Hallo, Hannes,
Den Endungen nach scheint es sich irgendwie um die Steigerung
von "selb" ... zu handeln.
"selb-er" wäre dann Komparativ und "selb-st" Superlativ", ohne
dass heute ein Bedeutungsunterschied spürbar ist?
das wurde auch von verschiedenen Sprachforschern vermutet, es scheint sich aber nicht bestätigt zu haben.
Oder wie erklärt man die Endungen sonst?
Zitat Grimm (Hervorhebungen durch mich):
"...selber ist nicht, wie es auf den ersten blick scheinen möchte, ein comparativ zu selb- (so schon STEINBACH …, was ADELUNG mit recht zurückweist), sondern die erstarrte form des starken nom. sing. masc. Während GRIMM gr. 3, 647 sich noch für die erstere ansicht entschieden hatte, neigt er sich 4, 358, anm. 2 der letzteren zu; …
im mhd. ist selber (mitteld. auch selbir) berechtigt im nom. sing. masc. … und im gen. dat. sing. fem. aber schon ende des 12. jahrh. beginnt es über sein gebiet hinauszugreifen und sich als unveränderliche form für alle casus festzusetzen…"
http://germazope.uni-trier.de/Projects/WBB/woerterbu...
Gruß
Kreszenz