Vo und Eo von Pfeilen und Bolzen

Ich finde in meinen Büchern (leider) keine verläßlichen Angaben über folgende Sachverhalte:

a) Anfangsgeschwindigkeit (Vo) von Pfeilen und Armbrustbolzen?
Ich meine damit die Geschosse, die von den im Feldkrieg verwendeten Bögen bzw. Armbrüsten abgeschossen wurden. Keine Belagerungswaffen.

b) Anfangsenergie (Eo) der Pfeile und Armbrustbolzen?

c) Wie lange (d.h. über welche Schußentfernung) blieben Vo und Eo etwa unverändert? Mit anderen Worten, wann ermatteten die Geschosse?

  • Django -

Holla

Da noch keine Antwort gekommen ist, wollte ich nur sagen, das ich jemanden drauf angesetzt hat, kann aber dauern…

Geht es dir um ein bestimmtes Jahrhundert oder bestimmte Typen? So wie ich das gerade verstanden habe, gibt es da grosse Unterschiede; schwere Kampfpfeile, die von kleineren Gruppen verschossen wurden, durch hohes Gewicht und „schlechte“ Aerodynamik kleine Vo und kurze Wirkungsentfernung hatten und andere, leichtere Pfeile, die in einem „Pfeilregen“ verschossen wurden…

Naja, mal sehen, ob ich noch genauere Infos/Buchtipps bekomme. Mit Armbruesten sieht es aber schlechter aus.

Gruss, Lutz

Hallo Django,
zum Punkt a) schau mal unter

http://home.t-online.de/home/martin.marheinecke/ga-0…

Da stehen paar interessante Sachen. Allerdings,die Angaben
zum Thema Vo von modernen Bögen sind wohl nicht ganz korrekt.
Da wird an anderer Stelle von über 150m/s geschrieben.
Aus Vo und der Masse des Pfeils bzw. Bolzen ergibt sich
dann auch Eo.

Zu c) gibs so keine plausible Antwort. Ein Pfeil ermattet
nicht einfach. Ich würde das so begünden:

  1. Die Anfangsgeschwindigkeit ist rel. gering. Deshalb
    ist auch der Luftwiderstand nicht so hoch. Die Geschwindig-
    keitsabnahme ist lange nicht so heftig wie bei Geschossen
    im Überschallbereich.
  2. Wegen der geringen Vo nimmt die Fallgeschw. im Verhältnis
    zur Vo rel. schnell zu. Der Pfeil wird im waagrechten
    Schuß also sowieso nicht weit fliegen.
    Beim ballistischen Flug nimmt die Geschw. im Steigflug
    natürlich ab und wird dann im Sinkflug wieder zunehmen,
    bleibt beim Herunterfallen also gefährlich, weil die
    Gesamtgeschw. sich aus waagr. und senkrechter
    Bewegungungsgeschw. ergibt.
    Gruß Uwi

PS: Falls Du noch was anderes dazu herausfindest, würde mich
das auch interessieren.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Sehr wertvoll (o.T. m.St.)
.

Holla

Leider hab ich nicht viel rausgefunden, nur einen Link, der aber sehr interessant ist:
http://snt.student.utwente.nl/campus/sagi/artikel/

Gruss, Lutz