Deutsches MG 45 im WK II ????

Von: , Frage gestellt am Fr, 22. Sep 2000

Verschiedentlich habe ich in Berichten die die Ausrüstung der Deutschen Wehrmacht gegen Kriegsende schildern, neben dem MG 42 auch ein MG 45 entdeckt. Es wurde meistens über unzureichende Munitionsversorgung für beide MG `s geschrieben, sowie überhaupt über die unzureichende Anzahl von MG`s beider Typen in der Truppe.
Das MG 42 ist mir hinreichend bekannt. Über ein MG 45 habe ich allerdings noch nie etwas gehört.

Wer kann mir da weiterhelfen?

Mit freundlichem Gruß

Paul

8 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 23 Minuten hilfreich
    Re: Deutsches MG 45 im WK II ????

    Hallo,
    es gab tatsaechlich ein MG 45.
    Nach Fritz Hahn: Waffen und Geheimwaffen des deutschen Heeres 1933-1945, Koblenz 1986, Band I, Seite 58, heisst es:"Aufgrund der 1944 eingefuehrten Materialersparnismassnahmen wurde nunmehr eine weitere vereinfachte Waffe gefordert. Unter Verwerndung von zahlreichen Teilen des MG 42 entstand nun noch das MG 45, dessen neuer Rollenverschluss nicht voellig verriegelte und das dadurch eine Schussfolge von 1800/min erhielt und nur noch 9 Kg wog.
    Wenn auch das erste Muster bereits im Juni 1944 erprobt wurde, die weitere Entwicklung zog sich so lange hin, dass lediglich 10 Waffen fertig wurden. Am MG 42 bzw MG 45 wurde uebrigens auch ein Kruemmerlauf mit 30° Ablenkung erprobt."
    Den Kruemmerlauf gab es auch fuer das StG 44.
    Gruss
    Rainer [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

    • Antwort von nach 27 Tagen hilfreich
      Re^2: Deutsches MG 45 im WK II ????

      es gab tatsaechlich ein MG 45.
      Nach Fritz Hahn: Waffen und Geheimwaffen des deutschen Heeres
      1933-1945, Koblenz 1986, Band I, Seite 58, heisst es:"Aufgrund
      der 1944 eingefuehrten Materialersparnismassnahmen wurde
      nunmehr eine weitere vereinfachte Waffe gefordert. Unter
      Verwerndung von zahlreichen Teilen des MG 42 entstand nun noch
      das MG 45, dessen neuer Rollenverschluss nicht voellig
      verriegelte und das dadurch eine Schussfolge von 1800/min
      erhielt und nur noch 9 Kg wog.
      Es gab sogar ein MG 45V mit bis zu 3500 Schu0/Minute, das aber nicht eingeführt wurde, weil der MunVerbrauch zu hoch war
      whk

      • Antwort von nach 29 Tagen hilfreich
        Re^3: Deutsches MG 45 im WK II ????

        Hallo whk!

        Ich hab mal meinen Unterlagen bzw. Bücher durchgeschaut, konnte aber keine Bemerkung zu einem MG 45V finden.
        Lediglich die Bezeichnung MG 42V als anfängliche Bezeichnung des MG 45 war mir geläufig und konnte ich auch finden.

        Allerdings habe ich entgegen den Angaben von F. Hahn (das Buch hab ich auch) eine scheinbar genauere Angabe zur Feuergeschwindigkeit des MG 45 gefunden: 1.000-1.350 S/min (in "Infanteriewaffen Gestern" von R. Lischun und G. Wollert).

        Eine Feuergeschwindigkeit von 3.500 S/min wird in keinem Buch in Zusammenhang mit einem MG 42 oder 45 erwähnt.
        Da hatte man beim MG 42 eh schon genug Probleme (statt 5.000-6.000 beim MG 34 nur eine Lebensdauer von 3.500-4.000 Schuß des Laufes).
        Wie schon von Rainer angeführt war der Hintergrund der Entwicklung des MG 45 die Materialersparnis und nicht die Erhöhnung der Feuergeschwindigkeit.

        Lange Rede kurzer Sinn - woher stammen Deine Angaben?

        Gruß

        Tom

        • Antwort von nach 30 Tagen hilfreich
          Re^4: Deutsches MG 45 im WK II ????

          Lange Rede kurzer Sinn - woher stammen Deine Angaben?
          Uraltes Pallas-Heftchen mit Kurzbeschreibung- muß nicht der Gipfel der historischen Wahrheit sein. Die Kadenz ist an sich schlüssig, da es sich meiner Erinnerung nach um den Verschluß des MG 42 (modifiziert) und eine Zwillingswaffe handelt. Je nach Legierung kann man den MG 42 (oder auch den MG3) - Verschluß durch Ersetzen der Nato-Bremse durch einen entsprechenden Bolzen auf über 2000 bringen.
          whk

          • Antwort von nach 30 Tagen hilfreich
            Re^5: Deutsches MG 45 im WK II ????

            Hallo whk!

            Legt man die bei Rainer gemachten Angaben zur Schußfolge zugrunde, erscheint das schlüssig.
            Zumal ja beim MG 45 ein modifizierter Verschluß des MG 42 verwendet wurde.

            Wenn es sich um eine alte Ausgabe handelt, war die Bezeichnung vielleicht noch nicht in den richtigen Zusammenhang gebracht.
            Die Erfahrung hab ich schon öfters mit älterer Literatur gemacht.
            Scheinbar macht man sich erst in neuerer Zeit zunehmend die Mühe, in den verschiedenen Archiven richtig umfassend nachzuforschen.

            Danke für die Auskunft.

            Tom [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

            • Antwort von nach 35 Tagen hilfreich
              Mag sein ...

              .. habe ich ja concidiert- wäre aber am ECHTEN Ergebnis auch interessiert (reimt sich, war aber nicht geplant ) :-)

          • Antwort von nach 31 Tagen hilfreich
            Re^5: Deutsches MG 45 im WK II ????

            Je
            nach Legierung kann man den MG 42 (oder auch den MG3) -
            Verschluß durch Ersetzen der Nato-Bremse durch einen
            entsprechenden Bolzen auf über 2000 bringen.
            whk
            Hallo,
            Und wenn man die Bremse rausgenommen hat, schoss das MG auch schneller, da die Verriegelungszeit verkürzt wurde. Dies führte dann zu häufigsten Ladehemmungen.
            Was ist denn mit Legierung gemeint? Ist das die Geschichte mit der Legierung der Rohre, die nicht mehr nachgemacht werden kann? Davon habe ich auch schon mal gehört, aber man soll ja doch das Rohr nach spätestens 150 schnell abgegeben Schüssen wechseln und das Rohr auf Handwärme abkühlen lassen.
            Die Forderung nach dem MG 45 war nur aus Materialersparnisgründen in die Wege geleitet worden. Das Gleiche geschah auf fast allen Gebieten.
            Gruss
            Rainer

            • Antwort von nach 35 Tagen hilfreich
              Re^6: Deutsches MG 45 im WK II ????

              Hallo,
              Und wenn man die Bremse rausgenommen hat, schoss das MG auch
              schneller, da die Verriegelungszeit verkürzt wurde. Dies
              führte dann zu häufigsten Ladehemmungen.
              Das genau ging nur, wenn man sie durch o.a. Bolzen ersetzt hatte - sonst lief gar nix, aber die Hemmungen hielten/halten sich in Grenzen Was ist denn mit Legierung gemeint?
              ?? Erklär- was willste wissen ?
              Ist das die Geschichte mit der Legierung der Rohre, die nicht mehr nachgemacht werden
              kann?
              Nee- um die Rohre ging es nicht: Die wichtigste ist die der Feder, die nicht mal die Yanks 'rausbrachten: DAS ist das Herz des MG 42 !
              Davon habe ich auch schon mal gehört, aber man soll ja doch das Rohr nach spätestens 150 schnell abgegeben Schüssen
              wechseln und das Rohr auf Handwärme abkühlen lassen.
              Mach das mal mit ein paar tausend Feinden vor der Mündung- habe selbst in Anwesenheit meines Zugführers als KUA und MG-Schütze in einer Nacht 2 Gurtkästen auf Mündungsfeuer rausgelassen und nur 1 x gewechselt ( Verschluß und Rohr gleichzeitig) Die Forderung nach dem MG 45 war nur aus
              Materialersparnisgründen in die Wege geleitet worden. Das
              Gleiche geschah auf fast allen Gebieten.
              Mag sein- aber manchmal entstehen neue Dinge aus alten Wünschen !
              Gruß whk Gruss
              Rainer

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