Es hat nicht sollen sein.

Von: , Frage gestellt am Sa, 12. Mai 2007

Hallo liebe Sprachexperten .Wenn ich den obigen Satz so formuliere:" Es hat nicht sein sollen " , ergibt der dann einen anderen Sinn oder ist es einfach nur falsch ? Aus dem Bauch heraus würde ich die letzte Variante nehmen , aber die ist wohl nicht ganz korrekt?
Danke schon mal und Grüße
Anna

12 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 7 Minuten 3 hilfreich
    Re: Es hat nicht sollen sein.

    Hi Anna, Wenn ich den obigen Satz so
    formuliere:" Es hat nicht sein sollen " , ergibt der dann
    einen anderen Sinn oder ist es einfach nur falsch ?
    weder noch. Die Titelzeile stammt aus einem Gedicht von Victor von Scheffel (http://www.wer-weiss-was.de/article/666462), gilt somit als stehende Redewendung.

    Gruß Ralf

    • Antwort von nach 14 Stunden 0 hilfreich
      So hat es gar nicht sollen sein :-(

      Moin, Anna, gilt somit als stehende Redewendung.
      das ist keine stehende Redewendung (gibt's die überhaupt?), sondern ein geflügeltes Wort.

      Gruß Ralf

      • Antwort von nach 15 Stunden 1 hilfreich
        Behüt Dich Gott, es wär so schön gewesen

        das ist keine stehende Redewendung (gibt's die überhaupt?),
        sondern ein geflügeltes Wort.
        Hallo, Ralf,
        <klugscheiss> sagen wir mal, es ist ein zum geflügelten Wort mutiertes Zitat.</klugscheiss>
        Gruß
        Eckard

        • Antwort von nach 17 Stunden 1 hilfreich
          Re: Behüt Dich Gott, es wär so schön gewesen

          Moin, Eckard, <klugscheiss> sagen wir mal, es ist ein zum geflügelten
          Wort mutiertes Zitat.</klugscheiss>
          Zitat? Da beschleichen mich aber heftige Zweifel - gerade stelle ich mir die Ausarbeitung vor, in der geschrieben steht "Und so erinnere ich an Victor von Scheffel, der da sprach >Es hat nicht sollen sein<". Eichenartich, oder nicht?

          Gruß Ralf

          • Antwort von nach 23 Stunden 1 hilfreich
            Re^2: Behüt Dich Gott, es wär so schön gewesen

            Hallo, Zitat? Da beschleichen mich aber heftige Zweifel -
            Warum?
            Natürlich ist es ein Zitat, in diesem Fall aus einem Gedicht.
            Du würdest z.B. schreiben "Scheffel, in dessen bekanntem Gedicht es heißt: ..."
            Wie würdest du ein Zitat aus einem literarischen Werk nennen, wenn nicht Zitat?

            Gruß
            Elke

            • Antwort von nach 23 Stunden 0 hilfreich
              Re^3: Behüt Dich Gott, es wär so schön gewesen

              Hi Elke, Natürlich ist es ein Zitat, in diesem Fall aus einem Gedicht.
              na ja, meist werden Gedichte rezitiert, Zitieren kommt nicht so häufig vor. Wie würdest du ein Zitat aus einem literarischen Werk nennen,
              wenn nicht Zitat?
              Möglicherweise bin ich da vorbelastet - unter Zitat stelle ich mir eher eine wörtlich wiedergegebene Textstelle vor, die in einer wissenschaftlichen Arbeit mit Quellenangabe erscheint. Aber stimmt schon, so eng muss man das nicht sehen.

              Gruß Ralf

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^4: Behüt Dich Gott, es wär so schön gewesen

              Hi Elke, Natürlich ist es ein Zitat, in diesem Fall aus einem Gedicht.
              na ja, meist werden Gedichte rezitiert, Zitieren kommt nicht
              so häufig vor.
              Lieber Ralf,
              Du sprichst ein grosses Wort gelassen aus! Ich meinerseits zitiere des öfteren ohne Quellenangabe aus den unterschiedlichsten Gedichten. Beispiele:
              'Da werden Weiber zu Hyänen.' (Als altgediente Feministin nehme ich mir solches heraus...)
              'Wir können auch die Trompete blasen, und schmettern weithin übers Land' (wenn unser kleiner Köter einen riesengrossen Artgenossen in die Flucht schlägt)
              'Halb zog sie ihn, halb sank er hin' (den passenden Anlass herauszufinden überlasse ich Deiner Fantasie!)
              etc. etc.
              Der geneigte Ralf merkt etwas, hoffe ich...
              Nächtliche Grüsse (Bald prangt, den Morgen zu verkünden..)
              Susette

            • Antwort von nach 2 Tagen 0 hilfreich
              Re^5: Behüt Dich Gott, es wär so schön gewesen

              Moin, Susette, Ich meinerseits zitiere des öfteren ohne Quellenangabe
              aus den unterschiedlichsten Gedichten.
              das ist eine lässliche Sünde. Aber eine Sünde! 'Halb zog sie ihn, halb sank er hin' (den passenden Anlass
              herauszufinden überlasse ich Deiner Fantasie!)
              Von wegen Fantasie1 - wie geht's weiter? 'Und ward nicht mehr gesehn.' Der geneigte Ralf merkt etwas, hoffe ich...
              Auf die Gefahr hin, meinen Ruf als Kümmelspalter zu verfestigen: Zitiert werden nicht Gedichtzeilen, sondern Personen. Somit setzt das Zitieren zumindest die Kenntnis voraus, wer's denn geschrieben hat, wenn er / sie schon nicht erwähnt wird. Und genau hier liegt der Unterschied zum geflügelten Wort: Jeder kennt es, keiner kaum einer weiß um die Herkunft.

              Gruß Ralf

              1 Vom gleichen Verfasser: 'Uf 'm Bergli bin i gesässe....' Klingt ein wenig schräg, geht das als Schwyzerdütsch durch?



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