die Frage nach der Schlacht-Taktik brachte mich zur nächsten Frage: Bei der Bedienung einer Kanone - wieviele Personen waren beteiligt und was waren deren Aufgabe ?
Und wie wurden diese zusammen kommandiert ?
(Oberst - Major o.ä. für 3 Kanonen etc.)
Wie wurden diese verlegt und mußten die Bediener dem Kanonengespann hinterherlaufen ?
Wieviel Bedienungsmannschaft die Kanonen brauchten? Keine Ahnung.
Die Bataillonsartillerie (zwei Dreipfünder, s.u.) war dem Infanteriebataillon zugeordnet mit Unteroffizieren als Geschützführer.
Die Belagerungsartillerie und die Festungsartillerie hatte meines Wissens gar keine feste Gliederung.
Die preußische schwere Feldartillerie war 1756 in vier „Brigaden“ gegliedert mit je acht Sechspfündern und drei Zwölfpfündern (der „Brigadier“ konnte Major, Oberst oder sonstwas sein), wurde aber nicht in Brigaden, sondern in „Batterien“ (nur eines Geschütztyps) eingesetzt, deren Kommando fallweise irgendjemand erhielt. Dazwischen schwirrte noch Friedrichs des Großen „Geheimwaffe“ (seine zehnpfündigen Haubitzen, die Granaten verschossen) herum.
Ergebnis: Unteroffiziere als Geschützführer, und der Rest wurde nach Lage und Gelände angeordnet.
Bei der Bedienung einer Kanone - wieviele Personen
waren beteiligt und was waren deren Aufgabe ?
Aus einer Beschreibung des „Durchschlagens bei Menin (30. April 1794)“ wird die Artillerie-Zusammensetzung wie folgt beschrieben:
„An Artillerie … mit 14 Geschützen, 160 Mann, Major Ritter; dazu noch 1 Unterofficier und 16 Mann kaiserlicher Artillerie.“
Daraus schließe ich, daß per Fausregel rund 10 Mann pro Geschütz gerechnet werden können.