Re: Sütterlin hs => ß 'Frage eilt'
Hallo Susanne,
Mißverständnisse?
und somit
festgelegt dass das alte hs (am Ende eines Wortes)zu ß wird,
Es ist nicht "hs", das zu "ß" wird, sondern die Verbindung von "langem s" und "kurzen s", wobei das Zeichen "ß" allerdings typographisch eine Ligatur aus "langem s" und "z" ist, weshalb man auch "SZ" dazu sagt.
http://www.diaware.de/html/schrift.html
und wann wurde festgelegt, dass ein nicht schreibbares ß (zB.
auf Tastaturen) zu ss umgewandelt werden darf,
Das gilt sozusagen schon "ewig", wenn nämlich (z.B. im Ausland) das "ß" im Schriftsatz bzw. auf der Schreibmaschine nicht zur Verfügung steht ist "ss" die gebotene Umschrift. Gelegentlich findet man aber auch die Umschrift "sz".
auch wenn der
davor stehende Vokal lang ausgesprochen werden sollte. Ein ss
macht den Vokal doch immer kurz oder??
Nee!!!
"Groß" und "Fuß" z.B. haben ein langes "o"/"u", deswegen bleibt nach der letzten Rechtschreibrefom das "ß" erhalten. Zur Unterscheidung wird "Fass" (nach dem kurzem "a") das "ß" zu "ss" in neuer Rechtschreibung.
Übrigens sind Eigennamen von diesen Änderungen ausdrücklich ausgenommen.
Wie wurde vor der Einführung der lateinischen Schreibschrift
auf den doch wohl schon vorhandenen ersten Schreibmaschinen
üblicherweise mit solchen Worten umgegangen.
Was genau meinst du damit? Die ersten kommerziell vertriebenen Schreibmaschinen kamen so ab 1873 auf, und das hat sicher noch eine Weile gedauert, bis sie sich in deutschen Amtsstuben durchsetzten ...
http://www.precision-dynamics.com.au/typewriters/his...
http://www.mytypewriter.com/generic.html?pid=21
Brauche die Antwort für Genealogische Namensfragen und zur
Klärung div. Schreibweisen in Dokumenten, da bei mir heiloses
Chaos herrscht, mal Mehs, mal Meß und davon abgeleitet wieder
Mess.
In alten Dokumenten und Akten herrscht da nunmal heilloses Durcheinander, weil die Namen früher noch nicht so festgelegt waren, und jeder Kanzleischreiberling so schrieb, wie er es eben hörte.
Grüße (mit "ß")
Wolfgang