Gefechtsstände im 18. Jhdt.

Von: , Frage gestellt am Di, 22. Aug 2000

Hallo,

nachdem ich nun einige Schlachberichte durchgelesen habe, bei denen Adjutanten als "Melder" die Befehle/Meldungen überbrachten und die Oberkommandierenden stets an anderer Stelle auftauchen frage ich mich, ob es damals keine rückwärtigen Gefechtsstände gegeben hat.
Ich denke mal nicht, denn die Schlachten waren damals ja in wenigen Tagen entschieden, so daß der Kommandiere immer in der Nähe der Einheiten sein mußte.
Hier also die Fragen:
- Gab es Gefechtsstände / Wenn ja, wie sahen diese aus ?
- Wurde der Oberkommandierende & sein Stab (mal vereinfacht als Generalstab bezeichnet) noch besonders bewacht ? Ich denke mal, daß hierfür Garde-Einheiten eingesetzt wurde, oder ?
- Hatte der Generalstab eine eigene Fahne (um ihn besser finden zu können um eine Meldung zu überbringen) ?
- War der Generalstab generell beritten ? Würde ja zwecks schnelleren Ortswechsel und besseren Überblick ja Sinn machen.
- Wurde damals das Fernrohr schon durchgängig verwendet ?
Viele Grüße,
Michael

1 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 52 Tagen hilfreich
    Re: Gefechtsstände im 18. Jhdt.

    Hallo,

    nachdem ich nun einige Schlachberichte durchgelesen habe, bei
    denen Adjutanten als "Melder" die Befehle/Meldungen
    überbrachten und die Oberkommandierenden stets an anderer
    Stelle auftauchen frage ich mich, ob es damals keine
    rückwärtigen Gefechtsstände gegeben hat.
    Schon mal was vom Feldherrenhügel gehört. Da stand der Feldherr und sein Stab, während die Soldaten wie auf dem Exerzierplatz umherstolzierten. Die Schlacht wurde meistens mit einer kanonade eröffnet, nicht besonders effektiv, dann marschierten die Soldaten los und schossen aufeinander schließlich war das meiste Nahlkampf.

    Im 18 Jhd. waren die Heere relativ klein, die Massenschlachten kamen erst mit napoleon auf. Denn erst seit der Französischen Revolution versorgten sich die Heere aus dem lande früher war die Zivilbevökerung im Feldzug i A tabu. Das Heer wurde durch den troß versorgt und der nachschub ließ sich mit den damaligen Transportmittlen nur bis zu einer Stärke von ca 20000 Mann bewerkstelligen.

    Es waren auch keine Söldner , die nach bedarf angeheuert wurden mehr und auch keine Wehrpflichtigen. sondern Berufssoldaten, die zugegebener Weise meist unfair angeworben wurden, aber auch im Frieden Soldat blieben. Ein Land konnte sich auch nur ein stehendes heer bestimmter Stärke leisten

    Je nach Lage der Schlacht konnte der Stab auch denStandort wechseln. Ich denke mal nicht, denn die Schlachten waren damals ja in
    wenigen Tagen entschieden, so daß der Kommandiere immer in der
    Nähe der Einheiten sein mußte.
    Hier also die Fragen:
    - Gab es Gefechtsstände / Wenn ja, wie sahen diese aus ?
    - Wurde der Oberkommandierende & sein Stab (mal vereinfacht
    als Generalstab bezeichnet) noch besonders bewacht ? Ich
    denke mal, daß hierfür Garde-Einheiten eingesetzt wurde, oder
    ?
    - Hatte der Generalstab eine eigene Fahne (um ihn besser
    finden zu können um eine Meldung zu überbringen) ?
    - War der Generalstab generell beritten ? Würde ja zwecks
    schnelleren Ortswechsel und besseren Überblick ja Sinn machen.
    - Wurde damals das Fernrohr schon durchgängig verwendet ?
    Ich denke mal ja, schließlich ist das Fernrohr eineErfindiung des späten 16. oder Frühen 17. Jahrhunderts.

    Ich denke, die diversen historischen Filme sind bzgl der Schlachten einigermaßen korrekt. Viele Grüße,
    Michael

Keine passende Antwort gefunden? Jetzt eigene Frage stellen!