Profifrage;-) Passphrase Priv-Pub-Key BrutenForce
Von: , Frage gestellt am Di, 15. Jul 2003
Hallo,
wer von den Profis kann mir mal meine Frage zu der Sicherheitsproblematik von Passwörtern in Bezug auf (asymetrische) Verschlüsselungsverfahren beantworten.
Und zwar wird ja grundsätzlich der Privatekey durch eine Passphrase geschützt. Jede verschlüsselung ist doch nur so stark wie ihr schwächstes Glied?!
Wwelche Techniken kommen dann zum Einsatz, um mittels der Passphrase den (Private)Key zu schützen (oder zu erzeugen)? Sind das anerkannte Algorithmen, wenn ja wie heissen die.
Angreifen würde ich doch damit den Schlüssel, in dem ich eine Brute and Force Attacke gegen die Passphrase durchführe? Oder?
(Siehe die nachfolgende Frage, die Passphrase ist doch meist wesentlich kürzer als der Privatekey selbst. Wenn das nicht so wäre würde ich gleich einen Angriff auf den Schlüssel selbst durchführen?)
Ist es hier legitim zu rechnen, man hat einen Zeichenvorrat von ca 70 Zeichen(Alphabet(groß/klein) und Sonderzeichen) und eine Passwortlänge von 10. (Längere Passworte werden ja meist nicht angewendet)
Sprich 70 hoch 10, was mal ganz über den daumen gepeilt 2 hoch 60 ist.
Kann man nun einfach rechnen, diese Anzahl von Versuchen (im schlechtesten Fall) multipliziert mal die Zeitdauer pro Brute n Force durchlauf? Und damit hätte man die Zeit bis man den Schlüssel hat?
Welche Zahlen sind hier realistisch?
Diese Zahl 2 hoch 60 bzw. die Länge von 10 Zeichen "drückt ja letztendlich die Sicherheit der Passphrase aus". Ist diese Zahl direkt mit der Schlüssellänge irgendwelcher Verschlüsselungsalgorithmen vergleichbar? Sprich wie kann ich diese Länge ca einer gleich sicheren Verschlüsselung mittels Blowfish oder AES was auch immer zurechnen (z.B. einem AES mit einer Schlüssellänge von XX Bit)?
Wie lang muss die Passphrase sein, damit diese keine einfachere Angriffsmöglichkeit bietet als auf den Schlüssel selbst?
(DAs ist so mit die zugrundeliegende Frage;-)
Wäre sehr dankbar für ein paar Hinweise.
Regards
Thomas
