Re^3: personal firewall oder nicht personal firewa
also kann ich mein Norton Internet Security in 'die Tonne
hauen'??
Ruhig, Brauner, ruhig...
Zu Hause habe ich keine Firewall, sondern einen DSL-Router, der jeglichen Verbindungsaufbau von außen ablehnt und dahinter einen Mac, der ebenfalls jeden Verbindungsaufbau von außen ablehnt.
Das ist schon mal ganz brauchbar.
In der Firma, in der ich arbeite, habe ich einen DSL-Router und dahinter drei Netze (WAN, LAN, DMZ), die über einen iptables-Paketfilter auf Linuxbasis voneinander getrennt sind. Der Filter funktioniert vor allem deshalb so gut, weil ich ihr nicht weiter traue, als ich sie werfen kann (samt Rechner).
Das bedeutet, dass ich ständig misstrauisch bin, wenn auch nur irgendwo im Netz etwas komisch zuckt. Der Paketfilter wird alle Leute, die sich weniger gut als ich mit Computern und Netzwerken auskennen, von meinen Netzen fernhalten. Dagegen werden die, die sich besser auskennen als ich, sicherlich einen Weg finden und ich werde es im Zweifel nicht einmal bemerken.
Sicher ist gar nichts. Zusätzlich zu den Automatismen, die ich ins Netz eingebaut habe wie Mail-Virenscanner, Spam-, Paketfilter und anderer Krempel, muss ich auf jeden Fall noch mein Hirn benutzen. Die installierte Software allein macht nämlich nur die Hälfte des Konzeptes aus, genauso wichtig ist die manuelle Überwachung des Ganzen.
Und diese ganze Zusammenstellung von Filtern plus einem Konzept plus Hirnschmalz plus dem erfoderlichen Monitoring nennt man eine Firewall.
Viele von uns "Experten" hier halten Personal Firewalls eher für schädlich (ich auch), weil sie dem Anwender suggerieren, das er nach der Installation der Software sicher sein. Das ist erstens falsch und zweitens gefährlich. Klar funktionieren diese Personal Firewalls, und sie können sogar noch mehr, als es mit einem iptables-Paketfilter auf einer eigenen, speziellen Maschine bei mir der Fall ist. Trotzdem müssen auch sie ständig überwacht werden.
Wenn du das tust, kann dein Norton eine brauchbare Hilfe sein, um Unregelmäßigkeiten im Betrieb deines Rechners aufzuspüren. Aber viel effektiver ist die Beschaffung eines Routers, weil der minimale Schutzmechanismen bereits eingebaut hat und per Default auf "abweisen" steht. Gegen Viren in Mail hilft allerdings weder der Router noch der Norton, sondern nur -wie oben bereits angedeutet- das in deinen Schädel eingebaute Brain 1.0 und ein guter Virenscanner als Hilfe. Norton könnte sich dann als Freund erweisen.
Stefan