Mittelhochdeutscher Genitiv
Von: , Frage gestellt am Fr, 19. Dez 2003
Hallo
Ich habe letztens in einem Originaltext dies gelesen (sinngemäss): "Er was guotes muotes", auf Neuhochdeutsch wäre das Adjektiv im Genitiv maskulin ja mit der Endung -en gebildet (guten Mutes).
1. Ist diese "angeglichenere" Form im Mittelhochdeutschen die Regel, oder haben wir hier ein Kuriosum vor uns? Wenn nein, wie/warum vollzog sich bei der 2. Lautverschiebung die Wandlung zu einer (eigentlich ja komplizierteren, unangeglicheneren) anderen Form?
2. Wie sieht es aus mit dem Genitiv feminin ? Heisst es dort "Das hûs der guoten frouwe"?
Besten Dank im Voraus und Gruss
Wiesel
