Bei der Varusschlacht sollen 20.000!!! römische Soldaten umgekommen sein. Man rechnet, daß damals mit solch einer Armee noch ca. 50% Zivilpersonen (Händler, Gaukler, Dirnen, Handwerker, Familienangehörige usw.) mitgezogen sind. Das wären dann rund 30.000 Menschen, mit denen Varus durch die Lande gezogen sein muß.
Das muß ja ein riesenlanger Zug gewesen sein, der sich da über die Wege bewegte. Habe mal davon gehört, daß solche Treks bis zu 20 km lang waren.
Meine Frage: Wie hat man die Logistik (Verpflegung) bei solchen Menschenmassen bewerkstelligt? Von den paar Bauernhöfen am Wegesrand war sicherlich nicht viel zu holen. Und von einem zügigen Nachschub konnte bei der dünnen römischen Infrastruktur und den schlecht oder garnicht ausgebauten Wegen wohl nicht zu reden sein.
Dann noch eine Frage: Wie kann es angehen, daß die Germanen sooo viele Römer erschlagen konnten? Die waren doch nicht alle gleichzeitig auf dem Schlachtfeld. Hätten sich ja in der engen Schlucht auch nur gegenseitig behindert.
Hallo Jochen!
Die Römer zogen nicht durch sogenanntes Feindesland, sondern durch Regionen befreundeter Germanen, nämlich der Cherusker und Chauken. Sie wurden von ihnen verpflegt. Daß diese Cherusker plötzlich Feinde waren, ist eine andere Sache.
Die Kämpfe fanden nicht in einer Schlucht statt, sondern zwischen einer Anhöhe und einem Moor. Dort waren die Römer, genau wie in einer Schlucht, gezwungen mehr oder weniger im Gänsemarsch zu marschieren. Der Troß selbst war dabei d i e Behinderung.
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gruß Werner