 hatten die Lieferungen bestimmt noch keinen Einfluß auf das Kriegsgeschehen, 1942/43 halfen die Lieferungen aber sicherlich den (kurzzeitigen) Ausfall der Rüstungsschmiede Stalingrad auszugleichen. Desweiteren waren die 12.000 Flugzeuge eine wertvolle Unterstützung für sowjetische Luftwaffe, die sich anfänglich noch mit Doppeldeckern der deutschen Luftwaffe stellen mußten. Gibt es eine Untersuchung darüber, wieviel Soldaten und
    Rüstungsgüter die Wehrmacht wegen des Bombenkrieges abstellen
    musste? Anders gefragt: hätte eine Umstellung von
    Flak-Verbänden auf Panzerabwehr oder Artillerie das
    Kräfte(un)gleichgewicht der Ostfront verändert (nicht zu
    vergessen die Luftwaffe)?
    Die West-Alliierten banden sicherlich deutsche Kräfte, hätten sie aber mehr Rüstungsbetriebe und weniger die Zivilbevölkerung gebombt, hätte das ihnen und den Sowjets sicherlich mehr genützt.

    Gruß

    • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
      Re^2: Anteil der Westalliierten

      Hallo Flugzeuge eine wertvolle Unterstützung für sowjetische
      Luftwaffe, die sich anfänglich noch mit Doppeldeckern der
      deutschen Luftwaffe stellen mußten.

      Ich hab da ein paar Dokus von Time Life unter anderem zu Stalingrad und dort wird immer ein vorher ein Waffen-Soldaten- Füherervergleich gemacht und daraus ist zu schliessen, dass es auch eine Mähr ist, dass die Deutschen die besten Waffen hatten. Spätestens ab 42 waren die russischen Flugzeuge gleichwertig, der T34 war bis Kursk unangefochten, bis die deustchen ihn im Panther mehr oder weniger kopierten. Selbst die Amis haben zugegeben, dass sie bei weitem nicht die besten Waffen hatten, sondern nur eine 10fache oder mehr Überlegenheit, was schliesslich den Ausschlag gab. Nur in einem sind sich alle einig: Die beste Kanone des 2.WK war die 8,8

      LG
      Mikesch

      • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
        Re^3: Anteil der Westalliierten

        Tach Nur in einem sind sich alle einig: Die beste Kanone des 2.WK war die
        8,8
        Welche 8,8? Die Flak 36, die Pak 43, die SKC/35 oder etwa die KwK 36 L/56? LG
        Mikesch
        Gruß
        Christoph

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^4: Anteil der Westalliierten

          unter 8,8 läuft bei mir die Flakkanone

          LG
          Mikesch [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

          • Antwort von nach einem Tag 1 hilfreich
            Re^5: Anteil der Westalliierten

            unter 8,8 läuft bei mir die Flakkanone
            Und wer würde die Flak 36 (die du ja wohl meinst) als beste Kanone bezeichnen? Es gab sowohl leistungsfähigere Flakgeschütze als auch Pakgeschütze. Von Panzergeschützen ganz zu schweigen.... LG
            Mikesch
            Gruß
            Christoph

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re^6: Anteil der Westalliierten

              unter 8,8 läuft bei mir die Flakkanone
              Und wer würde die Flak 36 (die du ja wohl meinst) als beste
              Kanone bezeichnen? Es gab sowohl leistungsfähigere
              Flakgeschütze als auch Pakgeschütze. Von Panzergeschützen ganz
              zu schweigen....
              das bedeutet, daß die Waffe nur so gut wie ihre Bedienung war (ist). LG
              Mikesch
              Gruß
              Christoph

            • Antwort von nach 3 Tagen 0 hilfreich
              Re^7: Anteil der Westalliierten

              das bedeutet, daß die Waffe nur so gut wie ihre Bedienung
              war (ist).

              Vor allem bedeutet es, daß mit "8,8" nicht zwingend dsa Fla-Geschütz gemeint ist.

            • Antwort von nach 4 Tagen 0 hilfreich
              Re^7: Anteil der Westalliierten

              das bedeutet, daß die Waffe nur so gut wie ihre Bedienung
              war (ist).
              Eine sehr philosophische Aussage :-)

              Fakt aber ist, dass die Flak 36 nur unzureichend gegen die hochfliegenden Bomberverbände wirkte. Da waren die 10,5-cm-Flak 38 bzw die 12,8-cm-Flak 40 eindeutig leistungsstärker.
              Auch als Panzerkanone war das Kaliber 8,8 nicht die beste Wahl. Mal abgesehen von höheren Kalibern war u.a. die 7,5-cm-KwK 42 L/70 ein wenig durchschlagskräftiger.
              Die 8,8-cm-Pak 43 hatte sicher ne ordentliche Wirkung aber erstens war sie sehr groß und zweitens gab es im Laufe des Krieges noch größere Kaliber.

              Man sieht also, dass nicht nur die Bedienung sondern auch die Waffe selber was drauf haben muß ;-)

              Gruß

              Christoph



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