Eine Armee ist bestimmt dann ganz demokratisch, wenn ein Oberleutnant damit rechnen muß, daß sein Rekrut von heute sein Bürovorsteher von morgen sein kann.
Dwight D. Eisenhower
Eine Armee ist bestimmt dann ganz demokratisch, wenn ein Oberleutnant damit rechnen muß, daß sein Rekrut von heute sein Bürovorsteher von morgen sein kann.
Dwight D. Eisenhower
Was hat denn das mit Demokratie zu tun??? Eisenhower ist sicher kein Dummkopf gewesen, aber den Satz hätte er sich sparen könne.
Das, was er da geschrieben hat, passiert täglich in sämtlichen Armeen der Welt.
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Noch etwas :
Das würde auch nur funktionieren, wenn beide, Oberleutnant und Rekrut davon schon wissen. Während der Militärdienstzeit. Wissen sie es nicht, was dann?
Mir ist es zweimal passiert, daß ehemalige „Vorgesetzte“ bei der Bundeswehr, später meine „Untergebenen“ waren. Daß das besonders demokratisch war, kann ich nicht sagen.
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Undemokratische Armeen sind kampfstark
Eine Armee ist bestimmt dann ganz demokratisch, wenn ein Oberleutnant damit rechnen muß, daß sein Rekrut von heute sein Bürovorsteher von morgen sein kann. Dwight D. Eisenhower
Stimmt. Wenn der Oberleutnant befürchten muß, daß der Rekrut eines Tages sozial über ihm steht, dann lähmt dies letztlich in kaum merkbarer Weise die Befehlsgebung.
In BERUFSarmeen tritt dieser Effekt aber nicht auf. Oder nur in der Form, daß der Rekrut den Oberleutnant in der militärischen Karriere überholt.
Von den WEHRPFLICHTarmeen kenne ich nur eine, bei welcher dieser Effekt vermieden wurde: Die kaiserliche Armee 1871-1914 (im Krieg dann nicht mehr).
a) Das Gehalt der OFFIZIERE bis einschließlich Oberleutnant reichte zum „standesgemäßen“ Leben nicht aus. Ehe nicht der Hauptmannsrang erreicht war, brauchte der Offizier „Zulagen“ seiner Eltern. Folge davon war, daß nur Söhne wohlhabender Väter Offiziere werden konnten - und diese hatten wegen ihres Vermögens auch nach dem Abschied einen höheren sozialen Rang als die Rekruten.
b) Die UNTEROFFIZIERE hatten den „Zivilversorgungsschein“. Die Offiziere konnten nach dem aktiven Dienst sehen, wo sie blieben. Die Unterführer (Feldwebel, Sergeanten, Wachtmeister), die ihre 12 Jahre abgedient hatten, hatten einen Anspruch auf Übernahme in den unteren Beamtendienst und gingen zur Polizei, zur Steuerverwaltung oder zu Post bzw. Bahn (waren damals Staatsbetriebe). Sie waren also auch nach Dienst sozial höher als die Rekruten.
Stimmt. Wenn der Oberleutnant befürchten muß, daß der Rekrut
eines Tages sozial über ihm steht, dann lähmt dies letztlich
in kaum merkbarer Weise die Befehlsgebung.In BERUFSarmeen tritt dieser Effekt aber nicht auf. Oder nur
in der Form, daß der Rekrut den Oberleutnant in der
militärischen Karriere überholt.
Das passiert regelmäßig immer wieder. Bei der Ausbildung von Kadetten durch Unteroffiziere. Er muß nicht befürchten, daß diese Kadetten ihn überholen, er weiß, daß sie ihn Überholen.
Geh mal auf die „Gorch Fock“, dort werden Kadetten von Unteroffizieren geschliffen. Und während der ersten Monate ebenfalls in der Kaserne. Daß über allen, dann doch ein Offizier steht, ist logisch.
Von den WEHRPFLICHTarmeen kenne ich nur eine, bei welcher
dieser Effekt vermieden wurde: Die kaiserliche Armee 1871-1914
(im Krieg dann nicht mehr).
Auch hier wurden Kadetten, also Offiziersanwärter erstmal von Unteroffizieren ausgebildet.
a) Das Gehalt der OFFIZIERE bis einschließlich Oberleutnant
reichte zum „standesgemäßen“ Leben nicht aus. Ehe nicht der
Hauptmannsrang erreicht war, brauchte der Offizier „Zulagen“
seiner Eltern. Folge davon war, daß nur Söhne wohlhabender
Väter Offiziere werden konnten - und diese hatten wegen ihres
Vermögens auch nach dem Abschied einen höheren sozialen Rang
als die Rekruten.
Das stimmt so nicht. Es gab Generale die nicht adelig und nicht von Geburt reich waren. Viele wurden erst später geadelt.
Auch diese hatten am Anfang Ausbilder, also Vorgesetzte aus dem Unteroffizierskorps.
Den höheren Rang später hatten d i e s e Leute durch ihre Abstammung aus dem Junkertum oder Adel, nicht weil sie einen höheren Dienstgrad bei der Armee bekleideten.
b) Die UNTEROFFIZIERE hatten den „Zivilversorgungsschein“. Die
Offiziere konnten nach dem aktiven Dienst sehen, wo sie
blieben. Die Unterführer (Feldwebel, Sergeanten,
Wachtmeister), die ihre 12 Jahre abgedient hatten, hatten
einen Anspruch auf Übernahme in den unteren Beamtendienst und
gingen zur Polizei, zur Steuerverwaltung oder zu Post bzw.
Bahn (waren damals Staatsbetriebe). Sie waren also auch nach
Dienst sozial höher als die Rekruten.
Es gab auch Rekruten mit Abitur, die nachher studierten und im Zivilleben weit höhere Ränge bekleideten als die Unteroffiziere.
Nicht jeder Abiturient wollte unbedingt Offizier werden.
Selbst Friederich der Gr. hatte Generäle, die nicht adelig und nicht reich waren. Und er hatte Zivilisten, die an sehr hohen Positionen standen, weit höher, als mancher Junker und Adelige. Auch wenn Friederich diese Leute, die nicht adelig waren, nicht für vollwertig nahm.
Es gibt heute noch bei der Bundeswehr riesige Standesunterschiede. Nämlich Offiziere die zu einer Crew gehören und Offiziere, die sich durch Leistung in den Offzrang gearbeitet haben.
Z.B. bei der Marine nennt sich ein bestimmter Jahrgang Kadetten Crew 99. Das heißt, hier wurde eine Gruppe von Abiturienten zusammen ausgebildet. Dann gibt es noch die Seiteneinsteiger, nämlich Leute, die z.B. schon eine FH-oder TH-Ausbildung hinter sich haben, zur Marine gehen und dort Offz. werden. Zwischen diesen Crew-Mitgliedern und den Seiteneinsteigern steht aber eine unsichtbare Wand, die kaum zu überbrücken ist.
Werner
- Django -
Noch etwas zur Klärung Berufsarmee !
Berufssoldat heißt nicht, sein Leben lang Soldat zu sein, sondern nur für einen bestimmten Zeitraum, wie 4 Jahre oder auch länger.
Eine Berufsarmee ist keine Armee von Soldaten, die von Jugend an bis zur Pension Soldat sind.
Das wäre wirklich schlimm !! Eine Berufsarmee zeichnet sich dadurch aus, daß Soldaten längere Zeit dienen und wieder verschwinden. Und natürlich auch bleiben.
Die Berufsarmee lebt aber von diesen kurzzeit Dienenden, sie sorgen dafür, daß der ganze Haufen nicht verkrustet und zu einer Gefahr wird.
Gruß Werner