Wettbewerb!

Da Django nun wieder da ist:
Wer Django eine themenbezogene Frage stellt, die er nicht beantworten kann, kriegt ne Kiste Bier von mir!

Fairerweise sollte er Django dann einen Kasten spendieren, wenn Django das doch kann.

Bitte in der Anfrage „Wettbewerb“ schreiben, damit man das zuordnen kann.

Django könnte ja auch was ausgeben, wenn er verliert!

Marcus

Warum wird Dir ein Berufsoffizier a.D. der NVA unheimlich, wenn er sich in seinem Beruf auskennt???

Und beantworten heißt noch lange nicht, richtig beantworten!
Womit ich ihm nicht unterstelle, daß er falsche Antworten gibt, sondern Deine Bedingung ist so sehr wässerig.
Gruß Werner

Ich hätte da was
Nur so mal, weil ichs lustig finde.

Die Standorte sämtlicher Brigaden/Regimenter nebst Stabskompanien, Bataillone und deren dazugehörigen Kompanien incl. der exacten Zuordnung (Truppengattung/Zahlennennung) sowie Name der dazugehörigen Kasernen…:wink:)

Und weil wir grad dabei sind, die Korps und ihre aktuellen Befehlshaber.

Und um diese Sache abzurunden, die Auflistung der Aufmarschwege der Truppen des Warschauer Paktes mit Routenbeschreibung und vorgeplanten Verfügungsräumen sowie der volkswirtschaftlichen Beteiligung der DDR an einem geplanten militärischen Eingreifens des WP an einer eventuellen Kampfhandlung mit der Nato…*ggg*

So, sollte reichen…

CIAo

P.S.: Django, sollte kein Problem sein für Dich, was…:wink:

Schauen wir mal, was kommt:smile:

Mod, Du machst Schiedsrichter, sonst hole ich Claude aus dem Kochforum.

Marcus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Delbrück lesen und Tee trinken.
Liebe Leute, streut mir mal nicht soviel Weihrauch. Ich weiß eben ein bißchen was. Berufssoldat bin ich übrigens nicht gewesen, sondern avancierter Feldwebel der (ganz besonders schlimmen) Grenztruppen der DDR.
Fragen wie von Reiko angedeutet würde ich nicht beantworten. Ich bin kein Fakten-aus-dem-Lexikon-Heraussuch-Dienst. Wenn ich auf etwas Antwort gebe, dann NUR (NUR!!!), wenn ich zu der Sache sofort etwas weiß und lediglich einzelne Daten oder Fakten nachlesen muß.
Alkohol darf ich nicht trinken wegen einer Krankheit, und ich trinke auch nichts, wäre Gift für mich. Aber Borhat könnte ich bieten, das ist sehr starker schwarzer Tee, eine „Unterart“ der Teesorte Assam.

Und wer gerne lernen möchte, wie man mit wenigen Worten Kausalzusammenhänge zwischen geschichtlichen Ereignissen usw. schildert, der lese: Hans Delbrück. Geschichte der Kriegskunst im Rahmen der politischen Geschichte. Vier Bände, 1900-1920, Neudruck 1962. Delbrück ist mein „Lieblingsschriftsteller“; er gilt als „Alleswisser“.

  • Django -

Und um diese Sache abzurunden, die Auflistung der Aufmarschwege der Truppen des Warschauer Paktes mit Routenbeschreibung und vorgeplanten Verfügungsräumen sowie der volkswirtschaftlichen Beteiligung der DDR an einem geplanten militärischen Eingreifens des WP an einer eventuellen Kampfhandlung mit der Nato…*ggg*

P.S.: Django, sollte kein Problem sein für Dich, was…:wink:


Immer langsam. Ich habe nie der NVA angehört. NVA und Grenztruppen waren nicht dasselbe, im Gegenteil. Die „GT/DDR“ gehörten nicht zur NVA und nicht einmal zu den „Vereinten Streitkräften“ des Warschauer Vertrages, sie waren völlig eigenständig. Zum Schluß zu 40% aus Freiwilligen (wie mir) zusammengesetzt, wurden die GT/DDR gezielt zu einer Elitetruppe herangezogen mit ein paar kleinen, aber umso härter verteidigten Privilegien (höherer Verpflegungssatz; bißchen mehr Sold und Urlaub; Ärmelstreifen an der Uniform). Kein Soldat der GT hat einem Offizier der NVA die Ehrenbezeigung gemacht, wo kämen wir denn da hin? Uns wurde gesagt: Ihr seid die Elite. Ihr seid absolut zuverlässig. Ihr habt täglich mit einem realen Feind zu tun. Die anderen hauen nur Pappkameraden um und desertieren. Und dann rennt ihr ihnen nach und fangt sie wieder. Ich habe etliche glatte Oberleutnante der NVA wegtreten lassen, wenn ich ihnen auf Urlaubsfahrt über den Weg lief und die Bürschchen doch glatt dachten, ich hebe die Hand an den Mützenschirm. Elitedenken, wie gesagt.

Kampfhandlungen „WP und NATO“. Seit 1870 hat immer der Staat bzw. das Bündnis gewonnen, welches das höhere Bruttosozialprodukt hatte. Das Bruttosozialprodukt von „WP“ und NATO verhielt sich etwa wie 2:3, wobei vom BSP der NATO 40% auf Westeuropa und 60% auf die USA entfielen. Daraus folgte logischerweise eine Blitzkriegskonzeption: Westeuropa in ein paar Tagen überrennen, dann steht es plötzlich 60:40 zugunsten des „WP“. Für eine „geruhsame“ Offensive fehlte die Logistik; es gab keine Autobahn, die in die Tiefe des russischen Raumes führte, und die Eisenbahnen mußten an der Grenze auf Spurbreite „UdSSR“ umgestellt werden. Der Westen hat sich in den 1970er Jahren immer vor der verheerenden „Lawine aus 15.000 Panzern“ gefürchtet, die in einer Woche bis Lissabon rollt - ich denke, die Furcht war berechtigt. Ein später Abglanz der Angst vor „russischen Panzern“ ist z.B. das Computerspiel „Command&Conquer II“.

Das war im Prinzip jedem bekannt. Einzelheiten wurden nicht erörtert, zumindest nicht mit den GT/DDR. Die Grenztruppen hatten keine schweren Waffen und spielten in den Kriegsplanungen „nur“ die Rolle einer Militärpolizei.

  • Django -

Moin,

Immer langsam. Ich habe nie der NVA angehört.

Huch, nicht doch so böse, war doch ein Gag, irgendwo. zumal ich nie behauptet habe, Du hättest der NVA angehört…:wink:

NVA und
Grenztruppen waren nicht dasselbe, im Gegenteil. Die „GT/DDR“
gehörten nicht zur NVA und nicht einmal zu den „Vereinten
Streitkräften“ des Warschauer Vertrages, sie waren völlig
eigenständig.

Das ist auch mir bekannt.

Das war im Prinzip jedem bekannt. Einzelheiten wurden nicht
erörtert, zumindest nicht mit den GT/DDR. Die Grenztruppen
hatten keine schweren Waffen und spielten in den
Kriegsplanungen „nur“ die Rolle einer Militärpolizei.

Es gab aber tatsächlich ziemlich ausgereifte Pläne zum für Marschstrassen von Ost nach West. Dazu zählten sämtliche Eisenbahnlinien und Autobahnen die in Richtung Grenze führten. Was eigentlich konkret meinte, war die Umstellung der Wirtschaft in der DDR im Falle eines Falles. So waren die Mobilmachungspläne so ausgelegt, dass binnen weniger Stunden etwa 2 MIO Werktätige, darunter auch die Angehörigen der Kampgruppen der DDR uniformiert und bewaffnet worden wären, die Deutsche Reichsbahn fast die gesamten zur Verfügung stehenden Kapazitäten abzugeben hatte, die Produktion von Gütern, die nicht der Kriegsunterstützung diente, zu drosseln war etc. etc. Das ist ja in jedem Kriegsfalle irgendwo normal, aber es ist sehr aufschlussreich, darüber zu erfahren bzw. zu lesen.

Es gitb da ein Buch „NVA-Anspruch und Wirklichkeit“, leider ist mir der Autor entfallen, da ich das Buch beim Umzug verloren hab. Aber dort ist alles detalilliert und Quellennachweis bzw. anhand der Abbildung von Dokumenten lesbar.

Schönen Tag noch (bei dem Wetter)

CIAo

Hi, Django,

Delbrück habe ich auch, auber nicht auswendiggelernt!
Ich bin auch Militärhistoriker, wenngleich auch mit Schwerpunkt auf das 15.+16.Jht, zwei Zeiten, die ich auch selbst leidenschaftlich reenacte.
Ich denke, ich verstehe auch von einigem etwas, aber nicht so wie Du.
Von der Handbüchse bis zur H-Bombe kannst Du so ziemlich alles beantworten.
Das mit dem Tee gehr OK, wenn Du Dich der Herausforderung stellst(obwohl mir Assam zu malzig ist und ich lieber Darjeeling oder Oolongs trinke).
Also: Tee statt Bier, Menge adäquat, keine Nachlesefragen.

Lieber Gruß,

Marcus

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Einverstanden
So denn: Wer denkt, ich wüßte keine Antwort auf eine Frage, der stellt sie und sagt das dazu. Weiß ich wirklich nicht weiter, gibt es einen Sechserpack Radeberger für den Frager. Weiß ich trotzdem eine Antwort, erhalte ich ein Pfund Borhat (Preis entspricht dem der sechs Radis).

  • Django -

Oh ja!
Hallo!

Wie wär’s mit meiner Litzen/Stickereien-Frage weiter unten? Oder gelten nur waffentechnische Fragen? Ich weiß ja nicht, wie fit du uniformkundlich bist, oder ob das evtl. unter „Nachlesefragen“ fällt (wobei ich auch nicht weiß, wo ich dazu nachlesen soll…). Vielleicht wenigstens nen Tip?

Christian

Dieser Wettbewerb lohnt sich doch insofern nicht, als dass Django die Fragen zwar beantwortet, aber die Antworten zumeist spekulativ sind, siehe „Blüchers Gebeine“. Hierauf fand ich die Antwort letzte Woche im Kauber Blüchermuseum, falls es wen interessiert: Die Schändung des Grabes erfolgte durch Russen aufgrund einer Verwechslung; sie hielten Blücher für einen Verwandten des vom Stalinismus verfolgten russischen Reitergenerals Galen, der sich aus Verehrung für Blücher den Namen Blücher auch zugelegt hatte. Crepon als DDR-Kulturwissenschaftler durfte davon wohl weder wissen, noch durfte er es veröffentlichen, Selbstzensur.

Die spekulative Antwort

Dieser Wettbewerb lohnt sich doch insofern nicht, als dass Django die Fragen zwar beantwortet, aber die Antworten zumeist spekulativ sind, siehe „Blüchers Gebeine“. Hierauf fand ich die Antwort letzte Woche im Kauber Blüchermuseum, falls es wen interessiert: Die Schändung des Grabes erfolgte durch Russen aufgrund einer Verwechslung; sie hielten Blücher für einen Verwandten des vom Stalinismus verfolgten russischen Reitergenerals Galen, der sich aus Verehrung für Blücher den Namen Blücher auch zugelegt hatte. Crepon als DDR-Kulturwissenschaftler durfte davon wohl weder wissen, noch durfte er es veröffentlichen, Selbstzensur.


Meine Antwort zu „Blüchers Gebeinen“ war ein Wahrscheinlichkeitsschluß, den ich auch so gekennzeichnet habe - und mit dem ich richtig lag, wie der verehrte Vorredner bestätigt.
Was ich aber nicht auf mir sitzen lasse, ist die Behauptung, meine Antworten seien „ZUMEIST“ spekulativ. Der Herr Vorredner möge weitere Beispiele bezeichnen.

  • Django -

Hallo,

na, da wollen wir es doch mal probieren:

Die ersten Fragen beziehen sich auf die Truppen von Hannover im 18. Jhdt.

Frage 1: Welche Verzierung hatten die Patronentaschen der normalen Grenadiere und Musketiere ?

Frage 2: Welche Verzierung hatte die Grenadiersmütze der Gard-Du-Corps zu Pferde ?

Dann habe ich noch eine Frage, ebenfalls in diesen Zeitraum passend:

Frage 3: Durch welche besondere Eigenschaft sollte die sog. „secret hovitzer“ Ihre Kugeln beim Kartätschenfeuer besonders gut streuen ?

Frage 4: Was waren die damit verbundenen Probleme ?

Und ein besonderes Bonbon:

Frage 5: Wie hieß der heldenhafte Artillerist, der die französische Armee einige Zeit angeblich allein mit seiner Kanone und Kartätschenfeuer aufhalten konnte ?

Frage 6: Welcher Armee gehörte er an ?

Viele liebe Grüße,

Michael

Keine Ahnung. Verratet ihr mir die Auflösung? (oT)
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Klar, wenn’s wirklich jemanden interessiert (oT)
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