Im Familienarchiv bin ich auf den Dienstgrad Feldwebelleutnant gestossen - bei meinem Urgroßvater im 1. Weltkrieg. War das ein Unteroffiziersrang oder ein Offiziersrang? Wie wurde man Feldwebelleutnant? Aufgaben?
Im Familienarchiv bin ich auf den Dienstgrad Feldwebelleutnant
gestossen - bei meinem Urgroßvater im 1. Weltkrieg. War das
ein Unteroffiziersrang oder ein Offiziersrang? Wie wurde man
Feldwebelleutnant? Aufgaben?
Der Feldwebelleutnant ist ein Offizier bei den Ersatztruppenteilen, der Landwehr und dem Landsturm in Preußen. Mit Erlaß vom 15.11.1877 („Allerhöchste Kabinetts-Order - AKO“) sollte dem Mangel an erfahrenen Offizieren begegnet werden. Feldwebelleutnant konnten nur wiedereinberufene, längerdienende Unteroffziere werden. Die Uniform war der eines Vizefeldwebels gleich, jedoch trug der Feldwebelleutnant einen Degen sowie Schuhe und Schulterstücke eines Leutnants. Zusätzlich waren an der Uniform Tressen und Auszeichnungsknöpfe der Unteroffiziere befestigt, die im Volksmund „Kainsmale“ hießen (ein Feldwebelleutnant galt eben nicht als vollwertiger Offizier). Der Feldwebelleutnant war dem niedrigsten Leutnantsrang unterstellt.
Grüße
Siegfried
literarische Anmerkung
In Zuckmyers „Hauptmann von Köpenick“ ist es genau die Beförderung, die der Schwager von Voigt erhofft und nicht bekommt, obwohl er den Säbel schon gekauft hatte.
Im öster. Bundesheer gibt es heute noch den Vizeleutnant als höchsten Feldwebeldienstgrad - vergleichbar dem deutschen Oberstabsfeldwebel.
Noch eine Anmerkung zu Djangos finanzieller Begründung. Natürlich freut sich der Finanzminister, jedoch ist der offizielle Grund natürlich, dass die Offzierslaufbahn in der Regel an die Hochschulreife gebunden ist.
Gruß,
Andreas