Arbeit in der Umgangssprache

Von: , Frage gestellt am Do, 2. Mär 2006

hallo,

ich beschäftige mich gerade ein bisschen mit dem wort "arbeit" im Rahmen einer hausarbeit. kann mir vielleicht jemand weiter helfen? ich bräuchte dringend umgangssprachliche synonyme für "arbeit". im wörterbuch kann ich sowas nicht finden, weil ich das gesuchte wort dann ja schon wissen müsste.

23 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 10 Minuten 0 hilfreich
    Schaff, Kolle mache

    Schaff - Saarländisch

    Wenn man über die Arbeit redet (vor allem im privaten Umfeld) und damit die Verwandten/den Besuch uvam. nervt, dann sagen die dann:

    Hört auf "Kohlen zu machen" (kolle sö mache). Das stammt wohl aus den schwarz-goldenen Zeiten des Bergbaus. Ich selbst habe den Begriff aber noch nie als Bezeichnung für die Arbeit (kolle mache) gehört.

    Gruß

    Stefan

  2. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Arbeit in der Umgangssprache

    Hallo Melli,

    schaumermal - die Grenzen zwischen Umgangssprache und Dialekt schnöd ignorierend, und eventuell mit einem Übergewicht zum immer sehr ergiebigen Südosten hin:

    die Arbeit:

    die Maloche (wohl aus dem Jiddischen)
    s Gschäft - Süddeutsch, speziell Schwäbisch
    s Alldajlig (= das Alltägliche) - Elsass

    die Arbeitsstätte:

    der Steinbruch
    dö Hackn (Kakanisch)
    d'Büez (CH); Büezer = Arbeiter

    Arbeiten:

    malochen, rackern
    robotn, schirnagln, ruachln, parabern (alle Kakanisch, nach Arik Brauer)
    schaffen


    Und ein Exot, der lt. Süddeutsche Zeitung von japanischen Studenten für die Underdog-Jobs Marke "Nachtschicht an der Supermarktkasse" benutzt wird: "Arubeito" (offenbar siehts aus deren Sicht mit dem Standort Deutschland nicht so schlecht aus!)

    Hmmm - so viele sinds nicht geworden. Da hätt ich viel mehr vermutet und gebe weiter.


    Schöne Grüße




    MM

  3. Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
    Re: Arbeit in der Umgangssprache

    hallo, melliii,

    neben "malochen", das Du ja schon hast, kenne ich aus dem Ruhrpott noch "wulacken" oder "wulachen", vorzugsweise unter Tage.

    Gruß - Rolf

  4. Antwort von nach 5 Stunden 0 hilfreich
    Re: Arbeit in der Umgangssprache


    hallo,


    - ackern, buckeln, schuften, Brötchen verdienen, sich krumm legen, rackern, werkeln, (zu) schaffen(machen, pusseln, (sich) rühren, fleissig sein, ausüben, eingespannt sein, barabern, anstrengen, agieren, viel um die Ohren haben, anfertigen, funktionieren.

    G.
    V.

  5. Antwort von nach 8 Stunden 0 hilfreich
    Butteln

    Hallo

    Ich biete "Butteln" oder "Buteln". Gibt es in Österreich. Hat vielleicht mit dem Butler was zu tun?

    Das hebr. jidd. "Maloche" fällt mir auch noch ein. (melacha = harte Arbeit).

    Gruß
    dataf0x

    • Antwort von nach 15 Stunden 0 hilfreich
      Re: Butteln

      Hallo

      "Butteln" oder "Buteln".
      Evtl. auch "budeln"? Gibt es in Österreich.
      Wehle hat "Bude" als Arbeitsstätte, Betrieb. Davon abgeleitet das Verb? Hat vielleicht mit dem Butler was zu tun?
      Das scheint mir zu weit hergeholt zu sein. Sorry! ;-)


      Schwäbisch "buddeln" = graben.

      Fritz

    • Antwort von nach 19 Stunden 0 hilfreich
      Re: Butler

      Hallo, Ich biete "Butteln" oder "Buteln". Gibt es in Österreich. Hat
      vielleicht mit dem Butler was zu tun?
      Nein, der Butler kam ursprünglich als normannischer Mundschenk nach England. Er entspricht dem französischen bouteilleur (hoffentlich schreibe ich das richtig), bedeutet also wörtlich der Bediente, der die Aufsicht über die Getränke hat.

      lg

      Kim



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