Wer kann helfen?

Habe im Fundus meines Grossvaters (er war Funker auf einem U-Boot im 2. WK) folgendes gefunden:

ein rautenförmiges Stück Uniformstoff (schwarz) mit einer Bronzeplakette, auf dem ein brüllender Löwenkopf (nach links brüllend) genäht ist, ganz klein steht unten am Rand 1919

Ist das Stück aus dem 2. WK, oder noch aus früherer Zeit?? Hat von Euch jemand eine Ahnung oder kennt eine Adresse, wo ich mich hinwenden kann?

Ich bin für jeden Hinweis dankbar.
Maja

Hi Maja,

tja da gibts ne Menge Internet-Seiten die sich mkit dem Thema beschäftigen… schau mal unter

http://www.listinus.de/index.php?sID=957580274&modul…

(hoffe er funktioniert) da sind ne Menge Info-Seiten zum Thema U-Boote, frag da einfach mal nach…
ansonstn frag beim U-Boot-Museum in Cuxhaven nach…die helfen bestimmt…
Das Ergebnis würde mich mal interessieren… informierst Du mich dann???

Gruss

Robert

PS: Auf welchem Boot war er denn??

Hallo Maja!

Es gibt eine Möglichkeit (natürlich viele, aber eine fällt mir ein):
Bei der Kaiserlichen Marine gab es Kanonenboote mit Raubtiernamen, z. B. ganz bekannt, die „Iltis“, „Tiger“, „Panther“ usw.
Ich bin mir nicht sicher, ob es ein Kanonenboot „Löwe“ gab. Aber wahrscheinlich! Wenn es das Boot gab, besteht die Möglichkeit, daß die Besatzung eine Art Kameradschaftsverein gegründet hat und dabei natürlich den Namen des Bootes als Vereinsnamen genommen hat. Man hätte als Farbe der Jacke aber sicher marineblau genommen und nicht schwarz.

Mit U-Booten hat das nichts zu tun, diese hatten nur Nummern, z.B. U 1.

Vielleicht war Dein Urgroßvater auf dem Kanonenboot „Löwe“. Denn, wenn Dein Vater im 2.Weltkrieg auf einem U-Boot war, scheint er mir für den 1. Weltkrieg als zu jung. Auf den U-Booten waren immer nur sehr junge Besatzungen.
Gruß Werner

Hallo Robert,

ich habe die Nummern leider nicht im Kopf. Sämtliches Material (ausser einem goldenen U-Boot Abzeichen) wurde an einen Sammler abgegeben, der sich mit dem Thema ausgiebig beschäftigt (an einem Buch arbeitet).

Sicher ist, dass er Funker war, da auch Bildmaterial sowie Zeitungen existierten, die von der Besatzung gemacht worden ist.

Ich hatte einmal den Versuch gestartet, über Besatzungslisten an die einzelnen Boote zu kommen, aber da mein Grossvater aus diesem Krieg zurückkam, gestaltete sich das bisher sehr schwierig.

Sollte ich zu meinem Stück Uniform etwas in Erfahrung bringen, bist Du mindestens der Zweite, der etwas erfährt.

Maja

Hallo !

Wie schön, daß ich nichts erfahre!

Deine Frage betrifft doch immer noch den Löwenkopf und die (wahrscheinliche) Jahreszahl 1919?!

Aber noch ein Hinweis: Es gibt kein U-Boot-Museum in Cuxhaven. Es gibt ein privates U-Boot-Archiv. Das ist etwas ganz anderes!! (Oder meint Robby das Wrackmuseum?)
Dort kannst Du fast jede Auskunft über jedes deutsche U-Boot bekommen.
Das Löwenabzeichen hat ganz sicher nichts mit der U-Bootfahrerei Deines Großvaters im 2. Weltkrieg zu tun. Wer im 1. Weltkrieg U-Boot gefahren ist, war im 2. als Mannschaftsdienstgrad zwangsläufig zu alt. Deshalb darf man das eine mit dem anderen nicht verbinden. Und deshalb ist Dein Großvater ganz sicher nicht auch im 1. Weltkrieg U-Boot gefahren.
Wenn Du die Nummer des U-Bootes Deines Großvaters im 2. W. hättest, könnte ich Dir wahrscheinlich sagen, wo es abgeblieben ist.

Gruß Werner.

grrr…Korinthen…
Ok Wernerlein,

Treffer… sagen wir es so… für den Sammler ist es ein Museum für den Suchenden ein Archiv…

Vom Alter her, haste natürlich recht… Besatzungsmitglied im 1. und 2. WK als Mannschaftsdienstgrad wohl umwahrscheinlich.

Vielleicht hat Maja ja noch Erinnerungen an Postkarten die er an seine Frau geschickt hat… aus welchem Stützpunkt…so könnte man wenigstens schon mal die Flottille ausmachen, oder irgendwas, was er mal erzählt hat… Bunker, Wetter usw.

Überleg mal Maja

Gruss Robby

Eien spontane Vermutung

Habe im Fundus meines Grossvaters (er war Funker auf einem U-Boot im 2. WK) folgendes gefunden:

ein rautenförmiges Stück Uniformstoff (schwarz) mit einer Bronzeplakette, auf dem ein brüllender Löwenkopf (nach links brüllend) genäht ist, ganz klein steht unten am Rand 1919. Ist das Stück aus dem 2. WK, oder noch aus früherer Zeit??

Ich WEIß nicht, was das ist, aber mir kommt spontan eine VERMUTUNG:

  1. Das Stück ist älter als der 2. Weltkrieg. Darauf deutet die Jahreszahl 1919.
  2. Im Jahre 1919 versenkte sich (bei Bekanntwerden der Bedingungen des Versailler Vertrages) die in Scapa Flow internierte deutsche Kriegsflotte selbst. Ob das Stück von da her rührt?
  3. Oder es hat mit der Marine gar nichts zu tun, sondern war Abzeichen eines Freikorps dgl. aus den inneren Kämpfen 1919-1923.

Sieht der Uniformstoff eher wie eine Marine- oder eher wie eine „Land“-Uniform aus?

  • Django -

Urgrossvater
Hallo Django, hallo Werner und Robby

die Frage brachte mich nun doch dazu, meinen Vater über seinen Urgrossvater auszufragen. Alles was er weiss ist, dass dieser im 1. WK Marineinfanterist war. Es existiert wohl noch ein Foto, wo er in Uniform zu sehen ist.
Hilft mir das jetzt weiter?
Leider ist die Farbe der Uniform nicht zu erkennen, geschweige denn ein Bronzeaufnäher…

Ich werde mich weite bemühen und das Herausgefundene Allen mitteilen.

Maja

Hallo Maja!

1919 war der 1.WK aus und verloren. Alles, was nach 1918 kam, war ungeordnet und heute sehr schlecht nachzuverfolgen.
Wenn er in Uniform zu sehen ist, hat das mit 1919 nichts mehr zu tun. Es sei denn, er war in einer der Marinebataillone, die damals in Deutschland mal Unruhe, mal Ruhe brachten.
Gruß Werner

Der Aufnäher …

Hallo Django, hallo Werner und Robby

die Frage brachte mich nun doch dazu, meinen Vater über seinen Urgrossvater auszufragen. Alles was er weiss ist, dass dieser im 1. WK Marineinfanterist war. Es existiert wohl noch ein Foto, wo er in Uniform zu sehen ist. Hilft mir das jetzt weiter? Leider ist die Farbe der Uniform nicht zu erkennen, geschweige denn ein Bronzeaufnäher…

Als 11/1918 Waffenstillstand geschlossen wurde, mußte Deutschland seine 16 modernsten Großkampfschiffe und dazu acht Kreuzer sowie 50 Zerstörer an die Allierten ausliefern. Die Schiffe wurden, mit ihren deutschen Besatzungen an Bord, im britischen Marinestützpunkt Scapa Flow interniert.

Der Kommandeur des Überführungsverbandes, Konteradmiral von Reuter, schaffte es, ohne daß die britischen Bewacher etwas merkten, die Selbstversenkung der Schiffe vorzubereiten. Am 21.6.1919, als der Versailler Vertrag unterschrieben wurde, öffneten Matrosen aller 74 internierten Schiffe gleichzeitig die Flutventile. Innerhalb weniger Minuten verschwand die gesamte deutsche Flotte …

Ich weiß, daß die an der Selbstversenkung beteiligten Matrosen usw. sich darüber Erinnerungsstücke fertigten. Dabei KANN es sich MÖGLICHERWISE um diese Raute mit bronzenem Löwen handeln. Offizieller Bestandteil der Uniform waren diese Aufnäher KEINESFALLS.

Die Matrosen von Scapa Flow wurden in den 1920er Jahren als „nationale Helden“ gefeiert. Als besonders „Zuverlässige“ und „Erprobte“ kamen sie auch in die neugeschaffene Reichsmarine.

Ich wüßte aber leider nicht einmal, wo ich nach Abbildungen dgl. der erwähnten Erinnerungsstücke suchen sollte …

  • Django -

Hallo !

Scapa Flow - die Geschichte findet man in jedem Geschichtsbuch. Aber, wo bleibt dabei der Löwe??? Darum geht es hier!

Da fehlt zumindest der Nachweis, daß es ein Kanonenboot „Löwe“ gab!

Gruß Werner

Vielleicht Landesabzeichen
Als ziemlicher Laie ist mir zum 1.WK eingefallen, dass es damals doch noch ziemlich viele Landeseinheiten gab, also quasi aus den verschiedenen „Bundesländern“.

Als „Lokalpatriot“ ist mir weiterhin aufgefallen, dass der Löwe vielleicht auf ein „Greif“ sein könnte, insbesondere in die Richtung, in die er brüllt. Dann könnte es auch ein „badischer Greif“ sein. Würde das passen, hat der Grossvater in Baden gelebt zu dieser Zeit ?

Um es ein Greif ist: Sind sowas wie „Flügel“ erkennbar oder ein Schwert in der Hand ?